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Alle Artikel kategorisiert unter »Badenweiler«

Kultur ist Verpflichtung

27.08.20 (Johannes Adam) -
Die Musiktage Badenweiler sind in Gefahr, eine Tradition steht auf dem Spiel. Jene hochkarätige Konzertreihe mit (mindestens) nationaler Reputation. Jetzt hat Intendantin Lotte Thaler das Handtuch geworfen. Wie geht es weiter? „Alles fließt“ – das behauptete ein kluger Kopf der griechischen Antike. Im Kurort Badenweiler im Markgräflerland ist derzeit zumindest vieles im Fluss.

Zartes Spinnennetz aus Tonfäden

30.11.19 (Eleonore Büning) -
Der Phantomschmerz bleibt. Da führt kein Weg vorbei, jeder muss, vor und nach dem Konzert, unvermeidlich den Platz mit dem Römerbad Hotel überqueren, das fest in Spekulantenhand und seit nunmehr drei Jahren gänzlich stillgelegt ist. Immer noch eine Gründerzeit-Schönheit, trotz der toten Fenster. Nur im Küchentrakt glimmt Notlicht. Über drei Jahrzehnte hinweg hatte der Hotelier Klaus Lauer hier seine „Römerbad-Musiktage“ kuratiert, hatte Komponisten, Interpreten, Schriftsteller und Künstler aller Sorten um sich versammelt, mitsamt den Hotelgästen bewirtet und ins Gespräch gebracht, schließlich dergestalt einen exklusiven Treffpunkt für die Gegenwartsmusik geschaffen.

Sechzehn mal Beethoven zum Abschied

14.12.17 (Eleonore Büning) -
Furchtbar und schön, wie La Dame Blanche aus dem Schundroman, so ragt im Schatten der Burgruine von Badenweiler das stillgelegte Grandhotel Römerbad. Denkmalgeschützt, heruntergewirtschaftet. Eine Legende. Ein historischer Ort. Memento mori! Einst, seit den Siebzigern, war dieses Haus ein Treffpunkt der musikalischen Moderne gewesen. Würde sich doch heute ein orientalischer Prinz finden oder sonst ein reicher Liebhaber, der es wieder wachküsst und neu belebt, auch den oktogonalen Hofsaal restauriert und mit Kunst und Konzerten füllt, ohne dabei auf schnelle Rendite zu schielen! Wie oft ist dieser Wunsch schon so oder ähnlich gedacht worden? Schließlich: Jeder, der ins nüchtern betongegossene Kurhaus nebenan pilgert, um sich die Konzerte der Badenweiler Musiktage anzuhören, muss an diesem Geisterhaus vorbei.

Die ferne Nähe als Paradigma

01.06.15 (Andreas Kolb) -
Es gibt Architektur, die von außen wirkt und Architektur, die von innen wirkt. Der Kursaal in Badenweiler zählt zur zweiten Kategorie. Erbaut in einer Zeit, in der pro Jahr 600.000 Besucher in das Thermalbad an den Hängen des Schwarzwaldes kamen, wirkt er heute, wo es nur noch um die 300.000 sind, überdimensioniert. Von außen konturlos, entwickelt das Haus von innen unerwarteten Charme durch seine terrassierte Anlage mit freiliegendem Mauerwerk und viel Licht, die den Anstieg zur Burgruine imaginiert und durch große Panoramafenster Burgberg und Saalanlage als Eines erscheinen lässt. Neben mehreren kleinen Sälen bildet der große Saal in Weinbergbauweise Platz für 500 Zuhörer, ein Allzwecksaal für Veranstaltungen jeder Art. Diesen Saal acht Mal im Jahr zu füllen – vier Tage im Frühling und vier im Herbst –, hat sich Klaus Lauer vorgenommen, der 1974 die legendären Römerbad-Musiktage gegründet hat und bis heute deren künstlerischer Leiter ist. Nach dem Exodus aus dem Oktaeder des Hotel Römerbad und einem Umweg über Bad Reichenhall, ist Lauer vergangenes Jahr nach Badenweiler zurückgekehrt und will an die Erfolge früherer Zeiten anschließen.

Badenweiler plant Doppelfestival mit klassischer Musik

11.11.14 (dpa) -
Badenweiler - Ein halbes Jahr nach dem Start der Badenweiler-Musiktage planen die Organisatoren ein Doppelfestival. Im nächsten Jahr werde das Musikfest erstmals an zwei Terminen stattfinden, teilten die Veranstalter am Montag in Badenweiler bei Freiburg mit. Grund sei die positive Resonanz auf die Premiere im Mai diesen Jahres.
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