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Yura Yang. Foto: Zenna PR

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Personalia 7/8 2026

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Sonya Yoncheva / Justus Barleben / Yura Yang / Arvo Pärt
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Europäischer Kulturpreis 2026 an Sonya Yoncheva +++ Justus Barleben neuer künstlerischer Leiter des BJO +++ Yura Yang Generalmusikdirektorin in Saarbrücken +++ Goethe Medaille 2026 für Arvo Pärt


 

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Europäischer Kulturpreis 2026 an Sonya Yoncheva

Die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva prägt den internationalen Kulturbetrieb derzeit nicht nur als eine der führenden Sängerinnen unserer Zeit, sondern auch als Produzentin und Kulturunternehmerin.

Am 4. September wird sie im Royal Concertgebouw Amsterdam mit dem Europäischer Kulturpreis 2026 für ihr Wirken als Sängerin, Produzentin und Botschafterin der europäischen Kultur ausgezeichnet. Überreicht wird ihr der renommierte Preis von ihrem Entdecker William Christie.

Am 19. und 21. Juni sang Sonya Yoncheva mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Domingo Hindoyan erstmals die Rusalka. Rusalka ist eine von zwei großen neuen Partien für die Sopranistin im Jahr 2026: Im September gibt sie ihr Rollendebüt in Spontinis „La Vestale“ an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Im Dezember folgt an der Oper Zürich ihre erste szenische Manon Lescaut, nachdem sie die Partie 2021 bereits konzertant an der Staatsoper Hamburg gesungen hat. Nur zwei Tage später, am 23. Juni, fand im Antiken Theater von Plowdiw in Bulgarien die erste Verleihung des Thracian Awards for Classical Music:, einer neuen internationalen Auszeichnung statt, initiiert von Sonya Yoncheva und ihrer Produktionsfirma SY11. Zu den ersten Preisträgern zählen Anna Tomowa-Sintow, Jakub Józef OrliƄski und die Bayerische Staatsoper.

Justus Barleben neuer künstlerischer Leiter des BJO

Der Dirigent Justus Barleben ist zum neuen künstlerischen Leiter des Bundesjugendchors berufen worden. Ab Januar 2027 wird er die musikalische Ausrichtung des renommierten Nachwuchsensembles in der Trägerschaft des Deutschen Musikrats gestalten. Das BJO bedankt sich bei Anne Kohler, die den Bundesjugendchor seit seiner Gründung sechs Jahre lang mit außergewöhnlichem Engagement erfolgreich künstlerisch aufgebaut, nachhaltig geprägt und sängerisch konsequent auf ein herausragendes Niveau geführt hat.

Justus Barleben, Jahrgang 1992, ist ein gefragter Chorleiter und Ensemblesänger aus Hannover. Er setzte sich in einem zweistufigen Auswahlverfahren gegen 32 Bewerber:innen durch.

Nachdem der Projektbeirat eine Vor­auswahl getroffen hatte, traf eine siebenköpfige Findungskommission die finale Entscheidung. Mit einem stilistisch breit gefächerten Repertoire von der Alten Musik bis hin zu zeitgenössischen Werken ist Justus Barleben regelmäßig zu Gast bei renommierten Ensembles wie dem Rundfunkchor Berlin, dem MDR-Rundfunkchor und dem NDR Vokal­ensemble. Dort verantwortete er bereits zahlreiche Choreinstudierungen, unter anderem für Kirill Petrenko und Daniel Barenboim (Berliner Philharmoniker) oder Vladimir Jurowski (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin).

Yura Yang Generalmusikdirektorin in Saarbrücken

Die Dirigentin Yura Yang wird ab August 2027 neue Generalmusikdirektorin am Saarländischen Staatstheater: In dieser Funktion übernimmt sie die künstlerische Leitung des Saarländischen Staatsorchesters, ihr Vertrag läuft bis zum Ende der Spielzeit 2030/31.

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Yura Yang. Foto: Zenna PR

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Yang folgt Sébastien Rouland, der seit der Spielzeit 2018/2019 als Generalmusikdirektor tätig ist, sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2027. Yura Yang ist dem saarländischen Publikum bereits bekannt, sie hat in der Spielzeit 2025/2026 das 5. Sinfoniekonzert des Saarländischen Staatsorchesters mit Werken von Ludwig van Beethoven und Richard Strauss dirigiert.

Ein Jahr zuvor sprang sie als Dirigentin in der Opernproduktion Aida für Stefan Neubert ein.

Goethe Medaille 2026 für Arvo Pärt

Am 28. August 2026 wird in Weimar die Goethe-Medaille an die italienische Übersetzerin Anita Raja, den griechischen Theaterregisseur, Dramaturgen und Schauspieler Prodromos Tsinikoris und den estnischen Komponisten Arvo Pärt verliehen. Um 14 Uhr beginnt der Festakt in der Weimarhalle, bei dem Michael Pärt den Preis für seinen Vater in Empfang nehmen wird. Am gleichen Abend eröffnet Arvo Pärts Komposition „Fratres“ das gemeinsame Konzert der Staatskapelle Weimar und der STÜBAphilharmonie. Das dokumentarische Theaterstück „96%“ von Prodromos Tsinikoris wird im Rahmen des Kunstfest Weimar am 29. und 30. August in der Redoute aufgeführt. Bereits am 26. August findet in Berlin ein Podiumsgespräch der Preisträger*innen statt unter dem Titel „Europa erzählen – über Grenzen hinaus“. Die Journalistin Shelly Kupferberg spricht mit Anita Raja und Prodromos Tsinikoris über ihre künstlerische Arbeit, biografische Grenzerfahrungen und ihr Engagement für den kulturellen Dialog. Michael Pärt, Leiter der Stiftung Arvo-Pärt-Zentrum, vertritt seinen Vater, der aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Deutschland reisen kann. Das Gespräch wird auf Deutsch geführt. Die Veranstaltung in Berlin ist ein gemeinsames Projekt von Goethe-Institut und Holtzbrinck Berlin in Kooperation mit der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.

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