Sein Publikum begeistert er mit Können, Charisma und Nahbarkeit. Regelmäßig tritt der OPUS Klassik Preisträger international mit führenden Orchestern auf (u.a. Royal Concertgebouw Orchestra, Mahler Chamber Orchestra oder BBC Symphony Orchestra) und mit Dirigenten wie Semyon Bychkov, Joana Mallwitz, Andrew Manze oder Duncan Ward. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Elisabeth Brauß, Kaan Bulak und Frank Dupree. Werke von Lisa Streich und Miroslav Srnka wurden eigens für ihn geschrieben. Er unterrichtet am Royal Birmingham Conservatoire, gibt verschiedene Meisterkurse und hostete den WDR 3 Podcast „Klassik Crush“.
Simon Höfele. Foto: Marco Borggreve
11 Fragen an Simon Höfele
Welche Musik macht Sie stark?
Alles Neue und Unbekannte. Grade im Moment Musik von Kathrin Denner und Sara Glojnaric. Und manchmal Haftbefehl.
Bei welcher Musik werden Sie schwach?
Alles von Gustav Mahler. Besonders bei den Sinfonien 3, 5 und 9. Und auch bei „Poème symphonique“ von Ligeti. Hier wird mit so wenig so vieles in Frage gestellt und aufgezeigt, dass es fast weh tut.
Bei welcher Musik stellen Sie sofort das Radio ab?
Bei seichter Neoklassik, die tiefgründiger sein will als sie ist und bei Johann Strauss.
Mit welcher Melodie sollte Ihr Handy klingeln?
Je nachdem wer anruft entweder Haydn Trompetenkonzert 3. Satz oder wenn ich lieber nicht dran gehe: Cages 4’33’’.
Wenn Sie „König von Deutschland“ wären, was würden Sie als Erstes tun?
Sofort wieder eine Demokratie einführen.
Welches Talent würde man Ihnen nicht zutrauen?
Ich kann einen richtig guten Cappuccino oder flat white zubereiten.
Wie hieß Ihre erste Schallplatte?
Das war ein „best of“ Album der Count Basie Big Band, leider habe ich den Namen vergessen. Lange war das das Einzige auf meinem MP3 Player. Später kam dann das Album „Modern Trumpet“ von meinem Lehrer Reinhold Friedrich dazu. Ich fand das eine sehr gute Mischung.
Auf wen oder was können Sie am ehesten verzichten?
Johann Strauss und Könige.
Welches Musikstück erinnert Sie an das erste Rendezvous?
Incantation, Thrène et Danse von Alfred Desenclos. Wunderbares, viel zu selten gespieltes Werk mit traumhaft warmem zweiten Satz und viel französischem Flair.
Woran starb Mozart?
Am hitzigen Friselfieber. Ich schwöre, ich habe nicht gegoogelt!
Welche Musik soll zu Ihrer Beerdigung erklingen?
Alles, nur nicht Johann Strauss. Wobei grade das eigentlich ganz amüsant wäre.
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