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Lausitz erhält rund eine Million Euro für Kulturprojekte

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Lausitz erhält rund eine Million Euro für Kulturprojekte [update, 27.1.]

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26 Projekte in der Lausitz erhalten 2026 finanzielle Unterstützung für Kultur und das sorbische und wendische Erbe. Was hinter dem Förderprogramm steckt. 

In der brandenburgischen Lausitz werden 2026 insgesamt 26 Kulturprojekte mit rund einer Million Euro gefördert. Der vom Bund unterstützte Projektfonds Kulturplan Lausitz soll das regionale Kulturleben stärken und zugleich das sorbische und wendische Erbe bewahren.

Kulturministerin Manja Schüle (SPD) betonte, dass die Projekte den Strukturwandel in der Region begleiten, neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen und die Strahlkraft der Lausitz erhöhen sollen. «Mit unserem Förderfonds setzen wir eine zentrale Maßnahme aus dem Kulturplan Lausitz um, den wir gemeinsam mit der lokalen Kultur- und Kreativszene entwickelt haben», sagte Schüle.

Von den ausgewählten Projekten erhalten sieben jeweils bis zu 150.000 Euro, 15 kleinere Vorhaben bis zu 10.000 Euro, wie das Kulturministerium mitteilte. Vier Projekte mit dreijähriger Laufzeit werden mit bis zu 100.000 Euro pro Jahr gefördert. Insgesamt können bis zu 90 Prozent der Gesamtkosten übernommen werden. Die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern etwa aus Museen, Kulturämtern und Jugendzentren, wählte die Projekte aus 78 Bewerbungen aus.

 

[update, 27.1.]

Brandenburg stockt Fördermittel für Sorben/Wenden auf 

Die Sorben/Wenden sind eine Minderheit in Brandenburg und Sachsen, die schon Jahrhunderte dort leben und Traditionen pflegen. Die weitere Finanzierung ist für die nächsten Jahre gesichert.

Potsdam (dpa/bb) - Brandenburg stockt die Förderung für die Kultur und Sprache der Sorben/Wenden auf. Die Mittel für die Stiftung für das sorbische Volk stiegen von 3,9 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf knapp 4,9 Millionen Euro in diesem Jahr. Das habe das Brandenburger Kabinett beschlossen, teilte Regierungssprecherin Ines Filohn mit. Bis 2030 solle die Förderung von Brandenburg auf knapp 5,5 Millionen Euro pro Jahr wachsen.

Der Bund und die Länder Brandenburg und Sachsen finanzieren die Stiftung für das sorbische Volk gemeinsam. Die vereinbarte Steigerung der Mittel soll nach Angaben der Brandenburger Landesregierung in den kommenden Wochen unterzeichnet werden. Danach übernimmt der Bund die Hälfte der Finanzierung, Sachsen ein Drittel und Brandenburg 17 Prozent.

Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) hält die Förderung für wichtig: «Sorbische/Wendische Kultur, Sprache und Bräuche sind ein außergewöhnlicher Reichtum unseres Landes, den es zu bewahren gilt.»

Woidke und Kretschmer baten Bund um Unterstützung

Die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen, Dietmar Woidke (SPD) und Michael Kretschmer (CDU), hatten Kanzler Friedrich Merz (CDU) im vergangenen Jahr gebeten, sich für ein Abkommen über die gemeinsame Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk in der Ober- und Niederlausitz einzusetzen. Das bisherige Abkommen lief Ende 2025 aus.

Die Sorben/Wenden sind seit rund 1.500 Jahren in der Lausitz ansässig. Die Nachkommen slawischer Stämme pflegen Brauchtum und Tradition. Der Bund und die Länder Sachsen und Brandenburg unterstützen die Stiftung für das sorbische Volk.

 

 

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