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Präsentierten das ConBrio-Buchprogramm: Andreas Kolb und Nikoo Sareh

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Ein engagierter Auftritt

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Die nmz auf der Musikmesse akustika
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Band „Patchwork“ auf akustika +++ Einzelhandel, Musizieren und Musikproduktion im Zeitalter von KI +++ Betriebsnachfolge für Instrumentenbauer +++ Diskussionsrunde zum Lehrkräftemangel

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Band „Patchwork“ auf akustika

40 Jahre inklusiver Unterricht an der Musikschule Fürth e.V.

Daniela Holweg, stellvertretende Schulleiterin der Musikschule Fürth e.V., stellte auf der nmz-Solisten-Stage in Halle 7 der Nürnberger Musikmesse akustika die inklusive Schulentwicklung der Musikschule Fürth vor und zeichnete ihre ganz persönliche Entwicklung zur überzeugten Streiterin für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an hochwertiger musikalischer Bildung nach. Unterstützt wurde sie hierbei von dem inklusiven Musikschul-Ensemble „Patchwork“ unter der Leitung von Jan Hembacher.

Bereits bei ihrer Gründung im Jahr 1986 konzipierten Schulleiter Robert Wagner und sein Team die Musikschule Fürth als „Schule für alle“. Die Musikschule sollte ein Ort der Begegnung werden für alle Menschen, die ihre Begeisterung und Leidenschaft für Musik verbindet. Am 22. Mai 2026 wird das 40. Jubiläum auf zwei offenen Bühnen gefeiert und jeder kann selbst prüfen, ob diese Ansprüche eingelöst worden sind.

Am 13. Juni gibt es in der Musikschule Fürth einen Tag der öffenen Tür, der Einblicke ermöglicht ins reichhaltige Schulleben. Die Lehrpersonen der Musikschule stehen von 11 bis 16.30 Uhr für Gespräche zur Verfügung. Ab 10 Uhr bieten einige Musikschulbands auf der Parkbühne im Fürther Südtstadtpark ein buntes Musikprogramm.

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Foto: Bernhard Plechinger

Foto: Bernhard Plechinger 

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Messbare Rolle von Beratung und Wartung

Im Fokus: Einzelhandel, Musizieren und Musikproduktion im Zeitalter von KI

Bei dieser Veranstaltung auf der nmz-Bühne ging es um Musizieren, Musikproduktion und Instrumentenkauf in Zeiten des Internet. Ausblicke und Einschätzungen zum Thema boten Bernhard Kreuzer (Musiker, Tonmeister, Komponist, Gitarrentechniker für Sound Aktuell und freier Mitarbeiter beim ConBrio Verlag, nmz), sowie Gergely Szurgyi, Außendienstmitarbeiter und Gitarrist der Firma Hanika (unser Foto). Die von der akustika veröffentlichten Besucherzahlen geben Anlass zu der Hoffnung, dass unmittelbare Beratung und Auswahl des passenden Instruments sowie Service und Wartung auch zukünftig eine messbare Rolle im Geschäft des Fachhandels spielen werden.

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Im Fokus: Einzelhandel, Musizieren und Musikproduktion im Zeitalter von KI.  Foto: JM Koch

Im Fokus: Einzelhandel, Musizieren und Musikproduktion im Zeitalter von KI.  Foto: JM Koch

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Zeit der Stabübergaben

Betriebsnachfolge für Instrumentenbauer

In der hochkarätig besetzten Expertenrunde wurden folgende Themen behandelt:

  • Analyse des Marktes, branchenspezifische Eigenheiten, Zahlen aus der Musikwirtschaft
  • Der Königsweg: Gelungene ­Beispiele, Zeitachse der Übernahme für einen Unternehmer
  • Zusammenschluss, Übernahme, Veräußern. Wie stehen die Chancen?
  • Wie steht es um die Zukunft des ­Berufs Musikfachhändler:in?
  • Steuerliche Aspekte bei Übernahme oder Beendigung des Geschäftsbetriebs
  • Ermittlung des Unternehmenswerts durch den AWH Standard der Handwerkskammern
  • Warum ist die Zahl der Betriebsnachfolgen dennoch so gering? ­Geben Banken für dieses Segment Kredite?

Neben dem Austausch war eines der Ziele das Erstellen einer Liste von Unternehmen, die beabsichtigen, ihren Betrieb zu übergeben. Diese soll auch an Schulen, in den Verbänden veröffentlicht werden und auch in der nmz abgedruckt werden.

Unser Foto zeigt von links nach rechts:

  • BDO Präsident Jürgen Lutz, Daniel Knöll (SOMM)
  • Andreas Kolb (nmz-Chefredakteur)
  • Moderator Christoph Endres (Bundesinnungsmeister im Instrumentenbauhandwerk)
  • Christoph Knopp (GDM)
  • BDK Vertreter Uwe König (Stellvertretender Obermeister Instrumentenbauinnung)
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Betriebsnachfolge für Instrumentenbauer. Foto: Bernhard Plechinger

Betriebsnachfolge für Instrumentenbauer. Foto: Bernhard Plechinger

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Wertschätzung gefragt

Diskussionsrunde zum Lehrkräftemangel

„Wer will noch Musikschullehrer werden?“ Über den dramatischen Fachkräftemangel, den die Mikado-Studie prognostiziert hat, unterhielten sich auf der akustika Prof. Rainer Kotzian, Präsident der Musikhochschule Nürnberg, Gabriele Rüll, Leiterin der Musikschule Nürnberg, und Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Tonkünstlerverbands (DTKV), mit nmz-Redakteur Dr. Juan Martin Koch.

Drei Statements daraus:

Gabriele Rüll: Ich darf jetzt nicht nur für meine Musikschule sprechen, denn wir sind hier in Nürnberg in einer relativ privilegierten Situation, doch Arbeitsbedingungen sind schon ein Problem. Es ist ein Problem, wie wir bezahlt werden und es ist ein wahnsinniges Problem, wie wir anerkannt werden, wie die Wertschätzung und die Sichtbarkeit ist, die wir in der Öffentlichkeit erfahren. Nicht zuletzt ist es ein Problem von uns Musikschullehrkräften, dass wir uns – so empfinde ich es immer – inzwischen selbst ganz klein machen.

Christian Höppner: Wir versuchen im DTKV, die Kombination Künstler und Pädagoge auf eine Stufe zu stellen, weil beides zusammen gehört. Es gibt Länder in Europa, wo das selbstverständlich ist, wo der Lehrer auch als Künstler gesehen wird, und wo überhaupt der Lehrerberuf eine unglaublich hohe Wertschätzung hat. Daran mangelt es in unserer Gesellschaft. Das hat ein bisschen damit zu tun, dass wir alle zusammen – damit meine ich jetzt gar nicht einen bestimmten Verband – zu leise sind, im klar formulieren und im klar einfordern. Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen.

Rainer Kotzian: Es geht ja um eine menschliche Bildung, es geht auch um Musikvermittlung und es geht um eine eine pädagogische Grundhaltung, die das Künstlerische nicht nur nicht ausschließt, sondern weiterhin in den Mittelpunkt stellt. Und da glaube ich, haben wir noch einiges zu tun. Die Zukunft liegt darin, dass wir uns von diesen klassischen Berufsbildern verabschieden. Die meisten unserer künstlerisch-pädagogisch Absolvierenden sagen, ich möchte sowohl als auch: ich bin Künstlerin, ich bin Pädagoge und ich möchte Projekte realisieren. Ich sage nicht, dass man jetzt noch mehr Fächer zusammenlegen muss, sondern dass man auch den Mut zur Lücke, zur Flexibilität entwickeln muss, um diese Profilbildung zu ermöglichen.

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Diskussionsrunde zum Lehrkräftemangel. Foto: Bernhard Plechinger

Diskussionsrunde zum Lehrkräftemangel. Foto: Bernhard Plechinger

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