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Alle Artikel kategorisiert unter »Badenweiler Musiktage«

Zartes Spinnennetz aus Tonfäden

30.11.19 (Eleonore Büning) -
Der Phantomschmerz bleibt. Da führt kein Weg vorbei, jeder muss, vor und nach dem Konzert, unvermeidlich den Platz mit dem Römerbad Hotel überqueren, das fest in Spekulantenhand und seit nunmehr drei Jahren gänzlich stillgelegt ist. Immer noch eine Gründerzeit-Schönheit, trotz der toten Fenster. Nur im Küchentrakt glimmt Notlicht. Über drei Jahrzehnte hinweg hatte der Hotelier Klaus Lauer hier seine „Römerbad-Musiktage“ kuratiert, hatte Komponisten, Interpreten, Schriftsteller und Künstler aller Sorten um sich versammelt, mitsamt den Hotelgästen bewirtet und ins Gespräch gebracht, schließlich dergestalt einen exklusiven Treffpunkt für die Gegenwartsmusik geschaffen.

Die ferne Nähe als Paradigma

01.06.15 (Andreas Kolb) -
Es gibt Architektur, die von außen wirkt und Architektur, die von innen wirkt. Der Kursaal in Badenweiler zählt zur zweiten Kategorie. Erbaut in einer Zeit, in der pro Jahr 600.000 Besucher in das Thermalbad an den Hängen des Schwarzwaldes kamen, wirkt er heute, wo es nur noch um die 300.000 sind, überdimensioniert. Von außen konturlos, entwickelt das Haus von innen unerwarteten Charme durch seine terrassierte Anlage mit freiliegendem Mauerwerk und viel Licht, die den Anstieg zur Burgruine imaginiert und durch große Panoramafenster Burgberg und Saalanlage als Eines erscheinen lässt. Neben mehreren kleinen Sälen bildet der große Saal in Weinbergbauweise Platz für 500 Zuhörer, ein Allzwecksaal für Veranstaltungen jeder Art. Diesen Saal acht Mal im Jahr zu füllen – vier Tage im Frühling und vier im Herbst –, hat sich Klaus Lauer vorgenommen, der 1974 die legendären Römerbad-Musiktage gegründet hat und bis heute deren künstlerischer Leiter ist. Nach dem Exodus aus dem Oktaeder des Hotel Römerbad und einem Umweg über Bad Reichenhall, ist Lauer vergangenes Jahr nach Badenweiler zurückgekehrt und will an die Erfolge früherer Zeiten anschließen.

Und neue alte Klänge dringen wieder aus der Stille

04.06.14 (Gerhard Rohde) -
In der Richard-Strauss-Oper „Die schweigsame Frau“ spricht der lärmempfindliche Sir Morosus nach den vielen Turbulenzen in der Handlung das versöhnliche Schlusswort: Musik sei schön, meint er, aber schöner sei es, wenn sie vorbei ist.
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