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Alle Artikel kategorisiert unter »Camille Schnoor«

Eros thanatos um eine Witwe – Lehárs Erfolgsoperette zum 152-jährigen Jubiläum des Münchner Gärtnerplatztheaters

04.11.17 (Wolf-Dieter Peter) -
„Als sich um neun Uhr die Türen endlich auftaten, drängte die Masse mit so vehementer Kraft vorwärts, dass es der Schutzmannschaft nur unter Aufbietung aller Energie gelang, größeres Unheil zu verhüten. Kinder, die in Gefahr schwebten, erdrückt zu werden, mussten über die Köpfe hinweggezogen werden und mancher zerrissene Anzug, manch’ ruiniertes Kleid zeugten von dem Kampf um Billets, der am Gärtnerplatz getobt.“ Derartige Zeitungsmeldungen wie anlässlich der 150.Vorstellung von Lehárs „Lustiger Witwe“ am 15.April 1907 gibt es nun am 4.November 2017 nicht.

Dunkel getönte Ringelspiel-Oper – Johanna Doderers „Liliom“-Vertonung am Münchner Gärtnerplatztheater uraufgeführt

06.11.16 (Wolf-Dieter Peter) -
Giacomo Puccini wollte – und durfte nicht: Ferenc Molnár lehnte die Vertonung seines Sprechtheater-Welterfolg „Liliom“ ab. Verfilmungen stimmte er ab 1930 zu und nach langem Drängen auch der Musical-Fassung von Rodgers&Hammerstein als „Carousel“ am Broadway 1945. Nach Molnárs Tod 1952 verweigerte der nach ihm benannte Trust allen Kompositionsanfragen die Rechte. 2011 durfte John Neumeier zur Musik Michel Legrands eine Ballettfassung kreieren. Nach langen Verhandlungen bekam erfreulicherweise das Staatstheater am Gärtnerplatz die Zustimmung zur Vertonung.

So ist die Welt! Nur muss sie auch so sein? – Philippe Boesmans „Au Monde“ am Theater Aachen erstaufgeführt

07.12.15 (Georg Beck) -
Das Ambitionierte dieses Premierenabends war spürbar. Perfektion allenthalben. Szene, Bühne, Kostüm. Und es lief ja auch wie geschmiert. Auf- und Abtritte durch Schiebetüren, Umbauten auf offener Szene in immer neuen Sitz- und Hackordnungen zu einer Musik, die niemals störte, aufmuckte, vielmehr immer artig aus dem Graben verrätselte Bläser-Fragezeichen, gemurmelte Halbsätze gespielten Erschreckens versendete. Etwa so: „O, Welt!“
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