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Alle Artikel kategorisiert unter »Wolf-Dieter Peter«

Ästhetizismus – Münchens neuer „Tannhäuser“ erstirbt in eitel schönen Bildern

22.05.17 (Wolf-Dieter Peter) -
GMD Kirill Petrenko dirigiert erstmals „Tannhäuser“; Klaus Florian Vogt debütiert in der Titelrolle; dazu die Münchner Lieblinge Anja Harteros als Elisabeth und Christian Gerhaher als Wolfram, eingebettet in weitere Sänger-Sahne – und dann noch dieser gehypte Romeo Castellucci für die gesamte Bühne… ist München nicht einfach einsame Spitze?

Jesus, der Andere – „Jesus Christ Superstar“ als human-politische Klage am Münchner Gärtnerplatztheater

20.05.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Gesellschaftspolitisch ist es eine lange Diskussion wert: Was wäre, wenn er jetzt wiederkäme? Dieser Mann Jesus mit seinen human, politisch und moralisch zu dieser unserer Welt quer stehenden Ideen. Nach mehrfacher Beschäftigung mit dem Rock-Musical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice betont Gärtnerplatz-Intendant und Regisseur Joseph E. Köpplinger die Züge einer tragischen Rock-Oper – mit umjubeltem Erfolg.

Die Oper Nürnberg bietet eine „Norma“ im Nirgendwo

14.05.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Kooperation im künstlerischen Bereich ist etwas Begrüßenswertes. Peter Theiler, Intendant des Staatstheaters Nürnberg, pflegt diese insbesondere mit französischen Bühnen. Vincenzo Bellinis „Norma“ spielt nun außerdem im von Römern besetzten Gallien – da liest sich die Übernahme der Produktion eines französischen Teams für die Bühnen von Saint-Etienne und des Pariser Champs-Élysée auf dem Papier gut.

Nähe zu Figur und Expression

09.04.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Nicht generell „Oper im Fernsehen zuhause“, sondern genuin für das Fernsehen geschaffene Werke sind das Thema. Der Sammelband einer Tagung der Universität Siegen greift das Phänomen „Fernsehoper“ auf.

Das Werk der Stunde – Das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper beeindruckt mit Menottis „Der Consul“

29.03.17 (Wolf-Dieter Peter) -
„Kein Schiff, kein Strand für den, der im Meer ertrinkt – Müssen wir erst sterben, weil es von uns so viele gibt?“ – kein gewollt aktualisierender Einschub oder gezielte „Neuübersetzung“: so steht das im Libretto von Gian Carlo Menottis Musikdrama. Angesichts so vieler bemühter Versuche, die Problematik um Flüchtlinge jeglicher Art auf die Bühne zu bringen, bewies das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper: hier ist das gespenstisch aktuelle Werk - uraufgeführt 1950!

Münchens Staatsopern-„Campus“ theatralisiert Saint-Exuperys „Kleinen Prinzen“

25.03.17 (Wolf-Dieter Peter) -
„Man sieht nur mit dem Herzen gut“ ist der wohl berühmteste Satz in Antoine de Saint-Exuperys Welterfolg-Büchlein „Der kleine Prinz“. Dementsprechend lautet der nächste Satz „Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. Dennoch wagte das Kinder- und Jugend-Programm „Campus“ der Bayerischen Staatsoper nun eine Theatralisierung.

Die unbesungene Heldin singt – Münchens Gärtnerplatztheater ehrt „Frau Schindler“ mit einer Uraufführung

10.03.17 (Wolf-Dieter Peter) -
„Wir Frauen waren immer das Rückgrat und die Nachhut eines jeden gottverdammten Kriegs“ stärkt eine zweite starke Frau der Titelheldin der neuen Oper den Rücken – treffend, einen Abend nach dem Internationalen Frauentag und im historisch kritischen Blick auf die Ehefrau Oskar Schindlers. Dessen Rettung von 1200 Juden vor der NS-Vernichtungsmaschine wurde im Film „Schindlers Liste“ ein Denkmal gesetzt. In Steven Spielbergs tief beeindruckendem Meisterwerk kommt Ehefrau Emilie wenig mehr als vier Minuten vor – das will ein US-Team mit einer Oper ändern.

Operetten-Mut wird preisgekrönt – Ein neuer Preis von BR-Klassik für sogenannte „Leichte Muse“

26.02.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Josef Meinrad, Fritz Muliar, Heinz Erhard, Otto Schenk, Helmut Lohner… viele Könner bis zum unvergessenen Jörg Hube und jüngst sogar Peter Simonischek machten und machen sich sowie dem Publikum den Spaß: einer „Fledermaus“-Aufführung als Gefängnisdiener Frosch eine nach Slibowitz riechende, dazu aber frech anspielungsreiche Krone aufzusetzen. Ein neuer „Frosch“ krönt nun ein ganzes Jahr: eine Redaktion von BR-Klassik sichtete die leichtgeschürzte Muse auf Theatern im deutschsprachigen Raum – und vergab nun erstmals den „Frosch für Operetten-Mut“.

Scheiternde Frauen in Umbruchszeiten – Frankfurts Oper mit „Les Troyens“ von Hector Berlioz

21.02.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Berlioz’ groß angelegte Adaption der Epen von Homer und Vergil, vom Fall Trojas, von Aeneas Flucht, vom Kurzen Liebesglück in Karthago: in moderne Zeiten verlegen? Oder gänzlich von ihnen „ins Menschliche“ abstrahieren? Oder gar Samuel Huntingtons wieder aktuellen „Kampf der Kulturen“ inszenieren? Oder…? Das ist die szenische Herausforderung. Die musikalische: eine Wagners „Ring“ vergleichbare Besetzung finden. Frankfurts Oper brillierte bis auf einen Gast mit einer Besetzung aus dem Hausensemble.

Vom Zauber des Augenblicks – Münchens Gärtnerplatztheater entstaubt Kálmáns „Faschingsfee“

18.02.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Leichte-Muse-Quiz: Welche Operette spielt in München? Ja, Paris, Budapest, Wien und Berlin fallen dem Liebhaber der leicht geschürzten Muse sofort ein – aber diese Bier-Hauptstadt? Doch nach dem Welterfolg der „Csárdásfürstin“ 1915 wurde Emmerich Kálmán bestürmt – und seine so theatererfahrenen wie umtriebigen Librettisten Willner und Österreicher spiegelten die Handlungsstruktur des vorausgegangenen Csárdás-Erfolges „standesverkehrt“ ausgerechnet in den Münchner Fasching von 1917…
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