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Alle Artikel kategorisiert unter »Wolf-Dieter Peter«

Lenny forever – Fulminante Vorgeburtstagsfeier von Leonard Bernsteins 100.Geburtstag in München

17.02.18 (Wolf-Dieter Peter) -
In der Papierform das derzeit Übliche: jeglicher Ehrentag wird heutzutage in allen Medien nicht am exakten Datum, sondern vorweg abgehandelt und gefeiert. Dass Leonard Bernsteins runder Geburtstag statt am 25.August nun schon mit einem Musiktheaterabend gefeiert wurde, ließ dennoch fast den Kopf schütteln – und dann hingerissen staunen…

Historisch und emotional vermintes Musiktheater

14.02.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Anlässlich einer Neuinszenierung von Fromental Halévys „La Juive“ veranstaltete Antwerpens Opera Vlaanderen ein Symposium, bei dem Einflüsse jüdischer Kultur und Opernkunst multiperspektivisch betrachtet werden sollten. Entsprechend international war das Podium mit Wissenschaftlern und Künstlern besetzt. Der zweisprachige Band fordert das Englisch des deutschen Lesers fachspezifisch und nuanciert zu Musik, Kunst und Psychologie heraus.

Münchens Gärtnerplatztheater landet mit „My fair Lady“ einen weiteren Spielplan-Hit

14.02.18 (Wolf-Dieter Peter) -
„Deutsch und Spanisch sind für Ausländer zugänglich: Englisch noch nicht einmal für einen Engländer!“ stellte George Bernard Shaw im Vorwort zu seinem Drama „Pygmalion“ ironisch fest. Aus dem Schauspiel machten Alan Jay Lerner und Frederick Loewe 1956 einen Musical-Welterfolg, dem erst 1984 eine Inszenierung am Gärtnerplatztheater folgte: Cornelia Froboess, Helmut Griem, Lambert Hamel und Regisseur August Everding zündeten einen Dauerbrenner – 234 Vorstellungen bis 2011. Die Messlatte für die Neuinszenierung lag also hoch.

Deprimierende Divendämmerung – In Augsburg missglückt Rufus Wainwrights „Prima Donna“

04.02.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Grande Opéra und Primadonna und Scheitern und Comeback – alles herrlich dramatische Vorgaben für ein Werk, das „Oper über Oper in einer Oper“ bietet. In der Papierform las sich also das Augsburger Projekt reizvoll. Doch die Bühnenrealität enttäuschte.

Charles Gounods Grande Opéra „Le Tribut de Zamora“ konzertant in München

29.01.18 (Wolf-Dieter Peter) -
„Vive la France“ ertönt bei vielen Gelegenheiten in Frankreich – weniger auf den landeseigenen Konzert-Podien und Bühnen. So verweist Alexandre Dratwicki, der wissenschaftliche Leiter des Palazetto Bru Zane, auf ganze Karteikartenreihen im Archiv der Bibliothèque National: mit kaum je gespielten Werken französischer Komponisten. Daher die Begeisterung für die Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, was zur Aufführung der seit rund 100 Jahren schlummernden letzten Oper Gounods im Münchner Prinzregententheater führte.

Von Klang und Lärm – und Stille. Münchens Gärtnerplatztheater feiert Konstantin Weckers Geburtstag nach

28.01.18 (Wolf-Dieter Peter) -
„70 – und kein bisschen leise“ darf der Musikfreund ihm erfreut bestätigen. Wo immer über die dominierende Polit-Phraseologie hinaus starke Worte und mehr noch: in Herz und Hirn zündende Töne notwendig sind, um Missstände offenzulegen und anzuprangern – da ist Konstantin Wecker dabei, reist meist auf eigene Kosten an, tritt auf und macht Mut. Zu seinem 70. Geburtstag war das Gärtnerplatztheater noch nicht wiedereröffnet. Jetzt wurde mit einer musikalisch-literarischen Uraufführung nachgefeiert.

Theatralischer Fehlschuss – Lortzings „Wildschütz“ am Münchner Gärtnerplatztheater

21.01.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Wenn 1842 in Albert Lortzings Spieloper „Der Wildschütz“ ein vom Grafen wie ein Domestik gehaltener und von den Menschen des Ortes halb bespöttelter, halb als Autorität anerkannter Dorfschullehrer 5000 Taler bekommt und singt „…nun auf einmal Kapitalist“ – dann hatte das im Umfeld von Industrialisierung im Manchester-Stil und Standesgesellschaft kritisch eindeutigen Hintersinn: sechs Jahre vor der Revolution von 1848. Davon war in der Münchner Neuinszenierung nichts zu erahnen.

Von Wort und Ton – und Tat: „Capriccio“ von Richard Strauss an Frankfurts Oper beeindruckt

15.01.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Ein Flucht-Werk. Denn 1775, inmitten virulenter Krisen des Absolutismus und einem guten Jahrzehnt vor der großen Revolution, nahe Paris über das Verhältnis von Wort und Ton in der Kunst zu diskutieren, geistreich, ironisch sich selbst bespiegelnd – das war genauso wirklichkeitsfremd, wie sich jahrelang vor der Uraufführung 1942 mit den gleichen Problemen zu beschäftigen, jetzt schon von nächtlichen Bombenangriffen tödlich bedroht. Richard Strauss ließ das Werk mit einem Fragezeichen enden. Brigitte Fassbaender wurde konkret.

DVD-Tipps 2017/12 (1)

29.12.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Franco Faccio: Amleto/Hamlet +++ Hector Berlioz: Béatrice et Bénédict +++ Wolfgang Amadeus Mozart: Des Königs Zauberflöte

Von Moses, Flucht und Ankommen – Jugendprojekt der Bayerischen Staatsoper

17.12.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Die Titelseite des Programmhefts ist voll mit hierzulande üblichen Paragraphenkürzeln. Nur mühsam lässt sich dazwischen der Name „MOSES“ buchstäblich „entziffern“. Das ist ein gelungener Einstieg in die mit „NOAH“ 2016 begonnene Zusammenarbeit von jugendlichen Migranten mit Münchner Youngstern (vgl. nmz.de/online vom 13.05.2016). Nicht nur, dass Moses in Bibel wie Koran eine Rolle spielt, da sind eine ganze Menge weiterer Parallelen zu entdecken.
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