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Alle Artikel kategorisiert unter »Wolf-Dieter Peter«

Analyse einer Liebesutopie – Wagners „Tristan und Isolde“ an der Oper Frankfurt

20.01.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Ensembleplanung – auch damit liegt die Oper Frankfurt vor vielen anderen Kompanien. Ein aus Wagners eigener Sicht „furchtbares“, anfangs sogar von den damaligen Wiener Philharmonikern für unspielbar gehaltenes Werk weitgehend mit eigenen Kräften besetzen zu können – darüber staunte unser Kritiker Wolf-Dieter Peter und glaubt, dass nach der Premiere bei einigen Sänger-Agenturen die Telefone heiß laufen …

Vielfältiges Künstlerschicksal

19.01.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Es gibt zumindest drei Musiktheaterwerke, die wie Monolithen aus den Freuden des Schöngesangs aufragen: Alban Bergs „Wozzeck“ und „Lulu“ sowie Bernd Alois Zimmermanns „Soldaten“. Da wird den Mühseligen und Beladenen ein künstlerisches Denkmal gesetzt, da sollte der Zuschauer am Ende aufstehen und die Verhältnisse ändern wollen. Seit den Bregenzer Sommerfestspielen 2010 kommt ein vierter Monolith hinzu: Mieczyslaw Weinbergs „Die Passagierin“ – eine bühnenwirksame Oper, die tatsächlich den Holocaust und seine Nachwirkungen so künstlerisch hochklassig thematisiert, dass alle möglichen Peinlichkeiten unterbleiben. Mit dieser späten Entdeckung, Konzerten und einem Symposium etablierte Bregenz den Komponisten im Musikleben (siehe auch Seite 3).

Psycho statt Liebe – Hans Abrahamsens “The Snow Queen“ in München

22.12.19 (Wolf-Dieter Peter) -
An der Bayerischen Staatsoper München konnte die Deutsche Erstaufführung von Abrahamsens „Märchenoper“ nicht überzeugen, findet unser Kritiker Wolf-Dieter Peter. „Andersens geradewegs auf unsere Gesellschaftsprobleme zielende ‚Märchenbotschaft‘ wurde nicht fürs Musiktheater gewonnen … Jubel dagegen für alle Solisten und die faszinierende Ästhetik von Thors Szenerie.“

Vernachlässigte Schicksalsmusik – Ein Gedächtniskonzert zu Mieczyslaw Weinbergs 100.Geburtstag

12.12.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Dem Münchner Konzert- und Opernleben muss der Musikfreund immer noch ein Stück Geschichtsbewusstsein wünschen: nicht nur, dass die Schicksale Nazi-verfolgter und speziell jüdischer Musiker in der Stadt noch nicht umfassend und gründlich erforscht sind – sie werden auch wenig öffentlich aufgeführt. Das gilt auch für Mieczyslaw Weinberg, dessen fulminante Wiederentdeckung 2010 bei den Bregenzer Festspielen bislang weitgehend an München vorbeigeht – nur das Jewish Chamber Orchestra feierte soeben Weinbergs 100. Geburtstag.

Inkonsequente Aktualisierung – Faurés „Pénélope“ an Frankfurts Oper

03.12.19 (Wolf-Dieter Peter) -
In der ohnehin herrlich vielfältigen, weltweit beneideten deutschen Opernlandschaft schmücken sich die Häuser gerne mit Uraufführungen. Frankfurts Oper erkundet darüber hinaus auch blinde Flecken oder kaum erkundete Ränder des Repertoires – jetzt Gabriel Faurés einziges Musikdrama „Pénélope“, 1913 im damals auf Novitäten und Avantgarde erpichten Monte Carlo uraufgeführt. Auch unser Kritiker Wolf-Dieter Peter reiste an, um das Werk erstmals auf der Bühne zu erleben.

Korngolds „Die tote Stadt“ wird im Münchner Nationaltheater gefeiert

19.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Endlich! München, die einstige „Hauptstadt der Bewegung“, deren Theater sich eifrig den braunen Kulturbarbaren angedient haben, hat ein Spielplan-Defizit. Auch im Bereich des Musiktheaters ist die alles Staunen werte Phalanx von Komponisten, die schon lange vor 1933 widerlich abqualifiziert und dann nicht mehr gespielt wurden, lang und breit. Nach 1955 jetzt endlich eine Serie von Korngolds „Opernhit von 1920“ – doch die Freude unseres Kritikers Wolf-Dieter Peter blieb nicht ungetrübt.

Fascho-Fantasy um Tosca – Münchens „anderes Opernhaus“ wagt sich an Puccinis Verismo-Thriller

15.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Seit Berlin auf dem Weg zur europäischen Metropole ist, tut sich München mit dem lange geltenden Titel „Heimliche Hauptstadt“ schwer. Doch eben zieht das Staatstheater am Gärtnerplatz, im Kern Münchens Komische Oper, mit dem Berliner Namenspartner gleich: es nimmt Werke ins Repertoire, die in Konkurrenz zum Spielplan der Staatsoper im Nationaltheater stehen. Ob diese Parallelität künstlerisch ergiebig ist, prüfte unser Kritiker Wolf-Dieter Peter.

Brutalismus aus US-Sicht – Frankfurts „Tamerlano“ kann nur gesanglich beeindrucken

10.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Innovation kommt ja oft „von außen“. In der Theatergeschichte finden sich zahlreiche Beispiele, wie die Off-Szene in die etablierten Häuser hineingewirkt hat und oft sogar selber zum Main-Stream wurde. Frankfurts Oper holte nun aus New York einen Händel-Fan, der in Kunstgalerien, Hallen und Festivals inszeniert hat und aufgefallen war. Auch unser Kritiker Wolf-Dieter Peter hoffte auf neue Händel-Aspekte.

Erschreckend aktuell: Puccinis „Manon Lescaut“ in Frankfurt erschüttert

07.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Dass ein Klassiker zeitlos gültig ist, können meisterhafte Interpreten doch immer wieder beweisen. Den nicht nur „Puccini schlürfenden“, sondern mit-denkend-fühlenden Musiktheaterfreund erfreut das zutiefst. Das muss nicht Festspielen und ihren besonderen Produktionsbedingungen vorbehalten sein. In Frankfurts innovationsfreudigem Opernhaus erschreckt und bestürzt ein derartiges Erlebnis sogar – und unser Kritiker Wolf-Dieter Peter war dabei.

Naturalismus versus Abstraktion – „Lady Macbeth von Mzensk“ in Frankfurt

04.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Eine gegen dominierende patriarchale Strukturen mörderisch aufbegehrende Frau und der direkt über den massiven Blechbläsern samt Schlagwerk sitzende Stalin samt Parteientourage – das musste 1934 lebensgefährlich schief gehen: der 28jährige Dmitri Schostakowitsch fürchtete fortan um sein Leben. Das ist vorbei – doch in unseren „#metoo“-Zeiten ist das Werk virulenter denn je – weshalb unser Kritiker Wolf-Dieter Peter auf eine sehr „heutige“ Deutung hoffte.
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