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Alle Artikel kategorisiert unter »Wolf-Dieter Peter«

Strauss unbedingt verschlimmbessern – Die Münchner Opernfestspielpremiere „Salome“

28.06.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Der Salome-Stoff im Jahr 2019 – da gäbe es leider Anknüpfungspunkte, denn grässlicherweise sind ja Enthauptungen von unliebsamen Köpfen wieder aktuell geworden. Also war in der Strauss-Metropole München zu Beginn der Opernfestspiele etwas zu erwarten. Doch den Buh-Sturm für das Bühnenteam fand Wolf-Dieter Peter völlig angemessen.

Allerlei Symbolistisches von Ratio und Rausch – Karol Szymanowskis „Król Roger“ an der Oper Frankfurt

03.06.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Schon 1920 konstatierte der Frankfurt später eng verbundene Kritiker Hans Heinz Stuckenschmidt, dass die Musikwelt dem Kulturland Polen zwei Größen verdankt: den „elegischen Ekstatiker Chopin“ und den „ekstatischen Elegiker Szymanowski“. Dennoch kam es erst jetzt zur Frankfurter Erstaufführung des 1926 fertiggestellten und dann opernweltweit zwar wiederholt gespielten, aber doch in vieler Hinsicht besonderen Werkes. Nach einer begeisternden Bregenzer Festspielaufführung 2009 war Kritiker Wolf-Dieter Peter gespannt auf einen anderen Ansatz.

Zertanztes Frauenschicksal – Cherkaoui scheitert in München an Glucks „Alceste“

28.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Dienen – gar sich opfern? Ganz schön uncool in unseren Zeiten der Egomanen und ihrer Ego-Trips! Oder: typisch alter Opernstoff, irgendwie mythisch entrückt. Dann hat Christoph Willibald Gluck auch noch quasi-religiöse Ritualtänze, Pantomimen-, Kampf- und Feier-Musik in die Handlung integriert. Eine spezielle Herausforderung, weshalb der Belgier Cherkaoui mit seiner Tanzkompagnie Eastman für die Neuinszenierung an der Bayerische Staatsoper verpflichtet wurde. Wolf-Dieter Peter bleibt von der Inszenierung enttäuscht zurück.

Groteske ohne Biss – Henzes „Der junge Lord“ im Münchner Gärtnerplatztheater

24.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Die verblendet-blinde Anbetung von Status und Image: ein schönes Thema für „München“ als „Fall“. Und wenn dann noch zwei Künstlergrößen wie Hans Werner Henze und Ingeborg Bachmann für Musik und Text stehen, alles von Brigitte Fassbaender auf die Bühne gebracht wird - dann sollte das ein entlarvender Spiegel für die schicke Weltstadt mit Herz werden – hoffte Kritiker Wolf-Dieter Peter.

Kroatischer Hans-im-Glück – Jakov Gotovacs Nationaloper „Ero der Schelm“ in München

21.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
„Kommissar Batic, übernehmen Sie!“ musste der anwesende Miroslav Nemec eigentlich gebeten werden. Denn ein Maskierter eroberte in Heiratsschwindler-Manier das Herz einer Schönen, entführte sie, belog und betrog Schwiegereltern und Öffentlichkeit – und kam straffrei davon. Doch der kroatisch stämmige Tatort-Kommissar verstand das alles viel besser und amüsierte sich muttersprachlich bestens: schließlich passiert das alles seit 1935 bis heute über 700mal in Zagreb. Wolf-Dieter Peter hat es sich angehört.

Pina Bauschs Shakespeare-Visionen im Wuppertaler Opernhaus

18.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Eine besondere Premiere: Die Shakespeare-Gesellschaft tagt und Peter Zadek hat Pina Bausch zu einem „Macbeth“-Abend ins Schauspielhaus Bochum gelockt. Doch es erklingt vieles mehr als Verdi… und erst auf der Bühne! Kein übliches Königsdrama! Unruhe, Gelächter, höhnische Zwischenrufe, hämischer Anti-Beifall, türenknallendes Saal-Verlassen … die Skandal-Premiere schlechthin – damals am 28.April 1978. Soeben: eine enthusiastisch gefeierte Neueinstudierung nach 41 Jahren! Wolf-Dieter Peter berichtet.

Kind im Geisterhaus – Psychologischer Tiefgang in Händels „Rodelinda“ an der Oper Frankfurt

14.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
„Alles, was man vergessen hat, schreit im Traum um Hilfe“ stellte Elias Canetti in seinen Aufzeichnungen fest. Das zeigte die aus Madrids Teatro Real übernommene Inszenierung eines über 290 Jahre alten Meisterwerkes: Humane Gültigkeit über alle Zeit hinweg.

Media-Mix-Musiktheater – Gerhard Stäblers „Simon“ im Münchner Theater für Junges Publikum

04.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Tausend Likes und trotzdem einsam – so sieht die digitale Kommunikation vieler Jugendlicher derzeit oft aus. Der norwegische Autor Christopher Grøndahl schrieb darüber ein Kammerspiel, das die Zielgruppe ansprechen sollte. Der in Crossover-Projekten erfahrene Gerhard Stäbler vertonte das Stück 2015, das über die Opernhäuser Oslo und Linz nun an die Münchner „Schauburg“, das Kinder- und Jugend-Theater.

Ravels „L’Heure espagnole“ in der Studiobühne des Münchner Gärtnerplatztheaters

01.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Fingerübungen für den Nachwuchs müssen sein: da reift die nächste Generation des weltweit beneideten „Theaterwunderlandes Deutschland“ heran, wird gefordert, kann sich ausprobieren und auch mal über die Stränge schlagen. Dafür sind die Experimentier- oder Studio-Bühnen etablierter Häuser da. Parallel zur Musical-Premiere oben im Großen Haus, reifte im Keller auf der durch die Generalsanierung neu eingefügten Studiobühne des Gärtnerplatztheaters ein Ravel-Einakter heran.

Bitter-Süßes vom Broadway – Bernsteins „On the Town“ im Münchner Gärtnerplatztheater

27.04.19 (Wolf-Dieter Peter) -
28.Dezember 1944 – das Premierendatum des ersten Bernstein-Musicals macht nachdenklich: im Deutschen Reich wurde das fanatisch-pathetische Durchhalte-Machwerk „Kolberg“ mit seiner unerträglichen Kriegsverklärung im Schneideraum fertiggestellt und dann am 30.Januar 1945 uraufgeführt; gleichzeitig wurde im New Yorker Adelphi Theatre bereits vier Wochen lang der Lebenshunger von drei US-Navy-Matrosen auf 24 Stunden Landurlaub bejubelt – und lief mit 463 Aufführungen weit über das Kriegsende hinaus.
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