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Alle Artikel kategorisiert unter »Florian Neubauer«

Maschinenmensch ohne Moral: Philip Glass‘ „In der Strafkolonie“ in Gera

11.03.20 (Roland H. Dippel) -
Station Drei der fünf Inszenierungen von Philip Glass' „In the Penal Colony“ an deutschen Theatern in der Spielzeit 2019/20: Auch auf der Bühne am Park des Theaterhauses Gera spielt man die deutsche Übersetzung von Cordula Engelbert und Bettina Rohrbeck. Hier ist Töten die Aufgabe eines nicht näher spezifizierten Mischwesens zwischen Mensch und Maschine. Das hat Konsequenzen für die dadurch drastisch reduzierte Vielschichtigkeit von Franz Kafkas Erzählung. Denn eine programmierte Maschine hat keine Verantwortung für die von ihr vollbrachten Hinrichtungen – der Mensch schon, selbst wenn er im Auftrag anderer handelt. Von Roland H. Dippel

Viermal Hoffmann, einmal Donna Anna – Intelligenter Offenbach in Gera

04.12.18 (Roland H. Dippel) -
„Don Giovanni“ steht auf dem Programmheft und auf dem Transparent über dem Portal. Dann blinzelt im Prélude Goethe ins Auditorium, aber nur vom Video als Büste in der Fassade des Geraer Jugendstil-Theaterbaus. Sofort landet die vergoldete Dachstatue des schönen Gebäudes als Muse auf dem Orchestersteg und outet sich als eifersüchtiges Frauenzimmer, die E. T. A. Hoffmann ganz für sich will. Deshalb verkleidet sie sich in Wolfgang Amadeus Niklas und macht den Dichter zum Alkoholiker. In Gera spielt man „Hoffmanns Erzählungen“ als das, was dieser Opern-Torso ist: Ein immer wieder neues Opern-Abenteuer mit Glücksmomenten und Fallen!

Zweifel und Gewissheit: Udo Zimmermanns „Weiße Rose“ in Gera

12.02.18 (Roland H. Dippel) -
Einer von mehreren Themenzyklen, mit denen Generalintendant Kay Kuntze und sein Chefdramaturg Felix Eckerle den kräftig in die überregionale Beobachtung aufsteigenden Spielplan des Theaters Altenburg-Gera überziehen, lautet „Wider das Vergessen“. Am 6. Januar sendete der Deutschlandfunk die Aufzeichnung der hebräischen Kammeropern „Saul in Ein Door“ von Josef Tal und der Uraufführung „Die Jugend Abrahams“ von Michail Gnesin. Bundesweit war das eine der aufwändigsten und wichtigsten Studioproduktionen dieser Spielzeit, jetzt folgt mit Udo Zimmermanns „Weiße Rose“ in der durchkomponierten Fassung von 1985 ein weiteres ambitioniertes Projekt der kleineren Form „Zum 75. Gedenktag der Widerstandsbewegung“.
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