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Alle Artikel kategorisiert unter »Julie Martin du Theil«

Im Sandkasten der Macht – Impuls-Festival für zeitgenössische Musik in Sachsen-Anhalt startet mit der Uraufführung von „Spiel im Sand“ in der Oper in Halle

14.10.17 (Joachim Lange) -
Die Oper in Halle ist mit ihrer Raumbühne HETEROTOPIA eine Nominierung für den Theaterpreis FAUST gelungen. Sie erlaubte eine interaktive Perspektive auf den Fliegenden Holländer, lieferte aber vor allem für die von der Oper Halle in Auftrag gegebene Uraufführung von Sarah Nemtsovs Oper SACRIFICE und für Elfriede Jelineks WUT einen kongenialen szenischen Rahmen. Um die Fernwirkungen, die die Verwerfungen im Nahen Osten in einer globalisierten Welt haben, geht es auch bei der Uraufführung von SPIEL IM SAND. Ganz direkt im ersten Teil, zu dem die junge Chinesin Leyan Zhang eine Percussion-Komposition zu den vorwiegend gesprochenen Passagen beisteuert.

Frei wie die Vögel in der Voliere – Oper Magdeburg bringt Philippe Boesmans Kammeroper „Julie“ heraus

08.11.16 (Joachim Lange) -
Es war eine der Opern-Uraufführungen mit Folgen, die da 2005 in der Brüsseler La Monnaie als Strindberg-Veroperung über die Bühne ging. Für Philippe Boesmans Kammeropern-Einakter „Julie“ hatte Theaterlegende Luc Bondy das deutschsprachige Libretto aus dem Stück „Fräulein Julie“ von 1888 destilliert. Da die Uraufführungsinszenierung, die ebenfalls von Luc Bondy besorgte, zu den Wiener Festwochen und zum Festival nach Aix-en-Provence weitergereicht wurde, bekam das Werk gleich einen nachhaltigen Schubs auf die Bühnen. Für das klug gebaute Ergebnis braucht man zudem „nur“ drei Solisten und ein Kammerorchester. Machbar ist das für jedes Haus mit etwas Ehrgeiz fürs Neue.

Die Indifferenz der Gewalt – „Die Andere“ von Sidney Corbett und Christoph Hein in Magdeburg uraufgeführt

19.03.16 (Martin Hufner) -
Sachsen-Anhalt kann auch mit anderem als der AfD aufwarten. Eine Opern-Uraufführung am Theater Magdeburg erweist sich als musikdramatisches Rätsel, das im besten Sinne viele Fragen aufwirft. Martin Hufner war dabei und rätselt noch immer vor sich hin.

Auf dem Rechtsweg verloren – Deutsche Erstaufführung von Philip Glass’ Kammeroper „Der Prozess“ am Theater Magdeburg

03.04.15 (Joachim Lange) -
Es ist eine pfiffige Marketingidee dieses Kombiticket für drei Werke der Moderne, zu der sich die Opernhäuser in Chemnitz, Halle und Magdeburg da zusammen getan haben. Wer in Chemnitz „Paradise reloaded“ von Peter Eötvös, in Halle Hans Werner Henzes „Phaedra“ und in Magdeburg die Philip Glass Kammeroper „Der Prozess“ besucht, der bekommt die jeweils anderen beiden, wenn er interessiert, auf den Geschmack gekommen und reiselustig ist, die jeweils anderen beiden Stücke zum halben Preis. Ob das funktioniert, wird man sehen – die Idee jedenfalls hat Charme.

Wenn die Zeit verrinnt – Der Oper in Magdeburg gelingt ein überzeugender Rosenkavalier

24.02.14 (Joachim Lange) -
Der „Rosenkavalier“ ist ein funkelndes Opern-Schmuckstück. Und ein heikles obendrein. Für das Volle-pulle-Terzett, dass der Liebhaber der Orchester- und Stimmenopulenz Richard Strauss zu dem so lebensweisen wie fremd-charmanten Text Hugo von Hofmannsthals da in den dritten Akt komponiert hat, braucht man exzellente Protagonistinnen, damit das nicht zum Geschrei wird. Und es braucht einen Dirigenten, der das Orchester spätestens da so im Griff hat, damit es eine Chance gibt, etwas von dem, was man in den Übertiteln mitliest, auch wieder zu erkennen.
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