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Alle Artikel kategorisiert unter »Münchner Biennale für neues Musiktheater«

Zwingende Zumutung: „The Damned and the Saved“ von Malin Bång und Pat To Yan bei der Münchner Biennale

16.05.22 (Juan Martin Koch) -
Als letzte Uraufführung der diesjährigen Münchner Biennale für neues Musiktheater ging „The Damned and the Saved“ über die Bühne der Muffathalle. Was Komponistin Malin Bång aus der Vorlage von Pat To Yan gemacht hat, ergibt den schlüssigsten Premierenabend des Festivals, findet Juan Martin Koch.

Der Demagoge tänzelt übers Grün: „The Little Lives“ von A.L. Kennedy und Ann Cleare bei der Münchner Biennale

12.05.22 (Juan Martin Koch) -
Zwischen Brexit-Irrsinn und Corona-Lockdowns kann einem schon mal ein wenig klaustrophobisch zumute werden. Die auch hierzulande bekannte und präsente schottische Autorin A.L. Kennedy hat dieses Gefühl für die Münchner Musiktheater-Biennale in ein Libretto gegossen, das auf den ersten Blick eine interessante szenische Konstellation verspricht.

Konfrontieren statt reflektieren: Eindrücke vom Eröffnungswochenende der Münchner Biennale

09.05.22 (Juan Martin Koch) -
Mit zwei auf sehr unterschiedliche Weise schmerzhaft aktuellen Produktionen zu Krieg und Vertreibung einerseits und Alltagsrassismus andererseits ist die Münchner Biennale für neues Musiktheater eröffnet worden. Juan Martin Koch hat Bernhard Ganders „Lieder von Vertreibung und Nimmerwiederkehr“ gesehen und das VR-Dokutheaterprojekt „Davor“ erlebt.

Public Viewing einmal anders – Die Münchner Biennale für neues Musiktheater

10.06.16 (Anna Schürmer) -
Läuft man die Zufahrtsstraße zum Münchner Muffatwerk entlang, passiert man eine Ahnengalerie von Plakaten, die kommende Ereignisse ankündigen. Eines davon zeigt einen sehr dicken Mann, der voller Energie ausholt, um einen Ball – den sein imposanter Bierbauch doppelt – vollspann ins Tor zu donnern. Klar, die Fußball Europameisterschaft steht vor der Tür und ist in Zeiten des Public Viewing auch außerhalb der Stadien ein einträgliches Geschäft, genährt von den Erwartungen an ein neuerliches Sommermärchen.

Erschöpfende Bewegungen, rückwärts und seitwärts

04.06.14 (Juan Martin Koch) -
Schlichter, betörender Gesang, begleitet von Theorbe und Barockharfe: Fast schien es so, als wolle die zeitgenössische Oper endgültig in den Schoß ihrer Ursprünge zurückkehren. Mit „Das geopferte Leben“ legte der katalanische Komponist Hèctor Parra zum Abschluss der 14. Münchner Biennale für neues Musiktheater ein Werk vor, das im Orchestergraben Alte und die Neue Musik virtuos ineinander verschränkt, das sich bisweilen aber eben auch ganz in die Intimität des frühbarocken „recitar cantando“ zurückzieht.

Tod, wo ist dein Stachel? „Das geopferte Leben“ von Hèctor Parra und „Die Befristeten“ von Detlev Glanert bei der Münchner Biennale

21.05.14 (Juan Martin Koch) -
Als umgekehrter Orfeus ist er vom Tod ins Leben zurückgekehrt. Aber dort wissen Witwe und Mutter nichts Rechtes mit ihm anzufangen. Diesen Schwebezustand hat Hèctor Parra in seiner Biennale-Oper „Das geopferte Leben“ in den Zwischenräumen von Alter und Neuer Musik angesiedelt. Ein weiblicher Tod hüllt ihn in postbarocke Koloraturen.

Der Komponist spricht: Dieter Schnebels leichtfüßige Gänge durch „Utopien“ bei der Münchner Biennale

18.05.14 (Juan Martin Koch) -
Ein Wink mit dem Wischmob: Unterm Vorhang lugt er hervor und kehrt gleich einmal sämtliche Befürchtungen beiseite, Dieter Schnebels „Utopien“ könnten unter ihrer philosophischen Last erdrückt werden – und das Publikum mit ihnen. Stattdessen lädt der 84-jährige Komponist mit seiner Arbeit für die Münchner Biennale zu einem Spaziergang durch sein Denken und sein musikalisches Schaffen der letzten Jahrzehnte ein.

Jenseits der Worte: Nikolaus Brass’ „Sommertag“ und Claude Viviers „Kopernikus“ bei der Münchner Biennale

13.05.14 (Juan Martin Koch) -
Dem nachzuspüren und Ausdruck zu verleihen, was in, aber auch zwischen den gesungenen Worten angelegt ist: Das hat Opernkomponisten seit den Anfängen der Gattung beschäftigt. Mit großer Sorgfalt hat sich nun auch Nikolaus Brass mit seinem späten Opernerstling dieser immer wieder neuen Aufgabe gestellt. Als Grundlage seines im Rahmen der Münchner Biennale uraufgeführten „Kammermusiktheaters“ hatte er das Stück „Sommertag“ des norwegischen Dramatikers Jon Fosse gewählt.

Die Klangbombe der Restauration: „Vastation“ von Samy Moussa und Toby Litt bei der Münchner Biennale

09.05.14 (Juan Martin Koch) -
Samy Moussa hatte sich im Vorfeld seiner Biennale-Uraufführung weit aus dem Fenster gelehnt: Einen „Bruch mit der Kultur des Experiments“ wolle er vollziehen, die „leider allzu oft Hässlichkeit“ hervorbringe. Dem setzen er und sein Librettist Toby Litt mit „Vastation“ eine konventionelle, an der Schnittstelle von Politik und Privatem angesiedelte Handlungsoper entgegen. Neunzig Minuten süffiges, effektsicheres Musiktheater – warum nicht?

Verunglückte Komponisten-Hommage: Marko Nikodijevic und Gunther Geltinger scheitern zum Auftakt der Münchner Biennale mit ihrer Kammeroper über Claude Vivier

08.05.14 (Juan Martin Koch) -
Es ehrt Marko Nikodijevic, dass er mit seiner Auftragsarbeit für die Münchner Musiktheater-Biennale und das koproduzierende Braunschweiger Staatstheater seinen 1983 ermordeten Komponistenkollegen Claude Vivier in den Mittelpunkt und sich selbst damit ein Stück weit in den Hintergrund gestellt hat. Bedauerlicherweise ist damit das positivste, was man über die erste Uraufführung der 14. Biennale-Ausgabe vermelden kann, auch schon gesagt.
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