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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikpolitik«

Klein-Klang

28.04.12 (Theo Geißler) -
Ist doch immer wieder hübsch, zuzuschauen: beim freien Spiel der Kräfte in unserer sozialen Marktwirtschaft. Das muntere Benzinpreis-Jo-Jo zum Beispiel. Nachfrage regelt das Angebot – unter der Prämisse, dass Geiz geil ist und wir alle nicht blöd sind. Schließlich liefert und montiert bis Pfingsten der Osterhase unser neues Home-Entertainment-Center umsonst.

Nachschlag 2011/01

05.10.11 (Georg Beck) -
Wird in Bonn ein Beethovenfest eröffnet (was jedes Jahr der Fall ist), hat ein Oberbürgermeister Rederecht. Letzterer heißt (was erst seit zwei Jahren der Fall ist) Jürgen Nimptsch (SPD). Bekannt geworden ist derselbe durch seine „charmanten Ideen“. Die jüngste zielte darauf ab, die Bonner Oper dichtzumachen. So also war man gewappnet in Beethovens Halle, die Nimptsch tatsächlich schon länger zum Abriss freigegeben hatte. Denkmalschutz?

www.beckmesser.de 2011/10

04.10.11 (Max Nyffeler) -
Luigi Nono wünschte sich einst, die Musik solle „das Ohr aufwecken, die Augen, das menschliche Denken“. Daran anknüpfend formulierte kürzlich ein anderer Unbeugsamer seine Vorstellung von der Rolle der Kunst in der heutigen Gesellschaft: „Hier lernen und leben Menschen, die ihre Welt nicht definieren, weil sie die Mängel und Defizite, die Neurosen und Probleme besonders trefflich zusammenzählen können, sondern hier treffen sich Menschen, die wissen, was die Zukunft einer Gesellschaft ausmacht. Hier treffen sich Menschen, die Freude an der Freiheit haben. An der Freiheit der Erwachsenen zumal, die wir bei ihrem Namen nennen: Verantwortung.“ Es war Joachim Gauck bei der Eröffnungsrede zu den Salzburger Festspielen 2011. Das laute Lob der stets unzulänglichen Gegenwart war natürlich eine rhetorische Finte. Der Redner sprach zwar im Indikativ, dachte aber, wie einst Nono, in der Möglichkeitsform, und er wollte Mut machen: Mut, über den eigenen Gartenzaun hinauszudenken, optimistisch in die ungewisse Zukunft zu blicken und als Künstler wie als Zuhörer am großen, zeitlos aktuellen Projekt aktiv mitzuwirken: der Freiheit, die immer wieder neu erkämpft werden muss. Das ist das ästhetische Programm eines überzeugten Republikaners. Nono hätte es bedingungslos unterschrieben.

Falsche Paradiese

03.10.11 (Martin Hufner) -
Im letzten Jahrhundert hat vor allem ein Komponist Musik- und Lebenswelt durchgewirbelt wie kein anderer: John Cage. Die ihm zugeschriebenen Attribute reichen von Genie bis Scharlatan, von Ikone bis Blender. Sein (auch musikalisches) Werk ist umfassend groß, es fasst vom Instrumentalwerk bis zur Oper alles, daneben finden sich reichhaltige literarische Produktionen und Produkte der Bildenden Kunst. Er war ebenso Fernsehquiz-Teilnehmer wie Provokateur, ein auf den dünnen Drähten musikalischer wie ästhetischer Grenzzäune steppender Wunderlicher.

Denkmaterial zuhauf

07.09.11 (Wolf Loeckle) -
Dass „der Hitler a rein reichsdeidsche Ongelegenheid“ sei ist auch heute noch nicht nur in Österreichs Hauptstadt zu hören, sondern im Gesamtverbund der kleingestraften Alpenrepublik, die einst Zentrum eines Territoriums war, in dem die Sonne nicht unterging...

Neujahrsansprache unseres Herausgebers Theo Geißler

03.01.11 (huf) -
Anlässlich einer Veranstaltung zum Thema "Zukunftsmusik" im Grünen Salon der Volksbühne plädierte Theo Geißler gegen eine kulturferne Politik.

Die Politik auf der Suche nach einer Zukunftsmusik

12.11.10 (Martin Hufner) -
Gemessen an der gesellschaftlichen Bedeutung von Musik (überall klingt sie, viele machen sie, gewirtschaftet wird auch mit ihr und zwar nicht zu knapp), spielt sie im Bereich der konkreten politischen Gestaltung ein kaum messbare Rolle. Sie, die Musik, und ihre angrenzenden Bereiche werden der Kultur zugeordnet, was ja richtig ist, und damit zugleich politisch kalt gestellt. Sie hat auf Bundesebene kein Podium und in Ländern und Kommunen zählt sie als freiwillige Aufgabe. In einem Punkt ist dies wenigstens zum Teil anders: dem der Bildung und/oder Ausbildung, der es ja bis zum Gipfel der Gefühle unterhalb der Kinnlade der Bundeskanzlerin geschafft hat. Der Kiefer ging auf und zu. Das wars.

Eine rohe Weinnacht

08.12.09 (Theo Geißler) -
Mit einem windschiefen Bild spökenkiekt der Deutsche Kulturrat die materielle Gefährdung von Künsten und Bildung in Ländern und Kommunen. Er wittert einen „Spar-Tsunami“ im Anrollen – was auch immer das sein soll. Wo angeblich nix ist, kann sich nämlich auch nichts auftürmen. Treffender wäre der Vergleich mit einem Laubsauger gewesen. Jener dumm-plumpen Möchtegern-Aufräummaschine unserer Bequemlichkeits-Gesellschaft: Die nämlich saugt oder pustet alles Wurzelwerk, alles Kleingetier in den Orkus optischer Ordentlichkeit.

Auch der Kultursektor braucht einen Mindestlohn

06.11.09 (Alexandra Scherer) -
Die ausgebildete Konzertpianistin Agnes Krumwiede aus Ingolstadt ist seit den Bundestagswahlen im Herbst dieses Jahres Abgeordnete der Grünen im Bundestag – eine Premiere in der deutschen Politik. Alexandra Scherer sprach mit ihr über ihre ersten Erfahrungen als Politikerin, ihre Ideen und konkreten Pläne.

Ein Grundsatzpapier als Moonwalk-Partitur

04.11.09 (Hermann-Josef Kaiser) -
Am 17. Oktober wählten die Mitglieder des Deutschen Musikrats ihr neues Präsidium und bestätigten Martin Maria Krüger im Amt des Musikratspräsidenten (siehe auch Seite 9). Die neue musikzeitung bat Hermann-Josef Kaiser, Ehrenmitglied des Rats, um eine erste Einschätzung dieser Wahl.
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