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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikpolitik«

Misstrauen gegen alles Militärische

10.07.14 (Albrecht Dümling) -
Nachher ist man immer klüger. Im August 1914 zogen die deutschen Soldaten noch begeistert in die Schlacht, von der sie einen schnellen Sieg erhofften. Je länger der Krieg aber dauerte und je mehr Tote und Verletzte er kostete, je mehr auch die Zivilbevölkerung leiden musste, umso mehr wich die Begeisterung der Ernüchterung. Bei Kriegsende füllten bettelnde Krüppel die Straßen.

Ein Künstler kämpft um Macht und Einfluss

10.06.14 (Albrecht Dümling) -
1890 wurde Richard Strauss Kapellmeister in der „Zukunftsstadt“ Weimar, dem einstigen Wirkungsort seines neuen Vorbilds Franz Liszt. Der „junge musikalische Fortschrittler (äußerste Linke)“, wie er sich selbst sah, erklärte damals bei einem großen Diner: „Ich bin sehr gerne bereit, die Sozialdemokratie, wenn dieselben die nötige Million für Bayreuth schaffen, als die Träger der wahren Kultur zu bezeichnen.“

Zwölf Punkte für die Toleranz

03.06.14 (Miriam Noa) -
Der Eurovision Song Contest (ESC) wurde 1956 mit der Idee ins Leben gerufen, das kriegsgebeutelte Europa durch leichte, grenzüberschreitende Unterhaltung zusammenzuführen, und schließt in seinem Regelwerk explizit politische Beiträge aus. Dass Politik sich jedoch nie gänzlich aus dem Wettbewerb heraushalten lässt, ist angesichts der kulturellen, sprachlichen und eben auch politischen Verschiedenheit der Teilnehmerstaaten offensichtlich.

Kulturverdrossenheit

04.10.13 (Martin Hufner) -
Sage keiner, man hätte es nicht sowieso kommen sehen. Weil die Bürger angeblich so politikverdrossen sind, zahlt es einem die Politik jetzt heim mit Kulturverdrossenheit.

Über den Weg zum Ziel im Musikland

02.07.13 (Bojan Budisavljevic) -
Zwar klappern die Mühlen am rauschenden Bach der Musikpolitik langsam, aber irgendwie vernehmlich. Und es ist, wenn der Eindruck nicht ganz täuscht, eine leichte Beschleunigung nicht zu leugnen. Die Ereignisse folgen einander in erhöhter Taktung, und einzelne Wegstrecken (um das Bild zu wechseln), ob es nun kurze oder lange sind, werden anscheinend schneller zurückgelegt.

Infiltration

02.07.13 (Gordon Kampe) -
Ich lag vor der Glotze und verlor mein Bewusstsein, als ich Schattenministerin Schwesig zu hören glaubte: „Wir müssen an der Vereinbarkeit von Familie und neuer Musik arbeiten.“ Das war natürlich ein Traum. Der brachte mich aber darauf, mich als Schattenkomponist mit einem Sechspunkteplan für das Kabinett Steinbrück I zu bewerben: 1. Flächendeckende Einführung mobiler Musiker-Kitas, 2. pro Kind ein Orchesterauftrag in Donaueschingen, 3. Verlegung diverser Stipendienstätten in den eigentlichen Wohnort (zum Beispiel „Villa Castrop“), 4. Wörter wie „Ruhe!“ einerseits und „Duzziduzzi“ andererseits, werden von Markus Lanz als schreckliche Tabus gebrandmarkt, 5. neben dem „ordentlichen Mitglied“ führt die GEMA das „gebärfreudige Mitglied“ als hierarchische Höchststufe ein, 6. Etablierung des Siemensförderpreises für tiefe Augenringe.

Zukunft, Gegenwart, Vergangenheit

28.03.13 (Martin Hufner) -
Man hatte einige Hoffnung hegen können. Die Musikindustrie setzt sich mit den Zeichen der digitalen Welt auseinander. Endlich! Vor allem: endlich in der Öffentlichkeit. Es ist ja nicht so, dass man die ganze Zeit die Hände in den Schoß gelegt hätte. Die Absatzzahlen verkaufter Musik auf CD und Co. sind in den letzten zehn Jahren auf die Hälfte eingebrochen. Die Branche meint, die Talsohle ist erreicht und vielleicht gar durchschritten. So fragte man als Kongressthema: „Musik: Angekommen in der digitalen Zukunft?“ Und das hätte stutzig machen müssen.

Kolumne

10.12.12 (Franzpeter Messmer) -
[...] Musik braucht eine eigene Politik: Diese Erkenntnis ist heute wichtiger, sie umzusetzen allerdings auch schwieriger denn je. [...]

Armuts-Zeugnis – Theo Geißler über die Einkommenssituation von Musikpädagogen und das süße Gift Projektförderung

08.11.12 (Theo Geißler) -
Tolle Neuigkeiten: Wie die Gesellschaft für Konsumforschung meldet, befinden sich die Deutschen im Kaufrausch. Das „Barometer fürs Verbraucherklima im November kletterte um 0,2 Punkte“. Damit befindet sich die bundesrepublikanische Konsumlaune auf einem Fünfjahreshoch – und zu Weihnachten wird kräftig geprasst – jubilieren eintönig „Spiegel“, „Focus“ und „Welt“. „Die Bundesbürger haben mehr Geld in der Tasche, und geben es großzügig aus“ – summiert n-tv.

Karrieresprungbrett, Familie, Lebensaufgabe

Wer an klassische Musik denkt, hat höchstwahrscheinlich keinen dunkelhäutigen Teenager mit einer Afro-Frisur vor Augen. Und doch ist gerade dieser mittlerweile erwachsen gewordene Teenager dabei, die Welt der klassischen Musik zu revolutionieren. Seit 15 Jahren setzt sich Aaron Dworkin mit seiner gemeinnützigen Organisation Sphinx in den USA für mehr Chancengleichheit von Musikern mit hispanischem oder afroamerikanischem Hintergrund ein.
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