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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikpolitik«

Kastriert Kapitalismus Kreativität ? – Johannes Kreidler

05.10.17 (Johannes Kreidler) -
Unter dem Titel „Wieviel Ökonomie braucht die Musik?“ findet am Freitag, 20. Oktober 2017 der öffentliche Teil der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrats statt. Im Rahmen der Veranstaltung soll vor allem das Zusammenwirken von kultur-, markt- und gesellschaftspolitischen Aspekten beleuchtet werden. Im Zentrum steht unter anderem folgende Frage: „Inwiefern kann die zunehmende Ökonomisierung unserer Gesellschaft mit künstlerischer Kreativität vereinbart werden?“ Die nmz-Redaktion ließ sich vom Thema zu einer Umfrage unter Kreativen inspirieren. Etwas verschärft fragten wir „Kastriert Kapitalismus Kreativität?“

Kastriert Kapitalismus Kreativität ? – Julia Cloot

04.10.17 (Julia Cloot) -
Unter dem Titel „Wieviel Ökonomie braucht die Musik?“ findet am Freitag, 20. Oktober 2017 der öffentliche Teil der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrats statt. Im Rahmen der Veranstaltung soll vor allem das Zusammenwirken von kultur-, markt- und gesellschaftspolitischen Aspekten beleuchtet werden. Im Zentrum steht unter anderem folgende Frage: „Inwiefern kann die zunehmende Ökonomisierung unserer Gesellschaft mit künstlerischer Kreativität vereinbart werden?“ Die nmz-Redaktion ließ sich vom Thema zu einer Umfrage unter Kreativen inspirieren. Etwas verschärft fragten wir „Kastriert Kapitalismus Kreativität?“

Häschen in der Grube

14.09.17 (Martin Hufner) -
Wir wissen ja lange schon, dass die AfD ein Problem mit der Existenz von Kunst hat. Was sie unter Kunst zulässig findet, sollte irgendwie vor allem mit der Nationalbildung zu tun haben (Gottfried Backhaus: „Das Theater dient der Nationalbildung“). Eben dieser Backhaus, ehemaliger AfD-Abgeordneter aus Sachsen-Anhalt, erklärte auf einer Podiumsdiskussion Ende 2016, dass man zur Vollendung dieses Zieles zum Beispiel auf die Auswahl der Stücke der Theater und Orchester in Sachsen-Anhalt Einfluss nehmen wolle. Wie dies geschehen solle, wollte oder konnte er nicht beantworten.

Richard Jakoby im Gespräch [2008]

Richard Jakoby, langjähriger Präsident des Deutschen Musikrates und der Hochschule für Musik und Theater Hannover blickt auf eine sechzigjährige höchst erfolgreiche kulturpolitische Arbeit zurück. Dabei wird auch der Brückenbau zwischen den Musikern im Westen auf der einen, im Ostblock auf der anderen Seite beleuchtet.

Deutscher Musikrat: Post-Fuck-Tisch

09.12.16 (Theo Geißler) -
Es ist das sogenannte Wort des Jahres: „POSTFAKTISCH“. Bedeutet, das Irreale, das Nicht-Feststellbare hat einen vorzüglichen gesellschaftlichen Wert bekommen. Wir befinden uns also im fröhlichen Aufbruch der Gegenaufklärung. Trump, Petri, die Bertelsmann-Stiftung, Gabriel, die Deutsche Bank und ähnliche Silberfische schwimmen in diesem Teich. Jetzt auch der Deutsche Musikrat? Das jedenfalls lässt eine kürzlich veröffentliche „Pressemitteilung“ vermuten. Sie ist angeblich mit dem Präsidium (ca. 19 wichtige Persönlichkeiten des Musiklebens – siehe www.musikrat.de ) abgeschmeckt, in der Realität aber wohl in einem kleinen Gremium, wobei man – wie mir Präsident Martin Maria Krüger übermittelte – die sogenannte „Generalversammlung“ bewusst aussparte - für gut befunden w0rden. Es folgt der „Text“:

Kolumne

Das Jahr 2016 wird entscheidend für die Planung des neuen, Ende 2015 beschlossenen Münchner Konzertsaals. Er wird keine aus dem Stadtbild herausragende Elbphilharmonie sein, vielmehr etwas versteckt zwischen Fabrikbauten der ehemaligen Pfanni-Firma liegen, wie der Architekturkritiker der Süddeutschen Zeitung Gottfried Knapp etwas enttäuscht feststellt.

Alvis Hermanis: ein bisschen Mephisto sein?

11.12.15 (Frieder Reininghaus) -
„La Damnation de Faust“ von Hector Berlioz, dirigiert von Philippe Jordan, szenisch aufbereitet von Alvis Hermanis an der Opéra Bastille in Paris. Frieder Reininghaus klärt uns über die unselige Rolle des Regisseurs zwischen Theater und Politik auf.

In Breite, Tiefe und Abgrundtiefe ausgelotet

15.09.15 (Georg Beck) -
Dass Geschichte fein säuberlich portioniert daher kommt, ist eine schöne, im Grunde genommen aber doch realitätsferne Vorstellung. Gewiss, es gibt Schwerpunkte, aber eben auch Überlagerungen. Da ist beispielsweise die Erforschung der Emigration der Musiker aus Nazi-Deutschland noch kaum abgeschlossen – da kommt schon die Frage der Remigration dieser Musiker nach 1945 auf uns zu. Verbunden mit den Fragen: Warum kamen diejenigen, die man außer Landes getrieben hatte, ins Land der Täter zurück? Und: Wie hat sie dieses Land aufgenommen? Hat es sie überhaupt aufgenommen oder doch nur (von Ausnahmen, von Galionsfiguren abgesehen) geduldet? – Fragen, denen jetzt eine Studie nachgeht, die mit gut und gern 1.000 Seiten schon im Umfang die Gewichtigkeit dieses Themas an den Tag legt.

Musik an der Grenze des Lebens

01.06.15 (Albrecht Dümling) -
Als am 8. Mai 1945 russische Panzer durch Theresienstadt rollten, wurden sie von den Ghetto-Insassen jubelnd begrüßt. Angesichts des nahen Endes hatte die SS schon im Februar 1.200 Juden in die Schweiz ausreisen lassen. Ende April übergaben die Totenkopfverbände das Ghetto dem Internationalen Roten Kreuz, bevor sie am 5. Mai endgültig abzogen. Viele der 17.000 Menschen, die damals in Theresienstadt lebten, waren erst kurz zuvor aus anderen Lagern eingeliefert worden. Es herrschte eine Typhusepidemie, die zahlreiche Opfer fand. Der weitaus größte Teil der insgesamt 140.000 Personen, die dieses Ghetto durchliefen, war entweder an Hunger und Krankheit gestorben oder in Vernichtungslagern ermordet worden.

Geschichte kann man auch hören

31.08.14 (Dirk Klose) -
Die Geschichtswissenschaft hat bislang allzu sehr auf das Auge gesetzt. Man „sieht“ historische Zeugnisse und „liest“ Quellen und Darstellungen. Aber Geschichte „hört“ man doch auch: Fast jedes Geschehen ist mit Geräuschen verbunden: Wir hören Stimmen, Musik oder Verkehrslärm und diese alle im Zusammenhang mit einem Ereignis. Was für den Einzelnen gilt, gilt mehr noch für die Geschichte der Völker: Markante Reden (Ernst Reuters „Völker der Welt“ von 1948) oder tönende Parolen in Demonstrationen („Wir sind das Volk“) rufen sofort historische Erinnerungen wach.
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