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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper Erfurt«

Neue Spielzeit am Theater Erfurt «Auf Abwegen»

09.03.20 (dpa) -
Erfurt - «Auf Abwegen» ist das Motto der nächsten Spielzeit des Theaters Erfurt. Auch wenn es weiter juristischen Zank gibt und auch die Ausbreitung des Coronavirus das Theater beschäftigt, bezieht sich das Motto aber rein auf den Inhalt der Inszenierungen.

Tod auf halber Treppe – Verdis „Aida“ geht auch ohne Elefanten: Premiere in Erfurt

28.04.19 (Joachim Lange) -
Opern-Äthiopien ist auch nicht mehr was es mal war. Da marschieren sie in Ägypten ein, werden von Radames und seinen Truppen besiegt und Verdi komponiert ihnen einen Superhit, der das seit der Uraufführung bis heute geblieben ist, und dann ist in der Oper Erfurt nicht mal ein klitzekleiner Elefant unter der Beute. Nur eine Trage voll Gerümpel. Afrikanische Masken, ein Schild und solches Zeug, was sich in jedem Theaterfundus finden lässt und irgendwie nach Nordafrika aussieht. Der Beutehaufen ist so mickrig, dass man sich fragt, ob der König auf dem Thron hoch oben und mit der Krone aus dem Märchenbuch das überhaupt richtig wahrnehmen kann.

Deutsches Nationaltheater und Theater Erfurt inszenieren Oper «Lanzelot»

18.10.18 (dpa) -
Weimar/Erfurt (dpa/th) - Zum Gedenken an 100 Jahre deutsche Demokratie und Verfassung planen das Deutsche Nationaltheater (DNT) Weimar und das Theater Erfurt ein gemeinsames Projekt. Für die Spielzeit 2019/20 wollen die Häuser die Oper «Lanzelot» von dem auch in der DDR erfolgreichen Komponisten Paul Dessau und dem Dramatiker Heiner Müller (Libretto) inszenieren, wie das DNT am Mittwoch mitteilte.

Theater Erfurt zeigt Spontinis Oper «Agnes von Hohenstaufen»

01.06.18 (dpa) -
Erfurt - Gaspare Spontinis Oper «Agnes von Hohenstaufen» erzählt - wie «Romeo und Julia» - von der verbotenen Liebe zweier junger Leute aus verfeindeten Familien. Das Theater Erfurt führt das Stück am Freitag (19.30) nach fast 180 Jahren erstmals wieder in deutscher Sprache auf. Erstmals wird auch die verschollen geglaubte Ouvertüre erklingen, von der erst vor wenigen Wochen eine Abschrift ausfindig gemacht werden konnte.

Myron Michailidis wird neuer Generalmusikdirektor in Erfurt

16.05.18 (dpa) -
Erfurt - Myron Michailidis wird neuer Generalmusikdirektor am Theater Erfurt. Der griechische Dirigent übernimmt für zwei Spielzeiten das Philharmonische Orchester am Theater Erfurt. Er tritt die Nachfolge von Joana Mallwitz an, die an das Staatstheater Nürnberg wechselt.

Im Trockendock – Der „Fliegende Holländer“ geht in der Oper Erfurt in der Inszenierung von Hausherr Guy Montavon an Land

30.03.18 (Joachim Lange) -
Beim neuen „Fliegenden Holländer“ in Erfurt ist das Bühnenbild der Clou und gibt die Richtung von Guy Montavons Zugang deutlich vor. Hank Irwin Kittel hat ein Trockendock auf die Bühne gesetzt, das aber genauso gut ein imaginärer Innenraum sein könnte. Er folgt damit dem, was Harry Kupfer einst mit seiner Bayreuther Senta in die Rezeption eingeführt hat. Nämlich die ganze Geschichte als eine starke Wunschvorstellung beziehunsgsweise fixe Idee Sentas aufzufassen und sie sozusagen vor ihrem inneren Auge ablaufen zu lassen. Das geht natürlich bei der konkreten Umsetzung nicht völlig ohne gewisse Rempeleien mit dem Erzählfluss. Aber es hat einen gewissen, durchaus auch stringenten Reiz.

Vorhang auf und viele Fragen offen – Mozarts Zauberflöte in Erfurt

05.10.17 (Joachim Lange) -
Es ist pure Koketterie wenn Regisseurin Sandra Leupold im Gespräch mit dem aktuellen Theater-Magazin der Erfurter Oper einräumt, dass man es mit dem Inszenieren der Zauberflöte eigentlich nur falsch machen kann. Genau das will keiner. Weder machen noch sehen. Ob man Mozarts größten Erfolg über die Jahrhunderte hinweg nun besonders mag, oder doch mehr das DaPonte-Trio, die Entführung oder seine Seria-Opern – wirklich kaputt kriegt man die „Zauberflöte“ nicht.

Die Oper Erfurt überzeugt mit Charles Gounods „Roméo et Juliette“

15.05.17 (Joachim Lange) -
In der Oper Erfurt gibt’s Shakespeare statt. Nicht das schlechteste an Libretto-Inspiration, was die Operngeschichte zu bieten hat. Verdis „Macbeth“. Dann die Ausgrabung von Riccardo Zandonais „Juliette et Romeo“ und jetzt noch den französischen Opern-Klassiker dieser Lovestory an sich von Charles Gounod (1818-1893). Der Franzose hat im Moment Konjunktur.

Kein Sex ist auch keine Lösung – Mozarts „Così fan tutte" an der Oper in Erfurt

20.11.16 (Joachim Lange) -
Zum Schluss wird es doch noch todernst. Da wird aus Fiordiligi ein gefallener Engel. Im weißen Brautkleid. Mit großen metaphorischen Flügeln. So bricht sie zusammen. Der personifizierte Tod hatte sich eh schon immer Mal unter die auf Teufel komm raus zum Amüsieren entschlossene Gesellschaft gemischt. Sie zahlt einen hohen Preis für ihre Selbstüberwindung und die (Ent-)Täuschung in dem Spiel mit dem Treue-Test. Alle anderen sehen zu, dass sie Land gewinnen nach dem belehrenden lieto fine. Das gar keins ist. Zumindest nicht im Sinne von: jetzt sind wir alle klüger und machen so weiter. Sie flüchten, jeder für sich, in die zusammengeklappten Kulissenwände von Hank Irwin Kittel.

Die Geister, die sie riefen … – Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ an der Oper Erfurt

31.05.16 (Joachim Lange) -
In Thüringen sind diese „Meistersinger“ ein Politikum der etwas anderen Art. Jenseits aller inhaltlichen Sprengkraft hat das Zustandekommen speziell dieser Inszenierung kulturpolitische Brisanz. Die Koproduktion zwischen den Häusern in der Thüringer Landes- und der deutschen Klassikerhauptstadt erinnert per se an die jahrelangen, immer wieder neu entfachten Diskussionen, über deren Zusammenlegung. Was noch jedes Mal mit einem Riesenzoff endete. War jetzt bei den Chören und der Besetzung die (naheliegende) Kooperation in Erfurter live zu erleben, so wird bei der Übernahme nach Weimar im November die dortige Staatskapelle (die Nummer eins der Thüringer Orchester) und ihr Generalmusikdirektor Kirill Karabits im Graben übernehmen. Was dann doch die Grenzen der Fusionsambitionen mehr als verdeutlicht.
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