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Alle Artikel kategorisiert unter »Philharmonisches Orchester Hagen«

Die Grausamkeit des Banalen – HK Grubers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ in Hagen

Die Grausamkeit des Banalen – HK Grubers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ in Hagen 45 Jahre lang war ihm das Theater Beruf und Berufung gleichermaßen, 27 Jahre davon hat er als Intendant gewirkt, die letzten zehn als Verantwortlicher des Theaters Hagen, auf der Grenze Westfalens zum Sauerland gelegen: Norbert Hilchenbach. Er hat sich nun mit einer letzten Inszenierung als Theatermann verabschiedet. In Hagen feierten die „Geschichten aus dem Wiener Wald“ Premiere und ernteten mächtig Beifall.

Kleine Inszenierung, großartiges Ensemble – Emmerich Kálmáns „Csárdásfürstin“ in Hagen

Im Foyer des Hagener Theaters hängen Fotos aus der Zeit nach 1911, dem Jahr, als das Haus errichtet wurde. Prächtige Bilder eines stolzen Gebäudes, innen wie außen. Es gibt aber auch Fotos, die das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Theater zeigen – und wie es anschließend wieder aufgebaut wurde. Wer die kommunale Kulturpolitik Hagens in den zurückliegenden acht, neun, zehn Jahren beobachtet, muss den Eindruck gewinnen, die Entscheidungsträger im Rat der Stadt wollten ihr eigenes Haus erneut schwer beschädigen. Weil sie seit etlichen Spielzeiten immer wieder durch neue Daumenschrauben den Etat ausbluten lassen. Dieses Spar-Diktat haben zuletzt Intendant Norbert Hilchenbach und sein engagiertes und hoch motiviertes Team umgesetzt – widerwillig.

Fidelios enttäuschter Blick auf die Vergangenheit – Beethovens Freiheitsoper im Theater Hagen

Zu Beginn der Ouvertüre sitzt eine ältere Dame auf der Bühne in nachdenklicher Pose. Ihr introvertierter Blick geht nach innen, richtet sich auf die Vergangenheit. Erinnerungen werden wach. Es sind die Geschehnisse von einst, als Leonore alias Fidelio einen Gefangenen vor dem sicheren Tod im Kerker des Despoten Don Pizarro gerettet hat. Die ältere Dame ist diese Leonore. Und mit ihr beginnt die Inszenierung von Beethovens Freiheits-Oper am Theater Hagen.

Knallig bunt, grell und schrill – Sondheim-Musical in Hagen mit Licht und Schatten

Seit Jahren leidet das Theater Hagen an finanzieller Blutarmut, immer und immer wieder werden die Daumenschrauben angezogen, weil die klamme Kommune an der Kultur sparen will. Und dennoch: die Theatermacher haben nie den Kopf hängen lassen, singen, spielen, tanzen auf hohem Niveau, machen zudem auch noch gute Kinder- und Jugendarbeit. Und sie sorgen für einen interessanten, abwechslungsreichen und mit einigen Erst- und Uraufführungen durchaus auch mutigen Spielplan. Jetzt stand Stephen Sondheims Musical „Die spinnen, die Römer“ auf dem Programm.

Betriebsame Klänge für ein gutes Ensemble – Ludger Vollmers Oper „Lola rennt“ am Theater Hagen

Tom Tykwers Film „Lola rennt“ kam 1998 in die Kinos – und wurde ganz schnell international gefeiert. Franka Potente spielte die Hauptrolle – und auch sie wurde ganz schnell berühmt. Vor gut einem Jahr wurde aus dem Film eine Oper, komponiert von Ludger Vollmer und uraufgeführt im Theater Regensburg als Auftraggeber des Stückes ( siehe nmz Online vom 28.2.2013 ). Nun bietet das Theater Hagen eine Neuinszenierung und unterstreicht damit einmal mehr sein großes Engagement für die zeitgenössische Oper.
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