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Alle Artikel kategorisiert unter »Christoph Schulte im Walde«

Mischung unter Spannung – Uraufführung des Musicals „Pauline“ am Theater Detmold

Einhundert Jahre Theater Detmold – das Finale der laufenden Jubiläumssaison 2019/2020 haben sich die Theatermacher*innen vor Ort gewiss anders vorgestellt. Doch trotz aller Beschränkungen: vor Ende der Saison hob sich der Vorhang denn doch noch einmal – im Innenhof des Theaters unter freiem Himmel, bei gutem Wetter und mit Lokalkolorit. Denn was jetzt als letzte Inszenierung über die Bühne ging, war die Uraufführung des Musicals „Pauline“.

Geschlossener Raum für rasende Gefühle – Verdis „Il Trovatore“ an der Oper Köln

Will Humburg dirigiert in Köln einen Verdi, der das Publikum in die Sitze drückt, weite dynamische Gegensätze aufspannt und das Orchester zu einem Vehikel macht, das durch große Gefühle rast. Über Tcherniakovs Interpretation dieser „Geschlossenen Gesellschaft“ lohnt es sich jedenfalls nachzudenken; Giuseppe Verdi hätte das vermutlich ganz gut gefallen, meint unser Kritiker Christoph Schulte im Walde.

Ein wirklich teuflisches Spiel – Tomo Sugao inszeniert Gounods „Faust“ am Theater Bielefeld

Tomo Sugao, der 1979 im japanischen Sapporo geborene Opernregisseur, macht schon seit etlichen Jahren international als kreativer Mensch auf sich aufmerksam. In der deutschsprachigen Theaterszene präsentierte er Inszenierungen unter anderem in Zürich, am Mainfranken-Theater Würzburg („Nixon in China“ und „Götterdämmerung“) und zuletzt im vergangenen Jahr in der Oper Dortmund seine Sichtweisen auf Puccinis „Turandot“ und „Madama Butterfly“. Seine jüngste Produktion, Charles Gounods „Faust“, feierte am vergangenen Wochenende am Theater Bielefeld Premiere. Eine bemerkenswerte Lesart, wie unser Autor Christoph Schulte im Walde meint.

Kaleidoskopartig schillerndes Tableau – Händels „Alcina“ in Düsseldorf

Barockoper mit dem hauseigenen Orchester auf modernen Instrumenten? So wie jüngst im Essener Aalto-Theater bei Scarlattis „Kain und Abel oder Der erste Mord“? Oder doch mit einem Spezialensemble als Gast, das auf historischem Instrumentarium spielt? Für letztere Version hat sich die Düsseldorfer Rheinoper entschieden, um Georg Friedrich Händels „Alcina“ aus dem Jahr 1735 umzusetzen. Mit Erfolg, wie sich am Premierenabend zeigte.

Ein starkes Stück Musiktheater – Giselher Klebes „Der jüngste Tag“ in Detmold

Als deutscher Komponist des 20. Jahrhunderts hat sich Giselher Klebe schon als junger Mann durchaus einen Namen gemacht, erhielt er doch etliche renommierte Preise und war gleich zwei Mal als Stipendiat in der Villa Massimo. 1957 begann er seine Lehrtätigkeit an der damaligen „Nordwestdeutschen Musikakademie“ in Detmold, an der er mehr als 30 Jahre lang wirkte und auch nach seiner Emeritierung als Professor im Jahr 1990 weiterhin etliche Schüler*innen unterrichtete. Die Detmolder Hochschule nicht weniger als das Landestheater Detmold widmen sich immer wieder Klebes Oeuvre. So geriet etwa die Uraufführung der letzten von Klebe vollendeten Oper „Chlestakows Wiederkehr“ (nach Nicolai Gogols Roman „Der Revisor“) im Jahr 2008 zu einem großen Erfolg. Jetzt brachte Regisseur Jan Eßinger die 1980 entstandene Oper „Der jüngste Tag“ heraus.

Emotionen, zum Greifen nah – Alessandro Scarlattis „Kain und Abel“ in Essen

Über 170 Inszenierungen hat Regisseur Dietrich W. Hilsdorf inzwischen vorgelegt – allein 19 Opernproduktionen konnte er bislang am Essener Aalto-Theater realisieren. Am vergangenen Wochenende präsentierte er seine Nummer Zwanzig mit Alessandro Scarlattis „Kain und Abel“. Erst kürzlich war das Oratorium in szenischen Umsetzungen in Paris und Berlin zu erleben. Nun also Essen.

Beklemmend: Jerry Bocks Erfolgsmusical „Anatevka“ am Theater Münster

Anatevka, ein verschlafenes Nest irgendwo in der russischen Provinz abseits der großen Stadt Kiew. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Hier hält man es noch mit der Tradition. Vor allem die jüdischen Bewohner orientieren sich streng an den überkommenen gesellschaftlichen Ritualen wie an den religiösen Geboten, beides sind ohnehin ein und dasselbe. Sie geben Halt, sie liefern die Leitplanken für das eigene Denken und Tun. Auch Tevje, der Milchbauer, ist ein Mann von Prinzipien und tradierten Überzeugungen. Oder? Vielleicht nicht so ganz!

Theatergeburtstag in Gelsenkirchen mit Janaceks „Die Sache Makropulos“

Das Gelsenkirchener „Musiktheater im Revier“ feiert Jubiläum. Vor sechzig Jahren wurde das Haus am Kennedyplatz eröffnet und zog dank seiner außergewöhnlichen Gestaltung nicht weniger Aufmerksamkeit auf sich als der drei Jahre zuvor in Münster fertiggestellte erste Theaterneubau in der Nachkriegszeit. Das im Wesentlichen auf das Konzept des Architekten Werner Ruhnau zurückgehende Gelsenkirchener Haus lebt von seinem offenen, gläsernen Foyer und damit einer direkten Sichtachse zur Stadt. Legendär sind auch die Foyers mit ihren tiefblauen Schwämmen aus Gips, die von Yves Klein gestaltet wurden.

Drei Hundertjährige in Münster

Hundert Jahre und kein bisschen leise – Münster macht Musik und feiert schon seit Jahresbeginn 2019 gleich drei Jubilare, die das musikalische Leben der Domstadt wesentlich geprägt haben und mit Sicherheit auch in Zukunft prägen werden. Das Sinfonieorchester Münster, die Westfälische Schule für Musik und die Musikhochschule innerhalb der Universität Münster – alle drei Institutionen wurden 1919 gegründet und haben seitdem ihre je eigene wechselvolle Geschichte erlebt.

Im Express-Zug dem Untergang entgegen – „Rheingold“ am Musiktheater im Revier

Christoph Schulte im Walde hat für uns die Premiere von Richard Wagners „Rheingold“ am MiR in Gelsenkirchen besucht. Er erlebt ein hervorragendes Musikerinnenensemble aus dem dann noch Cornel Frey in der Rolle des Loge herauszustechen vermag. Die Inszenierung von Martin Schulz funktioniert, aber hat interpretatorisch „nichts Neues“ zu sagen, meint unser Kritiker.
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