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Alle Artikel kategorisiert unter »Philipp Jekal«

Wagner ohne Mundschutz – „Das Rheingold“ an der Deutschen Oper Berlin

13.06.20 (Peter P. Pachl) -
Mit dem „Rheingold“ hätte dieser Tage der neue „Ring“-Zyklus der Deutschen Oper Berlin in der Inszenierung von Stefan Herheim eröffnet werden sollen, was durch den Shutdown der vergangenen Monate verhindert wurde. Mit nur zehn Tagen Vorlauf, wie Intendant Dietmar Schwarz betonte (zumal die Genehmigung dafür erst vor zehn Tagen erfolgt sei), wurde eine Open-Air-Produktion des Vorabends des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“ ins Programm genommen, nicht ersatzweise, sondern zusätzlich – und dies auf einer Fläche, die sich bereits 2014 für Iannis Xenakis’ „Oresteia“ als eine akustisch und dramaturgisch gut bespielbare Location erwiesen hatte: das obere Parkdeck inmitten des Gevierts von Bühne und Werkstätten der Deutschen Oper Berlin.

Ein Märchen mit Folgen – Zemlinskys „Der Zwerg“ an der Deutschen Oper Berlin

29.03.19 (Peter P. Pachl) -
Nun stehen also beide Opern der Tragödie eines hässlichen Mannes in Berlin auf dem Spielplan: „Die Gezeichneten“, deren Libretto Franz Schreker im Auftrag Alexander Zemlinskys für ihn geschrieben, aber selbst vertont hat, an der Komischen Oper und an der Deutschen Oper Berlin Zemlinskys dann auf ein Libretto von Georg C. Klaren als „Der Zwerg“ komponierte Version. Diese basiert auf Oscar Wildes Märchen „Der Geburtstag der Infantin“, das Schreker zuvor bereits als Pantomime komponiert und in Wien zur Aufführung gebracht hatte. Anders als die Umsetzung von Schrekers Bildwelt an der KOB im Januar des Vorjahres, wurde die stark autobiografische Sicht auf Zemlinskys Oper an der DOB widerspruchslos goutiert.

Heiterer Sommernachtsspaß im Sanatorium der Liebe – Rossinis „Il viaggio a Reims“ an der Deutschen Oper Berlin

16.06.18 (Peter P. Pachl) -
War die vorangegangene Neuinszenierung an der Deutschen Oper Berlin, die in eine Weltraumstation mündende „Fledermaus“, zumindest in Fragen des Timings hoffnungslos verloren, so entschädigt die jüngste Neuinszenierung: Rossinis „Il viaggio a Reims“ schafft die Punktlandung, das Feuerwerk an Spielfreude und Sangeskunst entfachte beim Premierenpublikum einhellige Begeisterungsstürme.
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