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Alle Artikel kategorisiert unter »Sebastian Kennerknecht«

Musikalische Glanzleistung: Dvořáks „Katja und der Teufel“ in Dessau

03.06.19 (Roland H. Dippel) -
Antonín Dvořák wollte in seinen letzten Lebensjahren nur noch für die Bühne komponieren. Vor „Rusalka“ vollendete er eine andere Märchenoper, die seit ihrer Uraufführung im Prager Nationaltheater 1899 in Tschechien zum Standardrepertoire gehört, sich aber im deutschen Sprachraum nach der Erstaufführung 1909 in Bremen nicht behaupten konnte. Ein kaum entschuldbares Versäumnis. Das Anhaltische Theater Dessau macht mit dem hierzulande unterschätzten Werk bekannt. Man feierte „Katja und der Teufel“ („Čert a Kača“) auch nach der zweiten Vorstellung mit langem Jubel. Eine Empfehlung von Roland H. Dippel.

Luxus im Wohncontainer – Giacomo Puccinis „Manon Lescaut“ am Anhaltischen Theater in Dessau

08.04.19 (Joachim Lange) -
Die junge Manon steht zwischen zwei Männern. Auf der einen Seite der leidenschaftliche, aber arme Student Des Grieux. Auf der anderen der reicher Steuerpächter Geronte. Sie entscheidet sich erst mal für’s Luxusleben. Als der Student wieder auftaucht, will sie aber doch mit ihm fliehen. Der Alte verhindert das, sie landet im Knast, wird nach Nordamerika verbannt. Er folgt ihr freiwillig. Aus Liebe. Kann sie aber nicht vorm Verdursten in der Wüste bewahren. Puccini trat mit seiner „Manon Lescaut“ 1893 bewusst gegen Massenets damals schon erfolgreicher Version des Stoffes an. Auch wenn er dafür keine Wunschkonzertnummern komponierte, die mit denen aus Bohème, Tosca oder Butterfly mithalten können, so schwingt er allemal den großen emotionalen Orchesterpinsel. Das alles gelingt in Dessau vorzüglich, meint unser Kritiker Joachim Lange.

Das Schaf im Wolfspelz – Im Anhaltischen Theater Dessau gibt es Carl Maria von Webers „Freischütz“ als romantisches Märchen

28.10.18 (Joachim Lange) -
Carl Maria von Webers „Freischütz“ hat sein Päckchen zu tragen. Dass der Wurf von 1821 gar als deutsche Nationaloper apostrophiert wird und das Stück ist, in dem heute besonders gerne nach der deutschen Seele und vor allem nach den kollektiven Traumata im individuellen Schicksal gesucht wird – ist das eine. Dass er beim Publikum anhaltend beliebt ist, das andere. Trotz der viel mehr als die Musik von Weber deutlich vernehmbar gealterten, obendrein auch noch zum Teil gesprochenen Texte von Friedrich Kind. Aber welche Oper hat schon eine ganze Handvoll von wiedererkennbaren und (wenn man es könnte) sogar mitsingbaren Hits? Angeführt von Jungfernkranz, Jägerchor und Wolfsschlucht-Spektakel.

Gescheiterte Attentate – Zeitopern-Duell in Dessau

29.02.16 (Joachim Lange) -
„Der Diktator“ von Ernst Krenek und „Der Zar läßt sich photographieren“ von Kurt Weill am Anhaltischen Theater. Der Punktesieg im Duell der beiden Komponisten geht an Kurt Weill, meint Joachim Lange.

Azucenas Rache – In Dessau triumphiert die Musik in Verdis Troubadour

24.01.16 (Joachim Lange) -
Es ist wohlfeil über diese ziemlich vertrackte Geschichte von Salvatore Cammarano zu lästern. Ein Glück, dass Giuseppe Verdi im Laufe seiner Karriere auch andere Ideenlieferanten (bis hinauf zu Schiller) und Librettisten hatte. Ein anhaltender Erfolg ist diese Räuberpistole „Trovatore“, die zwischen „Rigoletto“ und „Traviata“, 1853 in Rom das erste Mal auf die Bühne kam, dennoch. Zumindest, wenn man die richtigen Sänger beisammen hat und sich alle Interpreten auf der Bühne und die Musiker im Graben auf Verdi ein- und verlassen. So wie jetzt in Dessau.
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