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Alle Artikel kategorisiert unter »Solen Mainguené«

Herausragend: Brittens „The turn of the screw“ am Theater Freiburg

11.11.19 (Georg Rudiger) -
Eine Gouvernante kommt in ein englisches Landhaus, um zwei Kinder zu betreuen. Eigentlich sollte nur noch die Haushälterin Mrs. Grose in dem prachtvollen Anwesen wohnen, aber schon bald tauchen zwei weitere Gestalten auf, die als Geister von Verstorbenen gedeutet werden. Die Idylle wandelt sich in Schrecken. Die rätselhafte Vergangenheit wird zur Bedrohung. Am Ende ist ein Kind tot. Und die Gouvernante verstummt. Georg Rudiger besuchte die Premiere von Brittens Oper am Theater Freiburg.

Atmosphärisch dicht – Tschaikowskys „Eugen Onegin“ in Freiburg

02.10.18 (Georg Rudiger) -
Bei Tschechow ist es der Kirschgarten, der in der russischen Provinz die schwere Melancholie ein wenig aufhellt. In Tschaikowskys „Eugen Onegin“ fällt der Blick im Freiburger Theater gleich zu Beginn auf einen hellblauen, leicht bewölkten Himmel, der die unerfüllten Sehnsüchte der Figuren spiegelt. Für Peter Carp ist dieses Kammerspiel um eine unerfüllte Liebe, diese Milieustudie aus dem zaristischen Russland nach dem Versroman von Alexander Puschkin erst die zweite Operninszenierung überhaupt.

In keimfreiem Ambiente – Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ in Freiburg

24.10.17 (Georg Rudiger) -
„Wozu Dichter in dürftiger Zeit?“, steht auf dem Schild, das ein Schauspieler vor Vorstellungsbeginn auf der Bühne des Freiburger Theaters hochhält. Das Hölderlin-Zitat soll Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“, die der neue, aus Oberhausen gekommene Intendant Peter Carp und seine Musiktheaterdramaturgin Tatjana Beyer am Eröffnungswochenende des Hauses platziert hat, in die Gegenwart holen und grundsätzliche Fragen zum Thema Literatur und Politik zu stellen. Dafür hat man mit dem französischen Künstlerkollektiv Le Lab um die beiden Regisseure Jean-Philippe Clarac und Olivier Deloeuil ein Team aus Bordeaux geholt, das Oper dezidiert als politische Kunst versteht. Offenbachs heterogene, nicht vollendete Künstleroper als Vorlage für ein Nachdenken über Politik und Kunst? Keine schlechte Ausgangsposition für einen spannenden Musiktheaterabend.
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