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Alle Artikel kategorisiert unter »Thomas Florio«

Respektlos-kreatives Experiment zwischen Musik- und Sprech­theater: „Giovanni – eine Passion“ an der Neuköllner Oper

13.10.19 (Dieter David Scholz) -
Neben dem Terzett der Berliner Opernhäuser gibt es seit 1977 eine freie Operntruppe mit wech­selnden, seit 1988 mit fester Spielstätte im Ballsaal der Passage Neukölln – die Neu­köllner Oper. Ihr Name ist Programm, Neukölln ist der Stadtteil Berlins, in dem 160 Natio­nalitäten in drei Generationen neben- und miteinander leben. Längst ist die Neuköll­ner Oper - eine von der Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten geförderte, Instanz für Musiktheater jenseits des Üblichen geworden. Am 10. Oktober hatte die jüngste Produktion Premiere: „Giovanni. Eine Passion“.

Frei wie die Vögel in der Voliere – Oper Magdeburg bringt Philippe Boesmans Kammeroper „Julie“ heraus

08.11.16 (Joachim Lange) -
Es war eine der Opern-Uraufführungen mit Folgen, die da 2005 in der Brüsseler La Monnaie als Strindberg-Veroperung über die Bühne ging. Für Philippe Boesmans Kammeropern-Einakter „Julie“ hatte Theaterlegende Luc Bondy das deutschsprachige Libretto aus dem Stück „Fräulein Julie“ von 1888 destilliert. Da die Uraufführungsinszenierung, die ebenfalls von Luc Bondy besorgte, zu den Wiener Festwochen und zum Festival nach Aix-en-Provence weitergereicht wurde, bekam das Werk gleich einen nachhaltigen Schubs auf die Bühnen. Für das klug gebaute Ergebnis braucht man zudem „nur“ drei Solisten und ein Kammerorchester. Machbar ist das für jedes Haus mit etwas Ehrgeiz fürs Neue.

Oper Magdeburg: „Die lustigen Weiber von Windsor“ in der Hippiezeit

11.05.16 (Joachim Lange) -
Am Ende, wenn es unterm Hanfbaum im mitternächtlichem Grün rundgeht und ein Sommernachtstraum auf Droge tobt, wird klar, was in dieser komisch-fantastischen Oper eigentlich an abgründigem Potenzial steckt. Unverwüstlich ist Otto Nicolais Version der Shakespeare-Komödie über den dicken Ritter, der an permanenter Selbstüberschätzung seines Sexappeals leidet, ohnehin. Selbst dann, wenn sie, wie jetzt in Magdeburg, mit zeitgeistiger Fremdmusik und kalauernden Stammtischwitzchen aufgepeppt wird.

Damon lässt die Puppen tanzen –Telemanns Singspiel „Damon“ in Magdeburg

13.03.16 (Joachim Lange) -
Regie, Bühne und Kostüme „holen mehr raus als drin ist“ und „rascheln gewaltig mit der Verpackung“, meint unser Kritiker Joachim Lange zur Premiere des selten gespielten Singspiels „Damon“ von Georg Philipp Telemann bei den 23. Telemann Festtagen Magdeburg.

Rodenbach versus Korngold-Factory – „Die tote Stadt“ am Theater Magdeburg

31.01.16 (Peter P. Pachl) -
Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ feiert nachhaltiger Bühnenrenaissance als andere wiederentdeckte Opern des frühen 20. Jahrhunderts. Neben großen und Festspiel-Bühnen nehmen sich auch kleinere Häuser der vom Wiener Kritikerpapst Julius Korngold unter dem Pseudonym Paul Schott verfassten, von seinem Sohn als Wunderkind kongenial vertonten Stoff nach dem Roman von Georges Rodenbach „Bruges-la-Morte“ an.

Die Leiche auf dem eigenen Trauermarsch – Zdeněk Fibichs „Braut von Messina“ in Magdeburg

22.03.15 (Peter P. Pachl) -
Vom jungen Richard Wagner ist das Fragment einer Ouvertüre zu Friedrich Schillers „Die Braut von Messina“ überliefert. Der Inzest-Konflikt, der Wagners Werk von „Rienzi“ über „Lohengrin“ und „Die Sarazenin“ bis zu „Die Walküre und „Parsifal“ durchzieht, reizte offenbar ebenso, wie die ausweglose Tragik des Sujets. Und seine Vertonung hätte vermutlich durchaus ähnlich geklungen wie die von Zdenek Fibich (1850–1900), der seine Oper im Sterbemonat Richard Wagners vollendet hat. Sie erlebte jetzt ihre späte deutsche Erstaufführung im Theater Magdeburg.
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