100 Jahre Internationale Sommerakademie

Universität Mozarteum Salzburg


(nmz) -
Salzburg im Sommer, das bedeutet pulsierendes Leben, Festspiel-Atmosphäre, Musik, Theater, Bildende Kunst, Kreativität – Eindrücke verschiedenster Art. Ein Fixpunkt in den Monaten Juli und August ist Jahr für Jahr die Internationale Sommerakademie Mozarteum mit ihrer Vielzahl an musikalischen Meisterklassen und Konzert-Highlights.

Den Anfang machte die Sängerin und Gesangspädagogin Lilli Lehmann (1848–1929), die zu ihrer Zeit als überragende Interpretin deutscher und italienischer Opernpartien gefeiert wurde. Sie begann im Sommer 1916 mit privaten Gesangskursen in den Räumen des Mozarteums. 1925 kam mit der Klasse von Willy Schweyda der erste Violinkurs dazu. Mit Unterstützung des Amerikaners Julian Freedman wurde die Veranstaltung 1929 um Kurse in Klavier, Komposition, Dirigieren und Oper erweitert. Seit 1945 tragen die Meisterklassen den Namen „Internationale Sommerakademie Mozarteum“ und wurden Schritt für Schritt ausgebaut bzw. künstlerisch erweitert. So werden heuer zum 100-Jahr-Jubiläum mehr als 80 ein- bis zweiwöchige Meisterkurse für Komposition, Gesang, Klavier, Violine, Violoncello, Gitarre, Flöte, Klarinette u.a. angeboten. Im Schnitt wird die Internationale Sommerakademie Mozar-teum jährlich von 800 bis 1.000 Teilnehmern besucht und ist damit eine der weltweit größten und renommiertesten Institutionen ihrer Art.

Ab 15. Juni: Große Ausstellung zum Jubiläum

Die Festivitäten zum Jubiläumsjahr beginnen bereits am 15. Juni um 18 Uhr mit der Eröffnung einer großen Ausstellung im Foyer des Haupthauses der Universität Mozarteum Salzburg am Mirabellplatz. Im Mittelpunkt stehen knapp einen Monat vor dem Startschuss zur Sommerakademie 2016 die Persönlichkeiten, welche die Internationale Sommerakademie Mozarteum geprägt haben, sowie die Entwicklung im Lauf der letzten 100 Jahre. Die Formen, auf denen die historischen Dokumente und Bilder präsentiert werden, wurden von der Mozarteum-Bühnenbildstudentin Loriana Casagrande im Rahmen eines internen Wettbewerbes entwickelt. Ihr Konzept der „Entfaltung“ nimmt Bezug auf das ewige Ent- und Verwerfen als kreativen Prozess des künstlerischen Studiums. Aus „zerknüllten Papierformen“ entwickelte die Objektdesignerin raum-definierende Formen für die Ausstellung, die über die Sommermonate hinaus bis September 2016 gezeigt wird.

17. Juli bis 27. August: Sommerakademie 2016

Stets offen für Neues zu sein, ist ein Kernelement der Internationalen Sommerakademie Mozarteum. Im Besonderen gilt dies für die „Jubiläums-Sommerakademie“ vom 17. Juli bis 27. August 2016. Nach einem Festkonzert zur Eröffnung und einem Tag der offenen Tür (jeweils am 17. Juli) stehen heuer prominente zeitgenössische Komponisten im Mittelpunkt, darunter die Uraufführung der musikalischen Interpretation des Kinderbuchklassikers „Das kleine Ich-bin-ich“ von Georg Friedrich Haas mit dem Klangforum Wien (21.7.) sowie Konzerte mit einer Reihe von Kammermusikwerken des großen Wiener Komponisten und Dirigenten Friedrich Cerha, besonders das Meisterkonzert (7.8.) und ein ebenfalls vom Klangforum Wien gestaltetes Porträtkonzert (8.8.). Dem Selbstverständnis der Universität Mozarteum entsprechend wird Mozart auch in diesem Jahr sowohl in den Meisterklassen als auch in den Konzerten allergrößte Beachtung finden. Abschließende Höhepunkte sind die Aufführung der Barockoper „Le nozze in sogno“ von Pietro Antonio Cesti (25./26.8.) – eine Koproduktion mit den Inns-brucker Festwochen der Alten Musik – sowie das Preisträgerkonzert mit den besten Studierenden der Internationalen Sommerakademie (27.8.), das traditionell in Kooperation mit den Salzburger Festspielen veranstaltet wird.

Informationen zu den Meisterklassen, Deadlines und Veranstaltungen der Internationalen Sommerakademie Mozarteum 2016: www.uni-mozarteum.at/sommerakademie

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