Baden-Württembergs Tonkünstler im Gespräch

Konferenz der Regionalvorsitzenden in Pforzheim


(nmz) -
Der Tonkünstlerverband Baden-Württemberg ist in 22 Orts- und Regionalverbände gegliedert. Die Vorsitzenden dieser Regionalverbände treffen sich einmal im Jahr, um sich über ihre regionalen Aktivitäten auszutauschen.
Ein Artikel von Eckhart Fischer

In diesem Jahr traf sich die Konferenz der Regionalvorsitzenden am 29. Juni in Pforzheim im Archivbau am Schlossberg. Bundesweit relevante kulturpolitische Themen wurden diskutiert:
– der Bildungsgutschein, der auch bei Mitgliedern des Tonkünstlerverbandes eingelöst werden kann,
– die Bündnisse für Bildung, eine Möglichkeit der Bezuschussung von regionalen kulturellen Kooperationen,
– die schwierige Lage der Künstlersozialkasse: Da eine regelmäßige Überprüfung der Abgabepflichtigen nicht gesetzlich vorgesehen ist, wird die Abgabemoral voraussichtlich sinken. In der Folge wird der Beitragssatz erhöht werden müssen. Der Deutsche Tonkünstlerverband hat eine erfolgreiche Petition gestartet. (siehe S. 41 & 42)
– die Problematik des Notenkopierens: Für selbständige Musiker und Musiklehrer gibt es zurzeit keine Möglichkeit, praktikable Kopierlizenzen zu erwerben, da die VG Musikedition diese nicht anbietet. Einen breiten Raum der Konferenz nahmen die Berichte über die regionalen Aktivitäten und Projekte ein. Eva-Maria Heinz, die Vorsitzende des Regionalverbands Pforzheim und gleichzeitig Vorsitzende der Konferenz, begrüßte ihre Kolleginnen und Kollegen aus ganz Baden-Württemberg musikalisch: Sie spielte auf dem Clavichord Stücke aus der Tabulatur von Leonhard Kleber, der in der Pforzheimer Schlosskirche gewirkt hat. Es handelt sich hierbei um einen der ersten Notendrucke des frühen 16. Jahrhunderts.
Eine Führung durch das Reuchlinkolleg an der Schlosskirche rundete die Konferenz der Regionalvorsitzenden ab.

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