Bartók und Tangos

Neue Spielliteratur für Violoncello


(nmz) -
Hywel Davis: Bartók for Cello. Mit Klavierbegleitung und Play-Along-CD. Boosey & Hawkes WC2B 4HN +++ Julián Arcas: Danzas – Tangos für Cello Solo. Arrangiert von Dietmar Berger. Edition Walhall EW 1054
Ein Artikel von Selina Demtröder

Hywel Davis: Bartók for Cello. Mit Klavierbegleitung und Play-Along-CD. Boosey & Hawkes WC2B 4HN

Das vorliegende Heft aus der Reihe „Bartók Edition“ beinhaltet arrangierte Klavierstücke von Béla Bartók aus seinen Werken „Für Kinder“, „Mikrokosmos“ und den „Rumänischen Volks­tänzen“. So bearbeitet, dass die Melodien vom Violoncello gespielt werden können, führen die Arrangements liebevoll und bedacht in die Werke des Komponisten ein. Jedes der zweiundzwanzig Stücke ist mit kurzen Informationen zu Spielweise („Jeering Song“) und Geschichten hinter den slowakischen Liedern („Rogue’s Song/Sorrow“) ergänzt und auch das einleitende Vorwort über Béla Bartók ist wertvoll, um den Komponisten kennen zu lernen. Pädagogisch geht es auch im Notentext weiter. Die Stücke steigern sich im Schwierigkeitsgrad, indem Spieltechniken, wie Wechsel zwischen Pizzicato und Arco, entwickelt, Tempowechsel und Tenorschlüssel eingeführt, und die Besonderheiten des Komponisten, etwa Rhythmus, Dissonanz und Chromatik, aufgezeigt werden. Für das Trainieren des Zusammenspiels mit Klavier oder auch mit anderen Cellisten ist das Buch sehr gut geeignet, auch wegen der authentisch eingespielten Play-Along-CD, die beiliegt. Es ist ein umfassendes Lehr- und Lernwerk für Anfänger und Fortgeschrittene, die zum ersten Mal mit Béla Bartók in Berührung kommen.

Julián Arcas: Danzas – Tangos für Cello Solo. Arrangiert von Dietmar Berger. Edition Walhall EW 1054

Es macht Spaß, diese von Dietmar Berger arrangierten Fünf Tänze ohne Klavier zu genießen. Die Intimität von Solo-Stücken verbindet sich mit der Freiheit bei der Interpretation. Im Original für die Gitarre komponiert, sind sie für das Cello herausfordernd. Es ist ein Vergnügen, die Akkorde und Rhythmen mit einer einfachen Melodiepassage und immer wieder aufkommenden Pizzicati zu gestalten. Die Hommage „Ta-Gre“ des Herausgebers an den Komponisten und Gitarristen Julián Arcas ist dabei deutlich von den Originalen abgehoben. Die Blätterhilfe ist bereits ausgedruckt, womit es ein Leichtes wird, jedes Stück ohne Unterbrechung zu üben und vorzutragen. Eine erfrischende Abwechslung zu den ernsteren Solosuiten Johann Sebastian Bachs.
  

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