Ein vitales und unverzichtbares Element

Deutsche Stiftung Musikleben feierte ihr 40-jähriges Bestehen


(nmz) -

Die Deutsche Stiftung Musikleben feierte ihr 40-jähriges Bestehen als nationale Stiftung zur Förderung von Hochbegabungen in der Klassik am 24. Oktober mit einem glanzvollen Jubiläumskonzert im Berliner Schloss Bellevue auf Einladung ihres Schirmherrn, des Bundespräsidenten, gemeinsam mit rund 200 Mäzenen, Förderern und Freunden.

In seiner Begrüßungsrede bezeichnete Bundespräsident Johannes Rau Stiftungen in Deutschland als „ein vitales und unverzichtbares Element unserer Gesellschaft“. Er lobte die Kontinuität und den Ausbau der Arbeit der Deutschen Stiftung Musikleben seit 1962, die vor allem der langjährigen Verbundenheit vieler Spender zu danken seien. Am Rande äußerte er sich auch zu der Absicht des Finanzministers, den steuerlichen Spendenabzug für Unternehmen zu streichen: „Die Stiftung finanziert von Anfang an ihr Förderprogramm allein aus Spenden, die in jedem Jahr neu eingeworben werden müssen. Das spielt im Augenblick auch auf anderer Ebene eine Rolle. Ich bin der Meinung, die sollten alle hier mal zuhören, die da falsche Entscheidungen zu treffen in der Gefahr sind.“ Bereits am folgenden Abend teilte der Bundeskanzler mit, dass der Novellierungsvorschlag zurückgezogen würde.


Die Deutsche Stiftung Musikleben feierte ihr 40-jähriges Bestehen als nationale Stiftung zur Förderung von Hochbegabungen in der Klassik am 24. Oktober mit einem glanzvollen Jubiläumskonzert im Berliner Schloss Bellevue auf Einladung ihres Schirmherrn, des Bundespräsidenten, gemeinsam mit rund 200 Mäzenen, Förderern und Freunden.
In seiner Begrüßungsrede bezeichnete Bundespräsident Johannes Rau Stiftungen in Deutschland als „ein vitales und unverzichtbares Element unserer Gesellschaft“. Er lobte die Kontinuität und den Ausbau der Arbeit der Deutschen Stiftung Musikleben seit 1962, die vor allem der langjährigen Verbundenheit vieler Spender zu danken seien. Am Rande äußerte er sich auch zu der Absicht des Finanzministers, den steuerlichen Spendenabzug für Unternehmen zu streichen: „Die Stiftung finanziert von Anfang an ihr Förderprogramm allein aus Spenden, die in jedem Jahr neu eingeworben werden müssen. Das spielt im Augenblick auch auf anderer Ebene eine Rolle. Ich bin der Meinung, die sollten alle hier mal zuhören, die da falsche Entscheidungen zu treffen in der Gefahr sind.“ Bereits am folgenden Abend teilte der Bundeskanzler mit, dass der Novellierungsvorschlag zurückgezogen würde. 28 Stipendiaten und Preisträger der Stiftung im Alter zwischen 14 und 30 Jahren gestalteten ein festliches Programm mit Werken von Bach über Mozart und Debussy bis hin zu Messiaen. Die jüngsten, der Cellist Mark Schumann aus Dormagen und die Sängerin Jessica Grzanna aus Düsseldorf, gehen in die 8. Klasse und haben gerade ihre ersten Erfolge bei den Wettbewerben „Jugend musiziert“ erzielt – der Älteste, Wolfgang E. Schmidt aus Freiburg/Breisgau, ist mit seinen 30 Jahren bereits Professor für Violoncello an der Musikhochschule Münster. Abschließendes Highlight des Abends: die Gericelli & Friends, in dieser Zusammensetzung eine Premiere. Acht junge Stipendiaten brachten gemeinsam mit dem Solisten und Lehrer Prof. David Geringas der Stiftung ein „Geburtstagsständchen“ auf ihren wertvollen Celli aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds. Weiter waren zu hören ein Harfenduo aus Würzburg, ein Vokalquartett aus Dresden, ein Deutsch-Armenisches Duo Saxophon und Klavier, ein Barockensemble aus Tübingen und andere „alte und neue“ Stipendiaten der Stiftung. Stars unter den Geigen waren die Antonio Stradi-vari (Cremona 1703) aus dem Besitz des Bundes, gespielt von Jermolaj Albiker aus Berlin, und die 2002 von einem privaten Mäzen zur Verfügung gestellte Giuseppe Guarneri del Gesù (Cremona 1728), die die Stuttgarterin Tanja Becker-Bender erklingen ließ.

Unter den begeisterten Gästen waren neben den Söhnen der Hamburger Stiftungsgründer, dem Musikverleger Hans W. Sikorski, dem Galeristen Gerd-Wolfgang Essen und dem Finanzkaufmann Hellmuth Essen, auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien. Im Rahmen der Feier wurden das Verdienst der ehrenamtlich tätigen Vorstandsvorsitzenden Irene Schulte-Hillen wie auch das Engagement des Hauptförderers, der Bertelsmann AG, herausgestellt. Aus dem Mitschnitt des Jubiläums-konzerts entsteht die Jahres-CD der Stiftung.

Nähere Informationen zum Förderprogramm bietet der neue Internetauftritt: www.deutsche-stiftung-musikleben.de

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