Forschender Virtuose: Jon Laukvik


(nmz) -
In Personalunion ist Jon Laukvik, 1952 in Oslo geboren, Forscher und Virtuose. Sein Temperament als Organist kann, wie die Rheinische Post 2003 berichtete, schon mal „überbordend“ sein.

Jon Laukvik erhielt seine Ausbildung (Kirchenmusik, Orgel und Klavier) zunächst in seiner Heimatstadt. Später setzte er das Orgelstudium an der Musikhochschule Köln bei Michael Schneider und in Paris bei Marie-Claire Alain fort. Cembalostudien absolvierte er bei Hugo Ruf an der Kölner Musikhochschule. 1977 erhielt er den ersten und den Bach-Preis im Orgelwettbewerb der „Internationalen Orgelwoche Nürnberg“; im selben Jahr wurde er Preisträger des internationalen Orgelwettbewerbs in Verbindung mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin. Von 1980 bis 2016 war Jon Laukvik Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, wo er die Orgelabteilung zu einem international führenden Institut mit entwickelte.

Von 2001 bis 2017 unterrichtete er an der Staatlichen Musikhochschule (Norges musikkhøgskole) in Oslo. Er war zudem einige Jahre Gastprofessor an der Royal Academy of Music in London. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in europäische Länder, nach Israel, Japan, Kanada, Korea und in die USA. Er ist Juror internationaler Orgelwettbewerbe (u.a. ARD-Wettbewerb München, St. Albans, Chartres) und hält Kurse in West- und Ost-Europa sowie in Asien. Seine Forschungen zur historischen Aufführungspraxis hat er in einer dreibändigen Orgelschule veröffentlicht: Teil I: Barock und Klassik; Teil II: Romantik; Teil III: Die Moderne .

Darüber hinaus hat er mit Werner Jacob u.a. die Orgelkonzerte Op. 7 von G. F. Händel herausgegeben und mit David Sanger edierte er die Gesamtausgabe der Orgelwerke Louis Viernes in 13 Bänden. Alle genannten Bücher sind im Carus-Verlag Stuttgart erschienen. Als Komponist hat Jon Laukvik vor allem Stücke für Orgel solo und für Orgel mit Gesang bzw. mit Instrumenten  geschrieben.

www.laukvik.de

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