Internationale Sommerakademie 2018

Universität Mozarteum Salzburg


(nmz) -
Salzburg im Sommer, das bedeutet pulsierendes Leben, Festspiel-Atmosphäre, Musik, Theater, Bildende Kunst, Kreativität – Eindrücke verschiedenster Art. Ein Fixpunkt ist vom 15. Juli bis 26. August 2018 die Internationale Sommerakademie Mozarteum mit ihrer Vielzahl an musikalischen Meisterklassen, aber auch Konzert-Highlights, Wettbewerben, Diskussionsveranstaltungen und dem traditionellen Preisträgerkonzert im Rahmen der Salzburger Festspiele. Weltbekannte Künstlerinnen und Künstler geben ihr Wissen an junge Musikerinnen und Musiker weiter. Jährlich besuchen 800 bis 1000 Studierende aus mehr als 60 Nationen eine der weltweit größten und renommiertesten Institutionen ihrer Art.

Für Wolfgang Holzmair, Leiter der Internationalen Sommerakademie Mozarteum, stehen dabei die Studierenden ganz klar im Mittelpunkt. Sie sollen beste Bedingungen vorfinden, darunter den Unterricht ausschließlich durch Dozentinnen und Dozenten mit höchsten pädagogischen Fähigkeiten (und nicht durch deren Assistenten). Er versteht die Internationale Sommerakademie als einen Ort, der es den jungen Künstlern ermöglicht, eine Standortbestimmung ihrer Fähigkeiten auszuloten. Ein Schwerpunkt ist die Stärkung der Mozart-Kompetenz der Studierenden, unter anderem durch die „Mozart-Foren“, in denen Fragen der Interpretation erörtert werden.

Neben den vielfältigen Meisterkursen wird es heuer einen Claude-Debussy-Schwerpunkt im Konzertbereich und als Kammermusik-Wettbewerb zum 100. Todestag des Komponisten geben. Neu im Programm ist ein „KomponierLabor“ für Kinder und Jugendliche unter der Leitung von Helmut Schmidinger. Die wiederbelebte Orchesterakademie wird unter der Leitung von Elisabeth Wallfisch und Bruno Weil als 14-tägige Meisterklasse geführt. Erstmals wird der Zusatzkurs „Rezitationswerkstatt“ unter Ulrike Arp für Lied- und Opernsänger angeboten.

Composer in Residence – Peter Ruzicka
In den Fokus der Aufmerksamkeit und der künstlerischen Vorhaben rückt heuer der Composer in Residence Peter Ruzicka. Sein 70. Geburtstag ist Anlass, den international erfolgreichen Komponisten, Kulturmanager, Hochschulprofessor und Dirigenten einzuladen und ihn und sein Schaffen gebührend zu ehren. Der geschäftsführende Intendant der Osterfestspiele Salzburg verfügt über ein hohes Maß an strukturellem Wissen. Charakteristisch für Ruzickas Musiksprache sind eine expressive Sprachkraft, eine ausdrucksstarke Klarheit und ein Zusammenspiel von Reflexion und Emotion. Sein kompositorischer Umgang mit Literatur ist geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ebenen der Prätexte, deren Worte er nicht zu enträtseln, geschweige denn musikalisch zu illustrieren sucht, sondern die er vielmehr klanglich beleuchtet, angesichts derer er bisweilen auch die Musik verstummen lässt. Seine Tonsprache verfügt über eine Kraft zur Verdichtung, den Mut zum Fragmentarischen und die Entschiedenheit in der Zurücknahme bis hin zur absoluten Stille.

„Meine Musik begibt sich auf die Suche nach einem imaginären, fernen Klang, dem sie nahekommt, ohne ihn je vollends zu erreichen“, sagt der Komponist selbst über seine Werke. Die Persönlichkeit Peter Ruzicka und eine Auswahl seiner Werke werden vielfach präsent sein: einerseits musikalisch im Eröffnungskonzert sowie in ausgewählten, von Dozenten gestalteten Meisterkonzerten. Des Weiteren leitet Ruzicka eine Meisterklasse für Komposition mit Fokus auf „Streichquartette“ in der ersten Kurs­periode. Überdies wird ein Seminar veranstaltet, in dem die Annäherung eines Komponisten an große Literatur, etwa eines Celan oder Hölderlin, und deren Ausdeutung in der musikalischen Umsetzung hinterfragt wird. In einem eigenen Portraitkonzert unter der Leitung des Composers in Residence wird das oenm (Österreichisches Ensemble für Neue Musik) am 3. August Kompositionen von Ruzicka darbieten.

Weitere Informationen: www.uni-mozarteum.at/sommerakademie

 

Das könnte Sie auch interessieren: