Internationaler Mozartwettbewerb 2016

Universität Mozarteum Salzburg


(nmz) -
Die Mozart-Stadt Salzburg ist wie keine andere von Musik geprägt: Die Salzburger Festspiele, die Mozartwoche der Stiftung Mozarteum, die Oster- und Pfingstfestspiele sowie die Universität Mozarteum mit ihrer Internationalen Sommerakademie führen regelmäßig die renommiertesten Künstlerinnen und Künstler der Welt nach Salzburg.

Ein weiteres internationales Aushängeschild ist seit der Premiere im Jahr 1975 der Internationale Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum – einer der großen internationalen Musikwettbewerbe, der seit 2014 im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt wird. Die nächsten Termine und Wettbewerbs-Sparten sind somit der Februar 2016 (Violine/Klavier) und das Jahr 2018 (Streichquartett/Gesang). Anmeldeschluss für den 12. Internationalen Mozartwettbewerb von 1. bis 11. Februar 2016 ist – sowohl für Violine als auch für Klavier – der 15. September 2015. Teilnahmeberechtigt sind junge Musikerinnen und Musiker aus aller Welt, Jahrgang 1984 oder jünger.

Jeweils 10.000 Euro für die Spartensieger
In der Vergangenheit war die Teilnahme an diesem traditionsreichen Salzburger Wettbewerb für viele Gewinner ein wichtiger Impuls sowie ein Sprungbrett zur künstlerischen Weltkarriere. Überdies winken den erfolgreichsten Talenten hohe Geldpreise sowie weitere Förder- und Sonderpreise, darunter CD-Aufnahmen und Einladungen zu Konzerten. Vom Preisgeld in Gesamthöhe von 42.000 Euro gehen jeweils 10.000 Euro an die Sieger der beiden Sparten, 7000 Euro an die Zweitplatzierten und 4000 Euro an die Drittplatzierten. Über die Reihung entscheidet eine hochkarätige Jury unter dem Vorsitz von Benjamin Schmid (Violine) und Pavel Gililov (Klavier).

Preisgelder und Topplatzierungen sollten freilich nicht die wichtigsten Beweggründe für eine Reise nach Salzburg sein. Die größte Freude hatte das Organisationsteam nach der letzten Auflage des Internationalen Mozartwettbewerbes, als dieser in Medienkritiken mit dem Prädikat „Salzburger Wohlfühlwettbewerb“ geadelt wurde. „Bedeutet Wettbewerb für die Teilnehmer normalerweise Stress pur, so konnte es hier tatsächlich vor allem um eines gehen: um die Musik … So fuhr nach diesem Wettbewerb sicher keines der Ensembles mit einem Gefühl der Niederlage nach Hause. Das ist wahrscheinlich das schönste Ergebnis, zu dem so ein musikalisches Kräftemessen kommen kann“, schrieb etwa Musikkritikerin Katherina Knees nach dem Internationalen Mozartwettbewerb der Sparte Streichquartett im Jahr 2014.   

„Wohlfühlwettbewerb“ statt Konkurrenzdruck
„Das hat uns riesig gefreut, denn ein Wettbewerbs-Feeling, das von gegenseitiger Wertschätzung anstelle eines starren Konkurrenten-Tunnelblicks geprägt ist, liegt uns sehr am Herzen“, bekräftigt der Salzburger Organisationsleiter Stefan David Hummel und betont: „Es geht uns auch um das Gemeinsame, um Gespräche und Unterstützung, vom kompetenten Feedback durch die Jury-Mitglieder nach dem Ausscheiden bis hin zum ergänzenden und kostenfreien Angebot des körperorientierten Dr.-Moshé-Feldenkrais-Coachings für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Wettbewerbstagen.“
Auch für Mozarteum-Rektor Siegfried Mauser, der die künstlerische Leitung des Internationalen Mozartwettbewerbes 2016 innehat, sind solche Aspekte des „Miteinander“ mindestens ebenso wichtig wie die naturgemäß zu einem Wettbewerb gehörende Leistungsschau: „Das Bewusstsein eines hohen künstlerischen Anspruchs muss schon bleiben, sonst braucht man ja keinen Wettbewerb, aber wir wollen ein positives Klima schaffen, damit das nicht in brutale Konkurrenz ausartet. Egal ob große internationale oder kleine regionale Musikwettbewerbe, die Tendenz geht immer stärker in die Richtung, dass man gegenseitig voneinander lernt. Dass mehr der Austausch als die Rivalität im Mittelpunkt steht.“

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