Musik für zwei: Werke mit musikalischem Dialog

Atmosphärisches Konzert der Bezirksgruppe Braunschweig präsentiert


(nmz) -
Traditionell fand Anfang Dezember im wunderschön dekorierten Augustinus-Saal in Braunschweig ein Dozentenkonzert des DTKV statt.
Ein Artikel von bica

Auf dem Programm standen diesmal Werke im Duett in verschiedenen Formationen. Das Konzert eröffneten Christiane Rust (Gesang) und Claudia Bigos (Klavier) mit drei Liedern, wobei das „Drei Kön’ge wandern aus“ von Peter Cornelius atmosphärisch auf die vorweihnachtliche Stimmung einstimmte. Djamilah Köhli (Klarinette) und Friederike Leithner (Klavier) präsentierten einen Beitrag aus der klassischen Epoche, nämlich das Klarinettenkonzert Es-Dur von Karl Stamitz. Alle drei Sätze erfreuten mit ihrem fröhlichen, flotten Charakter und bewiesen wieder mal, wie gut sich die beiden Dozentinnen im musikalischen Dialog der Instrumente verstehen. Es folgten drei Lieder von Max Reger, die von Christane Rust und Claudia Bigos dargeboten wurden. Hier hat Reger sich mit alten weihnachtlichen Dichtungen,etwa von Erasmus Alberus, in streng durchgeführtem polyphonen Fundament auseinandergesetzt.
Die Sonatina für Klarinette und Klavier von Boguslav Martinu, vorgetragen vom Duett Köhli-Leithner, lieferte einen Beitrag zur Musik des 20. Jahrhunderts. Die moderne, stark rhythmisierte Harmonik fühlte sich nicht beengt durch den Korsett einer klassischen dreisätzigen Aufbauform.
Anlässlich des Wagner-Jahres stellten die Mezzosopranistin Friederike Kannenberg und Ilka Schibilak (Klavier) drei Lieder aus dem Wesendonck- Zyklus vor. Frau Kannenberg erläuterte dem Publikum den Inhalt der Lieder, die sich in Traumwelten voller Liebe und Sehnsucht abspielten.
Das Andante spianato et Grande Polonaise brillante op. 22 von Frédéric Chopin, beeindruckend virtuos von Ilka Schibilak vorgetragen, stellte die glanzvolle Krönung des gelungenen Abends dar. Zur großen Freude des Publikums stimmten alle gemeinsam das Lied „Guten Abend und Gute Nacht“ von Johannes Brahms ein und man fühlte sich im Herzen, um mit den Worten von Erasmus Alberus zu sprechen, wie „Ein Kind der ewigen Seligkeit“. Ein schönes Gefühl.
  

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