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Oktober 2009


(nmz) -
Abschlusskonzert in Dresden, Weblog im nmz-Netz: der European Workshop of Contemporary Music - Stuttgarter Kompositionspreis 2010 - Donaueschingen live - Festival Zeitpunkt - Kongress für Musikerziehung - Deutsch-französischer Fonds - Paul Sacher Stiftung: Neue Übernahmen -

Netzgrüße aus Warschau

Abschlusskonzert in Dresden, Weblog im nmz-Netz: der European Workshop of Contemporary Music

Mit einem Konzert im Festspielhaus Hellerau in Dresden geht am 6. Oktober 2009 die siebte Arbeitsphase des „European Workshop for Contemporary Music“ (EWCM) zu Ende. Eine Woche lang studierten die 23 Teilnehmer des EWCM, einer Koproduktion von Deutschem Musikrat und „Warschauer Herbst“, unter der Leitung von Rüdiger Bohn Werke von Karol Nepelski, André Werner, Filip Matuszewskî und Iannis Xenakis ein, die sie zunächst am 24. September 2009 in Warschau aufführten. Die eine Hälfte des Ensembles reiste aus Deutschland an, die zweite Hälfte erwartete sie bereits in Warschau. Seit 2003 wird mit dem EWCM jährlich ein neues Programm einstudiert, das Ensemble gehört inzwischen untrennbar zum renommierten Festival „Warschauer Herbst“.

Im Internet-Blog „Czesz aus Warschau!“ – „Hallo Warszawa!“ schrieben Musiker des Ensembles erstmals ein Online-Tagebuch zum Workshop, nachzulesen auf den Internet-Seiten der nmz. Themen des Weblogs sind unter anderem die Erarbeitung der neuen Werke, die Begegnung mit Musikern aus anderen Ländern, das Zusammentreffen mit Komponisten und der Weg zu den Konzerten in Warschau und in Dresden. http://blogs.nmz.de/szenemusik/

Stuttgarter Kompositionspreis 2010

Der Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart 2010 ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Er kann in bis zu zwei Teilen vergeben werden, teilnahmeberechtigt sind Komponistinnen und Komponisten mit Wohnsitz in Deutschland. Es sollen zwei, es dürfen aber nicht mehr Kompositionen eingereicht werden. Der Bewerbung ist für jede eingereichte Komposition eine Partitur beizulegen, bei elektronischen Kompositionen ist ebenfalls eine Dokumentation beizufügen. Da die Werke der Jury anonym vorgelegt werden, dürfen weder Namen noch Nummern von Verlagspartituren oder sonstige Hinweise angegeben werden. Ausgeschlossen sind Werke, die im Rahmen eines Wettbewerbs ausgezeichnet wurden. Einsendeschluss ist der 11. Januar 2010: Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart, Eichstr. 9, 70173 Stuttgart.

Donaueschingen live

Mit zahlreichen Aktivitäten begleiten nmz Online und nmz Media in diesem Jahr die Donaueschinger Musiktage. Tagesaktuell wird das Media-Team filmische Eindrücke vom traditionsreichen Festival ins Netz des SWR und der nmz stellen, Arno Lücker kommentiert das Geschehen im „Bad Blog of Musick“.

Präsentationen der von nmz Media produzierten Filme zum Into-Projekt des Siemens Arts Programs sind außerdem Bestandteil des Programmbereichs Klangkunst. Das Thema „Mediale Musikvermittlung“ ist dann auch Thema zweier Werkstattgespräche am Donnerstag, den 15.10. (17 Uhr) und am Samstag, den 17.10. (15 Uhr), moderiert von den nmz-Chefredakteuren Juan Martin Koch und Andreas Kolb. Sämtliche Konzerte werden neben der Radioübertragung auch im Live-Stream des SWR gesendet.

www.SWR2.de/donaueschingen www.nmz.de

Festival Zeitpunkt

Der Cellist Julian Arp und der Pianist Caspar Frantz haben sich in den letzten Jahren mit erfolgreichen Konzerttourneen und CDs einen Namen gemacht. In Berlin startet ab November 2009 ihr eigenes Festival Zeitkunst. Im Mittelpunkt des Festivals steht die Verbindung zwischen Kammermusik und Gegenwartsliteratur, die in zahlreichen Konzert-Lesungen hergestellt wird. Autoren sollen sich von der Kammermusik inspirieren lassen und umgekehrt. So sind die beiden auf dem Programm stehenden Uraufführungen von Samir Odeh-Tamimi und Christoph Ehrenfellner zu den Texten junger Autoren komponiert. Die künstlerische Leitung des Projekts übernimmt der Verleger und Autor Johannes CS Frank. Unterstützt werden Arp&Frantz von der Hochschule für Musik Hanns Eisler, der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. www.zeitpunkt-festival.de

Kongress für Musikerziehung

Vom 15. bis 18. Oktober 2009 findet unter dem Titel „Wir sind ganz Ohr“ in Feldkirch ein Europäischer Kongress für schulische und außerschulische Musikererziehung statt. Es handelt sich um den 9. Bundeskongress der AGMÖ Arbeitsgemeinschaft Musikerziehung Österreich und den 10. Landeskongress der Musikpädagogik Baden-Württemberg. Die AGMÖ veranstaltet diesen internationalen Kongress gemeinsam mit VDS, AfS und dem Vorarlberger Musikschulwerk, unterstützend sind auch VdM und SMPV tätig. Bei dem Kongress werden die Bedeutung der Hörerziehung und der Sensibilisierung des Hörsinns auf dem Weg zu mehr Unterrichts-, Musizier- und Lebensqualität diskutiert. Infos: Pädagogische Hochschule Vorarlberg und Landeskonservatorium, Tel. +43-664/88 46 34 22,
michael.neunteufel@vlk.ac.at

Deutsch-französischer Fonds

Bis zum 13. November können Ensembles oder Festivals, die sich mit dem Werk eines deutschen oder französischen Komponisten auseinandersetzen, beim „Deutsch-französischen Fonds für zeitgenössische Musik“ einen Antrag auf finanzielle Unterstützung stellen. Mit dem Ziel, den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich zu fördern, wurde der Fonds im März dieses Jahres gegründet. Er befindet sich noch in der Aufbauphase und verfügt über ein Budget von 115.000 Euro pro Jahr, mit dem er Projekte fördert, die in Deutschland oder Frankreich stattfinden. Die behandelten Werke sollten in den letzten 30 Jahren entstanden sein oder sich noch in der Schaffensphase befinden. Näheres zu Auswahlkriterien und Antragstellung gibt es unter: http://dffzm.blogspot.com.

Paul Sacher Stiftung: Neue Übernahmen

Die Paul Sacher Stiftung in Basel berichtet die Übernahme von drei neuen Sammlungen: so Manuskripte der Schweizer Komponistin und Pianistin Geneviève Calame (1946-1993), die sich der Komposition von elektronischen und Multimedia-Werken verschrieben hat. Die Sammlung des Schweizer Komponisten Jacques Guyonnet (geb. 1933) umfasst Musikmanuskripte und Musikdrucke des Studio de Musique Contemporaine. Steve Reich (geb. 1936) hat einen ersten, äußerst umfangreichen Bestand an Schaffensdokumenten übergeben, neben Manuskripten aus verschiedenen Arbeitsstadien Ton- und Programmdateien.

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