Neue Impulse, gelungene Projekte

Die Preisträger des Hochschulwettbewerbs Musikpädagogik


(nmz) -
Am 3. Mai 2020 hätte in Essen die Finalrunde des Wettbewerbs Musikpädagogik der deutschen Musikhochschulen stattfinden sollen. Die Abschlussrunden dieses vom Bundesverband Musikunterricht (BMU) und vom Verband deutscher Musikschulen (VdM) mit Preisgeldern von insgesamt 7.000 Euro ausgestatteten Wettbewerbs finden traditionell am Sonntag vor der Eröffnung der Sommerkonferenz der Musikhochschulen statt. Virusbedingt musste die Folkwang Universität der Künste Essen als diesjähriger Gastgeber die Präsenzveranstaltung absagen. In Rücksprache mit der Jury und dem RKM-Vorstand entschied die an der HfMT Köln ansässige Geschäftsstelle des Wettbewerbs daraufhin, den Wettbewerbw nicht zu verschieben, sondern die vier Finalis­tinnen und Finalisten zu einer Online-Runde einzuladen. Prof. Dr. Wolfgang Lessing (Musikhochschule Freiburg) kam als Juryvorsitzender die Aufgabe zu, die verschiedenen Fragen der insgesamt zehnköpfigen Jury zu bündeln und unter den wachsamen Augen der Online-Öffentlichkeit die Gespräche zu führen.
Ein Artikel von Heinz Geuen

Der erste Preis wurde an ein Studierendenteam von der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden vergeben. Unter der Überschrift „Neue Impulse für die IGP“ entwickelten Judith Beckedorf, Ida-Lene Bragenitz, Ladislav Pazdera und Georg Wiede (Foto: privat) auf der Basis empirischer Forschung einen Leitfaden für die Unterrichtsreflexion im Instrumentalunterricht, durch den insbesondere Aspekte der Unterrichtskommunikation gezielt in den Blick genommen werden können. (Die Preisträger werden ihr Konzept in der kommenden Ausgabe der nmz vorstellen.)

Nicole Lena de Terry und Joachim Geibel von der Hochschule für Musik und Tanz Köln konnten mit ihrem künstlerisch-pädagogischen Projekt „Musikalische Identitäten“ einen zweiten Preis erreichen. Hier überzeugte die Verbindung von umsichtiger Reflexion des Identitätsthemas mit einer künstlerischen Performance, in der (migrantische) musikalische Identitäten sich auf vielfache Weise durchkreuzten und verbanden. Ähnlich gelagert war das Projekt von Aurelia Lampasiak von der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sie präsentierte mit „#Haymatsounds“ ein kompositionspädagogisches Projekt mit Jugendlichen zu zeitgenössischen postmigrantischen Gedichten und errang damit den 3. Platz.

Gewissermaßen das Problem der Chöre in Corona-Zeiten vorausahnend, konnte sich Dennis Heitinger von der Musikhochschule Trossingen mit seinem auf Video-Tutorials basierenden Projekt „Chorprobe 2.0“ für einen Förderpreis qualifizieren.

Das könnte Sie auch interessieren: