Neue Professuren vergeben

Susanne Knapp, Jan Donner, Jean-Noël Briend, Burak Marlali


(nmz) -
Die Musiktheaterregisseurin Susanne Knapp ist die neue Professorin für Szenischen Unterricht und Künstlerische Leiterin der Opernklasse der HfM Dresden. Geboren auf Rügen, begann Knapp früh mit ihrer musikalischen Ausbildung und einer intensiven Orchester- und Kammermusiktätigkeit als Bratschistin.

Nach dem Abitur am Landesgymnasium für Musik Dresden absolvierte sie eine Schauspielausbildung und studierte Musiktheaterregie in Berlin. Seit vielen Jahren inszeniert Knapp im In- und Ausland sowie für Festivals und lehrt zeitgleich an den Musikhochschulen in Frankfurt/ Main, Hamburg und Leipzig. „Es erfüllt mich mit großer Freude, Handwerk zu vermitteln und den jungen Menschen etwas in diesen wichtigen Jahren ihrer künstlerischen Ausbildung mitzugeben“, so Knapp. Sie wolle mit den Studierenden inhaltlich, emotional und körperlich tief in die Materie des Theaters und der Musik, der Welt und des Menschen einsteigen, um ihre Grenzen zu erweitern und sie somit stark für die Bühne zu machen. „Die Musikhochschule in Dresden ist für mich ein faszinierender Ort mit Wurzeln und Geschichte. Ich mag den Gedanken hier eine Beständigkeit vorzufinden, die ich als Freiberuflerin nur punktuell hatte und freue mich gleichzeitig darauf, das Erbe dieser Institution im Team fortzuführen“, so Knapp. Für ihr Debüt zur Opernproduktion im Frühjahr 2023 plant Knapp einen Doppelabend: Ausschnitte aus Werken Monteverdis treffen auf Dominick Argentos „The Boor“ aus den 50er Jahren.

Jan Donner ist seit dem Wintersemester 2022/23 neuer Professor für Posaune und stellvertretender Studiendekan der Blasinstrumente an der HfM Dresden. Aufgewachsen im Bergischen Land lernte er zunächst Klavier, bevor er die Instrumente der Posaunenfamilie für sich entdeckte und zu studieren begann. Seit 2017 ist er als Wechselposaunist im Orchester der Deutschen Oper Berlin angestellt, spielt als Gast in zahlreichen deutschen und internationalen Orchestern und musiziert deutschlandweit mit dem Blechbläser-Ensemble 10forBrass. Erfahrungen in der Lehre sammelt er seit 2018 in Rostock und seit 2019 in Berlin. „Es ist spannend zu sehen, wie begeistert Studierende von Musik und vom Musikmachen sind und wie sie sich im Laufe des Studiums entwickeln. Ich freue mich darauf, ein Teil davon zu sein“, so Donner. Er hoffe zwischen allen Blechbläserinnen und Blechbläsern, ein Gemeinschaftsgefühl erwecken zu können.

Jean-Noël Briend ist seit dem 1. Oktober 2022 neuer Professor für Gesang. Geboren in der Bretagne/Frankreich kam er durch das Klavierspiel zum Gesang. Bevor er das Stimmfach in Tenor wechselte, studierte er Bariton in Tours, Saint-Maur-des-Fossés und Paris. In verschiedenen Hauptrollen gastierte er an großen internationalen Opernhäusern. Briend ist der Gründer und Leiter der Internationalen Sommerakademie am Rhein (eine Akademie für junge Opernsänger und Korrepetitoren) und unterrichtete von 2017 bis 2022 als Gesangslehrer an der Kunst- und Musikhochschule HEAR Strasbourg (Frankreich). „Ich freue mich darauf, die Studierenden verschiedenster Nationalitäten zu begleiten und ihnen dabei zu helfen, sich zu entfalten. Die Arbeitsmethoden an deutschen Musikhochschulen unterscheiden sich zu denen in Frankreich und ich freue mich darauf, diese zu vertiefen“, so Briend. Er fühle sich in Dresden sehr gut aufgehoben und habe das Gefühl, dass sein Respekt im Dienste der Kunst und seine Grundwerte der Pädagogik hier geteilt würden.

Der Solo-Bassist des Gewandhausorchesters Leipzig, Burak Marlali, ist neuer Professor für Kontrabass an der HfM Dresden. 1980 in einer Musikerfamilie in Ankara (Türkei) geboren, studierte er am Royal Northern College of Music Manchester in England, an der Musikhochschule Freiburg und war Teil der Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks in München. Marlali gewann zahlreiche Preise und spielte in namhaften europäischen Orchestern. Erste Lehrerfahrungen machte der Kontrabassist am Konservatorium in Amsterdam, nun will er seine eigene Klasse an der HfM Dresden aufbauen. „Mein eigener Lehrer war sehr egozentrisch und von oben herab. So möchte ich nie sein. Ich will meine Studierenden unterstützen, wo ich kann, im Spiel und mit meinen Erfahrungen aus allen Lebenslagen eines Musikers.“ Dabei lerne er selber sehr viel von den Studierenden: „Vor allem Flexibilität. Es gibt nicht nur einen Weg, um gut Kontrabass zu spielen. Die Studierenden haben gute Ideen für Herangehensweisen an Stücke oder Fingersätze, wir probieren sie zusammen aus und lernen so voneinander.“

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