Neugründung an der mdw : Institut für Alte Musik

mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien


(nmz) -
Mit einem musikalischen Festakt feierte die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien am Freitag, 8. Oktober 2021 die Gründung ihres Instituts für Alte Musik. Das neue Institut geht aus der ehemaligen Abteilung für Alte Musik des Joseph Haydn Instituts hervor und soll die seit Jahrzehnten an der mdw gesetzten Schwerpunkte im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis bündeln und erweitern. mdw-Rektorin Ulrike Sych: „Mit der Neugründung des Instituts für Alte Musik kann die mdw die langjährige erfolgreiche Arbeit im Bereich der Alten Musik verstärkt sichtbar machen und neue Impulse für die Weiterentwicklung der künstlerischen und wissenschaftlichen Exzellenz setzen.“
Ein Artikel von Isabella Pohl

Höchste Qualität

Das Institut zählt herausragende, weltweit tätige Künstler*innen zu seinen Lehrenden und bietet den Studierenden somit Nähe zur Praxis, höchste Qualität in der Ausbildung, Einbindung in internationale Diskurse und die besten Voraussetzungen für eine eigenständige künstlerische Entwicklung. Unter den Professor*innen und Lektor*innen finden sich Céline Frisch, Michael Schade, Stefan Gottfried, Erich Traxler, Hiro Kurosaki und weitere in der Szene bedeutende Persönlichkeiten. Zum Institutsleiter wurde Stefan Gottfried ernannt, der als Professor für Klavier an der mdw seit langer Zeit einen Schwerpunkt auf die historischen Aufführungspraxis gelegt hat und seit 2016 den Concentus Musicus Wien leitet. Er gestaltet mit seinem Team das Institut für Alte Musik als Kompetenzzentrum und Schnittstelle für alle Alte-Musik-Aktivitäten an der mdw. Dabei sollen die vielfältigen Verbindungen u.a. mit der Interpretationsforschung, den Instrumentalinstituten, der Kirchenmusik, den SängerInnen und DirigentInnen sowie der Musikpädagogik intensiviert werden.

Für Stefan Gottfried gleicht die Beschäftigung mit der Alten Musik einer „Suche nach Diversität von Klängen“, bei der man sich der Musik über die Quellen sowie zeitspezifische Instrumente und Spieltechniken annähert. „Dieser Herangehensweise liegt die Überzeugung zugrunde, dass Musik zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich empfunden wurde und man dafür unterschiedliche Klangmittel benötigt – sich darauf einzulassen bereichert und vertieft das eigene Musizieren im Hier und Jetzt. Man beginnt, neue musikalische Sprachen zu lernen und sich darin auszudrücken.“

Zukunftsausblicke

Das Institut für Alte Musik bietet zusätzlich zu den bereits lange etablierten Cembalo- und Blockflöten-Studien seit zwei Jahren das neue Masterstudium „Historische Aufführungspraxis“ an, betreut die Pflichtfächer im Bereich der historischen Aufführungspraxis für die Instrumentalstudien der anderen Institute und veranstaltet regelmäßige Masterclasses und Workshops mit renommierten MusikerInnen und FachexpertInnen. Institutsübergreifende und außeruniversitäre künstlerische Projekte führten bereits zu Kooperationen u.a. mit dem Max Reinhardt Seminar und den Barocktagen Melk. Für die Zukunft der Alten Musik an der mdw gibt es vielfältige Ideen und Pläne –von einer Erweiterung des Studienangebots bis zur Etablierung eines eigenen „mdw Barockorchesters“.

www.mdw.ac.at/altemusik

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