Partnerschaft: Musikschule und Blasmusik

Neues VBSM-Referat für bläserische Ausbildung und Blasmusik


(nmz) -

„Wichtigstes Ziel ist, dass wir uns nicht als Konkurrenten, sondern als notwendige Ergänzungen mit jeweils eigenem Profil sehen“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen e.V. (VBSM), Werner Mayer, in einem Gespräch mit Andreas Horber, Geschäftsführer des Musikbundes von Ober- und Niederbayern e.V. (MON).


Dass Musikschulen und Blasmusikvereine vielerorts bereits zu Partnern geworden sind, zeigen die zahlreichen Projekte, Arbeitsgemeinschaften und Kooperationen. Musikschulen helfen, die Nachwuchssituation der Blasmusikvereine zu verbessern; viele Musikschullehrkräfte leiten Blaskapellen und sind im Musikbund engagiert. Der Musikbund ermöglicht wiederum allen Musikschulen die Mitgliedschaft und die Teilnahme an Wertungsspielen und Leistungsprüfungen. Die beiden Verbände sind sich einig, dass diese Form der übergreifenden Zusammenarbeit wichtig ist, da sie die Qualität der musikalischen Bildung fördert.

Erstmals präsentierten im Mai die beiden Musikverbände ihre guten Beziehungen einer breiten Öffentlichkeit. Im Rahmen der Eröffnungsfeier besiegelten Landrat Hanns Dorfner, VBSM-Präsident, und MdL Dr. Thomas Goppel, MON-Präsident, offiziell den Schulterschluss. Eine Kooperationsvereinbarung legt nun die vertiefte Zusammenarbeit auf Orts-, Regional- und Landesebene fest. Die Stadtkapelle Wasserburg am Inn und das Vokalensemble „unPLAKKT“ der Städtischen Musikschule Wolfratshausen verliehen dem Festakt den feierlichen Rahmen.

„Bühne frei“ hieß es für elf Musikschulen aus Ober- und Niederbayern am „Tag der bläserischen Ausbildung“. Die Präsentation der Musikschularbeit im Rahmen des 11. MON-Verbandsmusikfestes in Wasserburg am Inn spiegelte den Brückenschlag zwischen Blasmusikverband und Musikschulen. Die Gruppen und Ensembles demonstrierten auf einer Open-Air-Bühne in der Altstadt von Wasserburg am Inn auf hohem musikalischen Niveau die Bandbreite der bläserischen Ausbildung in den Musikschulen. Das Programm bot für jeden Geschmack etwas: von altbairischer Blasmusik und Tanzlmusik über Swing, Brass und Klassik bis zu Jazz und Latin. Vertreten waren die Musikschulen Kolbermoor, Pfaffenhofen, Grassau, Dingolfing, Inzell, Geltendorf, Landshut, Freising, Passau (Kreis), Unterhaching und Starnberg. Das Programm moderierte Stephan Ametsbichler vom Bayerischen Rundfunk, Redaktion Laienmusik.

Im Rahmen der BR-Liveübertragung des Musikfestes berichtete der Bayerische Rundfunk auch vom „Tag der bläserischen Ausbildung“. Neben den musikalischen Darbietungen konnten Zuhörer und Nachwuchsmusiker alles Wissenswerte über Theorie und Praxis im Unterricht für Blasinstrumente erfahren. Sehr zufrieden zeigten sich MON und VBSM über den gelungenen Auftakt der Zusammenarbeit auf Verbandsebene.

Klaus Hammer, stellvertretender Leiter des Zweckverbandes Musikschule Schweinfurt und Vorstandsmitglied für den Regierungsbezirk Unterfranken, ist der Fachsprecher des neuen VBSM-Referats für bläserische Ausbildung und Blasmusik. Hammer absolvierte sein Musikstudium (Hauptfach Posaune) an der Hochschule für Musik in Würzburg. An der Musikschule Schweinfurt unterrichtet er die Instrumentalfächer rund um das „tiefe Blech“. Unter seiner Leitung stehen das „Turmbläser-Ensemble“, die „Brassensation“ und die „Junior-Big Band“ der Musikschule.

Neben der stellvertretenden Musikschulleitung ist Klaus Hammer als Kreisdirigent im Landkreis Schweinfurt tätig und seit 15 Jahren Dozent für den Leistungswettbewerb „D 3 – Goldwoche“ in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg. Im Bezirk Unterfranken betreut er die D-1- und D-2 – Prüfungen und ist bezirksübergreifend als Wertungsrichter für Spiel in kleinen Gruppen, Solo-/Duo –Wettbewerbe und Orchesterwertungsspiele zuständig. Den Schwerpunkt seiner Arbeit als Blasmusikbeauftragter des Musikschulverbandes sieht Klaus Hammer vor allem in der Förderung von Kommunikation und Koordination zwischen Laien- und Berufsmusikern. Der Fachsprecher weiß aus eigener Erfahrung, dass „die vertiefte Zusammenarbeit auf sehr vielen Feldern möglich ist“.

Das könnte Sie auch interessieren: