Ungenaues Bild gezeichnet

Zum Artikel „Noten im Internet“, nmz 11/02, S. 21


(nmz) -

Der vorliegende Artikel wirft ein ungenaues Bild auf den heutigen Stand des digitalen Notenvertriebs. Zurzeit finden einige wichtige Entwicklungen in diesem Bereich statt, besonders in Ländern, in denen das traditionelle Vertriebsnetz nicht gut ist. Zur Ergänzung möchte ich drei wichtige Punkte in Bezug auf den Artikel klären:

Ein Artikel von Jonathan Irons

  1. Das Werner-Icking-Archiv ist aus einem Projekt namens MusiXTex entstanden, das eine plattformunabhängige Computersprache für die Darstellung und Übertragung von Notengrafiken entwickelte – ein zentrales Instrument für das Wachstum von digitalen Vertriebswegen. Werner Icking war bis zu seinem Tod 2001 an diesem Projekt beteiligt. Die Verwalter des Archivs verbieten keineswegs „jegliche Aufführung“ der Werke. Es wird entsprechend der gesetzlichen Lage vermerkt, dass das Recht, ein urheberrechtlich geschütztes Werk zu drucken, wie üblich nicht das Recht zur Aufführung mit einschließt. Dieses wird in Deutschland gewöhnlich von der GEMA wahrgenommen. Die fehlende Adresse des Archivs lautet http://icking-music-archive.sunsite.dk
  2. Es ist nicht mit einer „zufriedenstellenden Lösung des Problems [Copyright] zu rechnen …“. Urheberrechte sind kein „Problem“. Vielmehr sind sie eine der Voraussetzungen für die kreative Entwicklung des Musikmarktes, on- und offline. Unter www.sheetmusicnow.com/nmz finden Sie Links zu einer Auswahl von Websites, die alle Lösungen für den legalen digitalen Vertrieb von Noten entwickelt haben.
  3. Wo sind denn alle diese „gut sortierten“ Musikhändler wirklich, in deren Atmosphäre man eine „umfassende Beratung“ genießt? Ich komme einfach zu selten aus dem Haus heutzutage.

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