Wettbewerb der Musizierfreude

Zum 13. Münchner Klavierpodium der Jugend


(nmz) -
Seit nun 15 Jahren findet jeden Sommer das „Münchner Klavierpodium der Jugend“ statt. Hinter diesem Namen offenbart sich dem staunenden Zuhörer ein ungewöhnlicher Klavierwettbewerb. Ungewöhnlich warum? Den Zieheltern des Wettbewerbs, Ludmilla und Simon Gourari, ist es gelungen, mit Kollegen, Unterstützern, Sponsoren, Medien und den vielen jungen teilnehmenden Pianisten eine Atmosphäre von Freundschaft, Verständnis, pädagogischer Betreuung, Beratung und positivem Ansporn im Ringen um die musikalische Gestaltung zu schaffen. Wahrscheinlich schon an die 1.000 junge Pianisten haben inzwischen am Wettbewerb teilgenommen und spüren in der Praxis, wie positiv die Auftrittssituation ist. Ziel ist es nicht, alle zu Berufspianisten zu machen, sondern sie zu ermuntern, ihre Fähigkeiten auszubauen und zu entwickeln und ihr Gespür für die eigenen Stärken und Schwächen zu schärfen, damit sie ihren eigenen Weg finden.
Ein Artikel von Marcus Vitolo

Seit nun 15 Jahren findet jeden Sommer das „Münchner Klavierpodium der Jugend“ statt. Hinter diesem Namen offenbart sich dem staunenden Zuhörer ein ungewöhnlicher Klavierwettbewerb. Ungewöhnlich warum? Den Zieheltern des Wettbewerbs, Ludmilla und Simon Gourari, ist es gelungen, mit Kollegen, Unterstützern, Sponsoren, Medien und den vielen jungen teilnehmenden Pianisten eine Atmosphäre von Freundschaft, Verständnis, pädagogischer Betreuung, Beratung und positivem Ansporn im Ringen um die musikalische Gestaltung zu schaffen. Wahrscheinlich schon an die 1.000 junge Pianisten haben inzwischen am Wettbewerb teilgenommen und spüren in der Praxis, wie positiv die Auftrittssituation ist. Ziel ist es nicht, alle zu Berufspianisten zu machen, sondern sie zu ermuntern, ihre Fähigkeiten auszubauen und zu entwickeln und ihr Gespür für die eigenen Stärken und Schwächen zu schärfen, damit sie ihren eigenen Weg finden.

Auch die 13. Ausgabe des „Münchner Klavierpodium der Jugend“ bestätigte die guten Erfahrungen der letzten Jahre: 70 Teilnehmer in 5 Alterskategorien aus ganz Europa und darüber hinaus – jeder einzelne eine Persönlichkeit an den Tasten – stellten ihr Können, ihre Fantasie und Fähigkeiten vor. Preise gibt es nicht nach Punkten und nicht nur eine Jury.

Belohnt wird die beste Interpretation eines Werkes eines Komponisten, der schönste Klavierton, die poetisch beste Interpretation und vieles mehr. Die „Marmortaste“ für das Nachwuchstalent des Jahres wird nur bei Einstimmigkeit der Fachjury vergeben. Der Klavierlehrer im Hintergrund wird auch belohnt, wenn auch nicht genannt, aber sein Schüler reicht ihm dann den Preis für pädagogische Leistung weiter.

Viele Preise sind reine Anerkennungspreise, manche sind Geldbeträge, manche Noten, Meisterkurse und Konzerte. Dafür engagieren sich das Steinway-Haus München, das Pianohaus Fischer, der Pianistenclub München, das „Podium für junge Solisten Tegernsee“, das Buchheim Museum Bernried u.v.m. Unter den drei auswählenden Jurys, deren Mitglieder sich alle unentgeltlich engagieren, gibt es neben der Fachjury und der Mediajury auch eine Juniorjury, bestehend aus den ehemaligen Teilnehmern, die so ihre Präferenzen weitergeben können und Ohr und Aug dabei schärfen. Pflichtstücke sind immer auf einen Komponisten bezogen, den Rest des Vorspielprogramms wählen die Teilnehmers frei aus. Pflichtkomponist dieses Jahres war Gilead Mishory, der beim Wettbewerb anwesend war und sich ganz gerührt von dem Erklingen seiner Kompositionen in so vielen unterschiedlichen Facetten, stets gekonnt und konzentriert dargeboten, aufs Herzlichste bedankte.

Mehr als zwanzig Finalisten in fünf Kategorien stellten sich den Jurys am 30. Juni. Lebendig, konzentriert und freudig strahlend, manche schüchterner manche selbstbewusster, gaben alle ihr Bestes und zeigten ihr Talent im Finale, von Simon Gourari vorgestellt und wohlwollend empfangen. Man kann nur bewundernd gespannt sein auf die Aufstellung der nächsten Ausgabe dieses wertvollen Zusammenkommens junger Talente.

Ähnliche Artikel