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Alle Artikel kategorisiert unter »Andreas Hauff«

Liebevoll und subtil inszeniert – Kurt Weills „Lady in the Dark“ in Mainz

23.05.14 (Andreas Hauff) -
Mit einer spartenübergreifenden Produktion als seiner letzten Regiearbeit wollte der scheidenden Intendant Matthias Fontheim Abscheid nehmen vom Staatstheater Mainz. Dass er sich für Kurt Weills „Lady in the Dark“ entschied, war ein Glücksfall. Deutsche Aufführungen des Erfolgsmusical von 1941 lassen sich bisher an einer Hand abzählen, und die neue deutsche Fassung von Roman Hinze war überhaupt erst einmal, vor zweieinhalb Jahren, am Opernhaus in Hannover zu erleben.

Wenn der Herzog den Künstler am Leben lässt …

06.04.14 (Andreas Hauff) -
Schon mit 19 Jahren, als junger Kapellmeister in Lüdenscheid, habe er das Musiktheater als seine Domäne entdeckt, gab Kurt Weill einmal zu Protokoll. Doch 64 Jahre nach seinem Tod bleibt auf deutschen Bühnen jenseits von „Dreigroschenoper“ und „Mahagonny“ immer noch viel zu entdecken – auch wenn sich die amerikanische Oper „Street Scene“ inzwischen im Repertoire etabliert.

Im Auge des Taifuns. Antony Hermus und die Anhaltische Philharmonie beim 22. Kurt-Weill-Fest im krisengeschüttelten Dessau-Roßlau

15.03.14 (Andreas Hauff) -
Auch das 22. Kurt-Weill-Fest in Dessau-Roßlau konnte mit Qualität und Vielfalt überzeugen. Doch es steht nicht gut um die Kultur in Sachsen-Anhalt, und auch während des Festivals war die Nervosität zu spüren. Im Mittelpunkt des Programms standen Betroffene: Artists-in-Residence waren die Anhaltische Philharmonie und ihr GMD Antony Hermus. Sie ließen sich nichts anmerken – jedenfalls beim Spielen.

Provokation ohne Lehre. Bert Brechts und Paul Hindemiths „Lehrstück“ von 1929 beim Augsburger Brecht-Festival

16.02.14 (Andreas Hauff) -
Bei der Uraufführung ein Skandal, später von Brecht umgearbeitet, aber kaum jemals aufgeführt: Das 1929 für das Festival „Deutsche Kammermusik“ in Baden-Baden komponierte „Lehrstück“ von Paul Hindemith und Bertolt Brecht stand jetzt als Eigenproduktion auf dem Programm des Augsburger Brecht-Festivals. Brechts Enkelin Johanna Schall inszenierte die Urfassung – und bei der berüchtigten Clown-Szene fiel niemand in Ohnmacht.

Lustvolles Spiel mit Rollenklischees

04.02.14 (Andreas Hauff) -
Ein Chor von Eisbären auf der Bühne ist zweifellos eine Seltenheit. Erstens sind die Tiere von Natur aus Einzelgänger, und zweitens spielt kaum ein Bühnenstück am Nordpol. Doch der Komponist Anno Schreier, der auf der Opernbühne bislang nur durch ernste Sujets aufgefallen ist, hat für das Theater Aachen eine „multinationale Polarkomödie mit Musik“ geschrieben, die haarscharf am apokalyptischen Abgrund zu balancieren scheint. Im Jahr 2015 werden demnach die Zustände in der Antarktis so bedrohlich, dass die Eisbären sich miteinander Gedanken machen.

Darsteller zum Spielen verurteilt – Gustave Kerkers Operette „Die oberen Zehntausend“ in Gießen

31.01.14 (Andreas Hauff) -
Zwischen den Gattungen Operette und Musical scheint ein tiefer Graben zu liegen – auch wenn das amerikanische Musical Wurzeln in der europäischen Operette hat und umgekehrt amerikanische Elemente die europäische Operetten-Bühne bereicherten. Dass nicht erst in den 1920er Jahren, sondern schon 1911, also noch im Deutschen Kaiserreich, ein Broadway-Komponist für Berlin schrieb, daran erinnert das Stadtheater Gießen mit einer Ausgrabung: Gustav Kerkers Operette „Die oberen Zehntausend“.

„Die Zeit der Theaterfürsten ist langsam vorbei.“ – Markus Müller, künftiger Intendant des Mainzer Staatstheaters, stellt Leitungsteam und konzeptionelle Ideen vor

08.01.14 (Andreas Hauff) -
Nach sieben eher mageren Jahren steht dem Staatstheater Mainz ein Leitungswechsel ins Haus. Markus Müller, derzeit noch Generalintendant am Staatstheater in Oldenburg, übernimmt zum Sommer 2014 die Position des derzeitigen Intendanten Matthias Fontheim. Müller, ein Freund flacher Hierarchien, stellte Anfang Januar sein Leitungsteam vor.

„Prinzessin im Eis“ Die Uraufführung von Anno Schreiers „multinationaler Polarkomödie mit Musik“ am Theater Aachen

07.01.14 (Andreas Hauff) -
Ein Chor von Eisbären auf der Bühne ist zweifellos eine Seltenheit. Erstens sind die Tiere von Natur aus Einzelgänger, und zweitens spielt kaum ein Bühnenstück am Nordpol. Doch der Komponist Anno Schreier, der auf der Opernbühne bislang nur durch ernste Sujets aufgefallen ist, hat für das Theater Aachen eine „multinationale Polarkomödie mit Musik“ geschrieben, die haarscharf am apokalyptischen Abgrund zu balancieren scheint. Im Jahr 2015 werden demnach die Zustände in der Antarktis so bedrohlich, dass die Eisbären sich miteinander Gedanken machen.

Zwei neue Kammeropern in Kaiserslautern: „Da kommt noch wer“ / „Ein Mond aus kochender Milch“

10.12.13 (Andreas Hauff) -
Eine Frau und zwei Männer, das ist immer wieder eine spannende Konstellation – auch auf der Bühne. Das Pfalztheater in Kaiserslautern kombiniert zwei neuere Kammeropern in dieser Besetzung. In der Inszenierung von Bruno Berger-Gorski sind, jeweils als deutsche Erstaufführung, auf der Werkstattbühne zu erleben: „Da kommt noch wer“ des norwegischen Komponisten Knut Vaage und „Ein Mond aus kochender Milch“ des Luxemburgers Camille Kerger.

Authentisches Zeitdokument aus der 1848er-Revolution – Albert Lortzings „Regina“ am Pfalztheater in Kaiserslautern

12.11.13 (Andreas Hauff) -
Es ist schon erstaunlich, passt aber ins Bild einer Musiktheaterlandschaft, die sich mit dem selbstgefälligen Wiederkäuen oder Zerfleddern des Bekannten leichter tut als mit der unbequemen Erschließung des Unbekannten und Interessanten. Nachdem die Originalfassung von Albert Lortzings während der1848erRevolution entstandener Oper „Regina“ 150 Jahre bis zur Uraufführung 1998 in Gelsenkirchen brauchte, hat es jetzt noch einmal 15 Jahre gedauert, bis wieder ein Theater das Stück auf die Bühne brachte: Das Pfalztheater in Kaiserslautern in Kooperation mit dem Ludwigshafener Theaterim Pfalzbau.
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