Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Andreas Hauff«

„Manon Lescauts“ Abstieg in die Gegenwart – Puccinis Oper am Staatstheater Mainz

18.02.20 (Andreas Hauff) -
214 Bewerbungen aus 32 Nationen gab es für den Europäischen Opernregie-Preis 2018. Nach der Finalrunde in Zürich vergab die Jury zwei erste Plätze. Einer davon ging an den britischen Regisseur Gerard Jones und die in London lebende Bühnen- und Kostümbildnerin Cécile Trémolières. Ihr Konzept für Giacomo Puccinis Oper „Manon Lescaut“ ist jetzt am Staatstheater Mainz zu erleben.

Søren Nils Eichbergs Oper „Wolf unter Wölfen“ in Koblenz uraufgeführt

05.01.20 (Andreas Hauff) -
Dass die 1920er Jahre in Deutschland wieder stärker in den Blick rücken, verdankt sich nicht nur dem Blick auf die neue Jahreszahl 2020, sondern auch einem gewachsenen Interesse an einem Jahrzehnt permanenter Krise, aber auch enormer künstlerischer Blüte. Beide Facetten zeigt auch die neueste Oper des Komponisten Søren Nils Eichberg, die noch im alten Jahr als Auftragswerk des Theaters Koblenz unter der Regie von Waltraud Lehner ihre Uraufführung erlebte.

Vergnüglich-hintergründige Familienoper – Uraufführung von Anno Schreiers „Der Zauberer von Oz“ am Theater Aachen

29.12.19 (Andreas Hauff) -
Schon einmal hat das Theater Aachen ein Auftragswerk an den Komponisten Anno Schreier vergeben. Im Spätherbst 2013 kam „Prinzessin im Eis“ heraus, eine hintersinnige „multinationale Polarkomödie in Musik“ auf ein Textbuch von Constantin von Castenstein. Sechs Jahre später ist nun am selben Ort „Der Zauberer von Oz“ zu erleben, „eine Oper für die ganze Familie“ nach einem Libretto von Alexander Jansen. Deren Konzept funktioniert offensichtlich: Bei der 3. Vorstellung ist das Theater vollbesetzt mit Zuschauern aller Altersgruppen, und selbst die Jüngeren, die vor Beginn noch auf ihren Plätzen herumzappeln und in der Pause durchs Foyer fegen, folgen der Vorstellung wie gebannt.

Leitgedanke „Courage“

24.10.19 (Andreas Hauff) -
Auch in diesem Sommer wartet das Rheingau-Musik-Festival mit einer Erfolgsbilanz auf: Vom 22. Juni bis zum 31. August gab es 146 Konzerte an 37 Spielstätten; die Auslastung betrug 92,5 Prozent, der Anteil der Eigenfinanzierung 99,69 Prozent. Intendanz, Geschäftsführung und Dramaturgie, so hat es den Anschein, wandeln auf vertrauten, auf sicheren Wegen. Was aber doch aufhorchen ließ, war der Leitgedanke: „Courage“.

Odysseus strandet in Kirchheimbolanden

27.09.19 (Andreas Hauff) -
Wie kommt Odysseus, der Vielgereis­te, ausgerechnet nach Kirchheimbolanden? Die pfälzische Kleinstadt nahe dem Donnersberg hatte ihre große Zeit im 18. Jahrhundert. Doch langsam besinnt man sich zurück auf das barocke Erbe. Vorläufiger musikalischer Höhepunkt dieser Entwicklung ist ein „Integratives Opernprojekt mit Schülern aus aller Herren Länder“ nach Claudio Monteverdis Oper „Il ritorno d‘Ulisse in patria“.

Preisgekrönt: Das Philharmonische Staatsorchester Mainz

01.07.19 (Andreas Hauff) -
Das Philharmonische Staatsorchester Mainz hat vom Deutschen Musikverlegerverband den Preis für das beste Programm der Spielzeit 2018/19 erhalten. Andreas Hauff hat ein Konzert aus der Reihe „Auf Wiederhören!? … reingehört und kommentiert – Musik der Gegenwart“ besucht. Wolfgang Rihm, Detlef Glanert und Rolf Riehm treffen aufeinander und einer „gewinnt“ ein Wiederhören. Aber wer?

Mut zur Erneuerung und Rolle rückwärts

08.05.19 (Andreas Hauff) -
„Mut zur Erneuerung“ verkündet das Motto des 27. Kurt-Weill-Festes in Dessau-Roßlau. Gemeint ist damit in erster Linie die Rückbesinnung auf den Geist der Jahre 1925 bis 1932, als das Bauhaus seinen Sitz in Dessau hatte. Dessen Erbe wird in der Stadt an der Mulde inzwischen sehr bewusst gepflegt. Als Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen des 1919 in Weimar begründeten Instituts sieht man der Eröffnung des neuen Bauhaus-Museums im September entgegen. „Mut zur Erneuerung“ lässt sich aber auch auf die Gegenwart beziehen.

Vielschichtige Tiefenbohrung

30.03.19 (Andreas Hauff) -
Ein wenig zeigte sich sein Verleger Peter Hanser-Strecker vom Mainzer Schott-Verlag immer noch konsterniert: György Ligeti beschloss sein Spätwerk nicht mit repräsentativen Großwerken wie Opern, Sinfonien oder Solokonzerten, sondern bosselte jahrelang an Klavieretüden herum, die gemeinhin eher als Stoff für Spezialisten gelten. Dass es ihm dabei nicht nur um neue Herausforderungen für zeitgenössische Pianisten, sondern auch um neue kompositorische Wege ging, wissen die Kenner. Mit ihrem Symposium „György Ligetis Klavierwerk“ setzte die Mainzer Hochschule für Musik nicht nur zu einer beachtlichen musikwissenschaftlichen Tiefenbohrung an, sondern verschaffte dem anwesenden Konzertpublikum auch ein seltenes Hörerlebnis.

Keine Ruhe vor dem Sturm – Georges Aperghis “L‘ avis de tempète“ am Staatstheater Mainz

20.03.19 (Andreas Hauff) -
Nach der Uraufführung im französischen Lille 2005 hat sich bislang kein Theater an Georges Aperghis‘ Oper „L‘Avis de Tempète“ gewagt: Nun hat das Staatstheater Mainz die deutsche Erstaufführung auf die Beine gestellt – eine bewundernswerte Leistung, die als Bühnenereignis trotzdem seltsam unberührt lässt. Andreas Hauff berichtet.

Paul Hindemiths letzte Oper „The Long Christmas Dinner“ an der HfMdK Frankfurt

24.12.18 (Andreas Hauff) -
Den Farbton „grau in grau“ hat man den späten Werken Paul Hindemiths nachgesagt, und entsprechend selten findet man sie auf Konzertprogrammen und Theaterspielplänen. Sich vom Gegenteil zu überzeugen, bot die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt nun Gelegenheit. Schon im November präsentierte sie drei Tage hintereinander Hindemiths letzte Oper „The Long Christmas Dinner“. Mit einer zweiten Aufführungsserie hat sie das Publikum nun in die Weihnachtsfeiertage entlassen – musikalisch überzeugend, aber szenisch durchwachsen.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: