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Alle Artikel kategorisiert unter »Christoph Schulte im Walde«

Gemeinsam die Region kulturell stärken

Die Sonne hätte scheinen und ein laues Lüftchen wehen sollen – stattdessen rieselte Dauerregen vom Himmel im beschaulichen Residenzstädtchen Detmold. Und damit fiel der Start zur „Biennale für Ostwestfalen-Lippe“ erst einmal buchstäblich ins Wasser. Denn eigentlich waren die zwei ersten großen Veranstaltungen des Festivals am 28. und 29. Mai unter freiem Himmel ge-plant. Gleichwohl kam das Publikum in den Genuss von Musik und Literatur, wenn auch in geschlossenen Räumen.

Ohne Holzhammer – Yona Kim inszeniert „Die Vögel“ von Walter Braunfels am Theater Osnabrück

Walter Braunfels – die beachtliche Karriere dieses Komponisten fand ein abruptes Ende, als 1933 die Nationalsozialisten das Ruder übernahmen: seine Werke wurden mit einem Aufführungsverbot belegt – und nach Ende des Krieges blieb Braunfels’ Oeuvre lange völlig unbeachtet. Seine Opern kamen dann ab den 1990er-Jahren wieder zaghaft auf die Bühne, zuletzt „Der Traum ein Leben“ an der Oper Bonn.

Apollinische Reinheit, dionysisches Verlangen –Karaman zeigt Brittens „Death in Venice“ in Düsseldorfs Rheinoper

„Peter Grimes“ war die erste Britten-Oper, die Immo Karaman 2009 für die Deutsche Oper am Rhein inszenierte. Dann folgte 2011 „Billy Budd“ und im Jahr darauf „The Turn of the Screw“. Stets war das Lob für Karamans Arbeiten groß, der Publikumszuspruch gewaltig. Nun liefert der Regisseur seine vierte Produktion für das Haus: „Death in Venice“ feierte am vergangenen Wochenende Premiere, wieder höchst erfolgreich.

Intrige in tristem Grau – Annette Wolf inszeniert Verdis „Otello“ im Theater Hagen

Wo nehmen die Hagener Theatermacher eigentlich diese Energie her, mit der sie Abend für Abend gutes und anspruchsvolles Programm auf die Bühne stellen? Angesichts der Daumenschrauben, die dem Haus vor Jahren angelegt wurden und an denen beständig gedreht wird, um noch mehr und noch mehr zu sparen. Für Resignation oder Lethargie jedenfalls scheint dort offensichtlich kein Platz zu sein.

Tatort Dortmund – Mozarts „Entführung aus dem Serail“ im Theater Dortmund

Serdar Sumuncu als Bassa Selim in Mozarts „Entführung aus dem Serail“ – die Oper Dortmund dürfte mit ihrer Entscheidung, die wichtige Sprechrolle mit dem allseits bekannten Comedy-Star zu besetzen, vielleicht ein etwas anderes Opernpublikum gewinnen. Es ist indes nicht das erste Mal, dass Sumuncu in diese Rolle schlüpft: bereits vor elf Jahren hatte ihn das Theater Münster engagiert, damals in einer wenig interessanten Inszenierung. Dieses Mal ist alles ganz anders

Mord aus Eifersucht - George Benjamins „Written on Skin“ wird in Detmold zum dritten Mal neu inszeniert

Es ist inzwischen viel berichtet worden über George Benjamins „Written on Skin“ – und das ist höchst erstaunlich für eine Oper, die noch keine zwei Jahre alt ist! Aber die von Benjamin vertonte mittelalterliche Geschichte rund um einen versierten Buchmaler hat ganz schnell Kreise gezogen. Jetzt brachte das kleine, aber feine Landestheater Detmold das knapp neunzigminütige Werk in einer Neuinszenierung auf die Bühne – und beeindruckte das Publikum nachhaltig.

Ausbruch aus der kleinbürgerlichen Enge – Mit dem Musical „Footloose“ feiert das TheaterJugendOrchester Münster einen Riesenerfolg

Es ist schon sehr beeindruckend, mit welcher Konsequenz einige Mitglieder des Sinfonieorchesters Münster, des Musiktheaters und der Westfälischen Schule für Musik in Münster ihre Idee verwirklichen, jungen und sehr jungen Menschen die Welt der Bühne – davor und dahinter – schmackhaft zu machen. „TheaterJugendOrchesterProjekt“ (kurz: TJO) ist der Name für ein Konzept, das im Jahr 2000 entwickelt wurde und seitdem Spielzeit für Spielzeit eine Neuauflage erfuhr. Diese Idee zieht schon seit Jahren Kreise.

Ein regungsloses Spiel der Gefühle – Johannes Weigands Abschiedsinzenierung von Händels „Alcina“ an den Wuppertaler Bühnen

Trommeln, Trillerpfeifen, Transparente – nein, vor der letzten Premiere des Regisseurs und Wuppertaler Operndirektors Johannes Weigand ging es draußen vor der Tür „ganz normal“ und völlig störungsfrei zu. Und auch während der Aufführung gab es weder Proteste noch Flugblätter oder dergleichen. Dabei gibt es eine ganze Menge Menschen, denen die jüngste Entscheidung des zukünftigen Wuppertaler Intendanten Toshiyuki Kamioka alles andere als egal sein dürfte.

Ende eines Provisoriums – die neue Orgel im Dom zu Billerbeck

Wer mit dem Auto oder – besser noch – mit dem Fahrrad die münsterländischen Baumberge durchstreift, dessen Blick fällt früher oder später auf zwei bleistiftspitze Kirchtürme. Man sollte ein paar hundert Meter weiter fahren, dann liegt er in seiner vollen Größe vor dem Auge des Betrachters: der Ludgerus-Dom in Billerbeck.

Betriebsame Klänge für ein gutes Ensemble – Ludger Vollmers Oper „Lola rennt“ am Theater Hagen

Tom Tykwers Film „Lola rennt“ kam 1998 in die Kinos – und wurde ganz schnell international gefeiert. Franka Potente spielte die Hauptrolle – und auch sie wurde ganz schnell berühmt. Vor gut einem Jahr wurde aus dem Film eine Oper, komponiert von Ludger Vollmer und uraufgeführt im Theater Regensburg als Auftraggeber des Stückes ( siehe nmz Online vom 28.2.2013 ). Nun bietet das Theater Hagen eine Neuinszenierung und unterstreicht damit einmal mehr sein großes Engagement für die zeitgenössische Oper.
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