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Alle Artikel kategorisiert unter »Christoph Schulte im Walde«

Neue Musik ohne Scheuklappen und Dogmatismus

Wenn es ein auch von außen gut erkennbares Charakteristikum der GNM Münster gibt, dann ist es die große Offenheit gegenüber allem, was sich heute als Neue Musik artikuliert. Anders ausgedrückt: Dogmatismus liegt den Münsteranern ebenso fern wie das Denken in engen oder einengenden Kategorien, das Einordnen in „wahre“ oder nicht ganz so „wahre“ Neue Musik. Und davon sind im Grunde sämtliche Aktivitäten geprägt, mit denen die GNM Münster seit ihrer Gründung im Jahr 1999 in die Öffentlichkeit geht.

Reise auf den Mond mit Überraschungen – Das TheaterJugendOrchester in Münster mit einer Uraufführung

Basisarbeit mit Kindern und Jugendlichen, die sich für alles rund ums Musiktheater begeistern – und dies an einer professionellen Bühne im „ganz normalen“ laufenden Spielbetrieb: das ist das Konzept, mit dem das TheaterJugendOrchester-Projekt (kurz: TJO) in Münster seit 15 Jahren regelmäßig Neugier weckt. In der aktuellen Produktion sind nicht weniger als 33 Schauspieler und 47 Orchestermusiker aktiv. Von Februar an wurde eifrig geprobt und jetzt zum Schluss jeder Tag der Oster-Schulferien investiert, um ein Projekt ganz besonderer Art zu realisieren: das Mondraketenmassaker!

Das lange Warten auf Anatol – Am Theater Hagen geht die Reihe mit amerikanischen Opern erfolgreich weiter

Das Theater Hagen überrascht doch immer wieder. Und zeigt sich konsequent in seinem Engagement für die amerikanische Oper! Vieles gab es da in den letzten zehn, zwölf Jahren zu sehen und zu hören: neben Klassikern wie Kurt Weills „Street Scene“ und Leonard Bernsteins „West Side Story“ unter anderem Raritäten wie William Bolcoms „A View from the Bridge“, André Previns „Endstation Sehnsucht“ und zuletzt (vor drei Jahren) Carlisle Floyds „Susannah“. Jetzt steht Samuel Barbers „Vanessa“ auf dem Spielplan – und damit kann das Haus wieder einmal punkten!

Figuren aus dem Spielzeugkatalog – Theater Erfurt präsentiert die Deutsche Erstaufführung von Ernest Reyers „Sigurd“

Das Theater Erfurt bleibt sich treu: jede Spielzeit präsentiert es eine Uraufführung oder eine Wiederentdeckung. Diesmal ist es „Sigurd“, ein Werk des Franzosen Ernest Reyer (1823 bis 1909), 1884 in Brüssel uraufgeführt, ein Jahr später an der Pariser Opéra herausgekommen. „Sigurd“ wurde zu einem der größten Triumphe Reyers, allein in Paris stand es bis in die 1930er Jahre auf dem Spielplan und erlebte über 250 Aufführungen.

Quirliger, verrückter, unmöglicher – Paul Abrahams „Roxy und ihr Wunderteam“ an der Dortmunder Oper

Kaum hatte Paul Abraham in den 1920er Jahren seine ersten Operetten geschrieben, war er schon ein gefeierter Komponist, den es dann schnell aus seiner ungarischen Heimat in die Operetten-Metropole Berlin zog. Nach „Viktoria und ihr Husar“ und „Die Blume von Hawai“ kamen weitere Erfolgsstücke auf die Bühnen, doch Abrahams Karriere endete jäh, als die braunen Berserker die Macht an sich gerissen hatten und derlei Musik verboten wurde. Auch „Roxy und ihr Wunderteam“, 1937 im Theater an der Wien uraufgeführt, wurde Opfer der neuen politischen Lage und konnte nicht lange überleben. Das Theater Dortmund zeigt nun eine von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger geschaffene bühnenpraktische Rekonstruktion der Musik in der Regie von Thomas Enzinger.

Mit dem Doppeldeckerbus auf Erkundungsfahrt

Neue Musik ist schwierig, Neue Musik ist nur was für Experten, die sich auf allerlei Festivals tummeln und ausgiebig fachsimpeln – dieses Klischee, demzufolge Neue Musik (noch immer oder wieder) als eine Art Geheimwissenschaft anzusehen ist, steht der Neuen Musik selbst, vor allem ihrer Rezeption auf breiter Ebene, im Weg. Man kann das als ausübendes Ensemble oder Fes-tival-Organisator als Faktum hinnehmen. Man kann aber auch genauso gut in Frage stellen, ob der Elfenbeinturm wirklich der richtige Ort ist, an dem sich die jüngsten musikalischen Entwicklungen abspielen, ob man mit all dem, was Avantgarde ist oder sein möchte, im geschützten Raum des Konzertsaales bleiben will – oder mit ihr nach draußen geht und sie, salopp gesprochen, „unter die Leute“ bringt.

Flutwelle als Standbild – Verdis „Otello“ im Landestheater Detmold bremst sich selbst aus

„Schlachten.Feste.Katastrophen“ – unter dieses Motto hat das Landestheater Detmold seinen aktuellen Spielplan 2014/2015 mit Schauspiel, Musiktheater und Ballett gestellt. Durchaus mit dem Blick auf den 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs – aber auch darüber hinaus. Geht es nicht in allen drei Sparten immer wieder auch um dies: um Rache (Schlachten), Happy End (Feste) und Eifersucht (Katastrophen)? Mit Giuseppe Verdis „Otello“ zeigt Detmold die erste Opernpremiere dieser Spielzeit. Und da kommt an Katastrophen ja einiges zusammen!

Knallig bunt, grell und schrill – Sondheim-Musical in Hagen mit Licht und Schatten

Seit Jahren leidet das Theater Hagen an finanzieller Blutarmut, immer und immer wieder werden die Daumenschrauben angezogen, weil die klamme Kommune an der Kultur sparen will. Und dennoch: die Theatermacher haben nie den Kopf hängen lassen, singen, spielen, tanzen auf hohem Niveau, machen zudem auch noch gute Kinder- und Jugendarbeit. Und sie sorgen für einen interessanten, abwechslungsreichen und mit einigen Erst- und Uraufführungen durchaus auch mutigen Spielplan. Jetzt stand Stephen Sondheims Musical „Die spinnen, die Römer“ auf dem Programm.

Antworten auf die gesamtgesellschaftliche Situation

Martin Christian Vogel wurde in Chemnitz geboren und war von 1961 bis 1969 Mitglied des Thomanerchores Leipzig, für den er nach seinem Theologie- und Gesangsstudium als Stimmbildner tätig war. Zehn Jahre wirkte er im Solisten­ensemble der Oper Leipzig, von wo aus er nach Berlin wechselte und an der Deutschen Oper sang. 1991 erfolgte der Ruf als Professor für Gesang an die Hochschule für Musik Detmold, deren Dekan er vier Jahre lang war. 2001 wurde er zum Rektor der Hochschule gewählt und 2008 in diesem Amt für weitere sechs Jahre bestätigt. Im Oktober übergibt Martin Christian Vogel die Hochschulleitung an seinen Nachfolger Prof. Dr. Thomas Grosse.

750 Jahre Paulusdom Münster: Thomas Schmitz spielt Bach – auf vier Orgeln in einer Kathedrale

750 Jahre wird er alt: der Paulusdom, die Kathedralkirche des Bistums Münster im Herzen von Westfalen. Das Jubiläum wird ordentlich gefeiert. Und für Domorganist Thomas Schmitz, bietet es Gelegenheit, zum ersten Mal alle vier Orgeln an seinem „Arbeitsplatz“ auf einer CD zu präsentieren: ausschließlich mit Orgelwerken von Johann Sebastian Bach.
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