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Alle Artikel kategorisiert unter »Norbert Florian Schuck«

Eine eigenständige jüdische Stimme in der Sowjetunion

Hätte man sich um 1935 bei Arturo Toscanini, Issay Dobrowen, Hermann Scherchen, Alexander Gauk oder Dimitri Mitropoulos danach erkundigt, was es mit Alexander Weprik auf sich habe, so hätte wohl jeder dieser Dirigenten geantwortet, Weprik sei einer der herausragenden russischen Komponisten der Gegenwart. Sie alle hatten seine Werke dirigiert. Schott und Universal Edition führten ihn im Verlagsprogramm und bestätigten damit, dass er auch in Westeuropa als wichtiger Vertreter zeitgenössischer Musik wahrgenommen wurde.

Wiederentdeckung eines „wahrhaft Freien“

„Wer aber Ohren und Nerven hat, sich auf echte Musik eines modernen Menschen einzustellen, muß Weihestunden erlebt haben von ungewöhnlich nachhaltigem Eindruck. […] Die Tonsprache […] steht jenseits (wie wir sagen möchten über) der alten strengen Tonalität, sie hat sich von den Fesseln und Formen der kadenzierten großen Linien befreit, sie ist dagegen von neuen und eigenen Gesetzen einer zwar ungewohnten aber gediegenen musikalischen Logik getragen. Eine solche neue Ausdrucksweise war aber nötig, wo es galt, ein uraltes Problem [das Zusammenwirken von Musik und Dichtung] in einer höchst persönlichen und genialen Art zu behandeln.“

Ein Lebenswerk am Rande der Gesellschaft

Als am 5. Mai 1957 in der Carnegie Hall das New York Philharmonic Orchestra unter Dimitri Mitropoulos zum ersten Mal ein Orchesterwerk von Gordon Sherwood zur Aufführung brachte, konnte noch niemand ahnen, dass dem damals 27-jährigen, soeben mit dem Gershwin Memorial Award ausgezeichneten Komponisten eine ganz und gar nicht gewöhnliche Musikerlaufbahn bevorstand, dass ihn eine unstillbare Neugier auf künstlerische Anregungen durch mehr als 30 Länder auf fünf Kontinenten sowie über Jahre hindurch in eine Existenz als Almosenempfänger führen, und sich sein Ruhm schließlich von einem ganz anderen Teil der Erde aus zu verbreiten beginnen würde.
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