28.5.: namen und fakten aktuell +++ namen und fakten


28.05.02 -
Russischer Preis für Frankfurter Ballettchef Forsythe +++ Vertrag von Kasseler Intendant Nix wird nicht verlängert
28.05.2002 - Von nmz-red/leipzig, KIZ

Russischer Preis für Frankfurter Ballettchef Forsythe
Frankfurt/Main (ddp). Der Frankfurter Ballett-Intendant William Forsythe ist in Moskau mit dem Preis “Benois De La Danse” ausgezeichnet worden. Wie das Ballett am Montag in Frankfurt am Main mitteilte, erhielt Forsythe den Preis für seine Choreografie “Woolf Phrases”. Der Frankfurter Ballettchef mit internationalem Ruf war in der laufenden Spielzeit bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Kritikerpreis des Melbourne Festivals.
(Im Internet: www.frankfurt-ballett.de)

Vertrag von Kasseler Intendant Nix wird nicht verlängert
Kassel (ddp). Der umstrittene Intendant des Kasseler Staatstheaters, Christoph Nix, muss im August 2004 seinen Platz räumen. Wie die hessische Kunstministerin Ruth Wagner (FDP) und Kassels Oberbürgermeister Georg Lewandowski (CDU) am Montag mitteilten, wird der dann auslaufende Vertrag von Nix nicht verlängert. Gründe dafür wurden zunächst nicht genannt. Nix erklärte lediglich, ihm sei mitgeteilt worden, dass politische Gründe bei der Entscheidung keine Rolle gespielt hätten.
Bereits die Berufung des 47-Jährigen 1999 hatte in der Öffentlichkeit Kritik ausgelöst. Eine Unterschriftenaktion sollte damals den Wechsel von Nix vom thüringischen Nordhausen in die documenta-Stadt verhindern. In jüngster Zeit wurde der Intendant vor allem für die zurückgehenden Besucherzahlen des Staatstheaters verantwortlich gemacht.
Die Kritiker von Nix sehen als Ursache dafür die provokanten Inszenierungen der beiden Regisseure Armin Petras und Sebastian Baumgarten. Aber auch der Führungsstil des Intendanten war in der Öffentlichkeit mehrfach angegriffen worden. Zuletzt hatte eine Bürgerinitiative mit dem Namen “Kassel hat mehr verdient als Nix” Stimmung gegen den Intendanten gemacht.
Nix selbst erklärte, er sei an einer Verlängerung des Vertrages interessiert. “Ich hätte mir eine salomonische Entscheidung gewünscht, die der denunziatorischen Politik einiger Zeitgenossen und dem Stil eines Kasseler Anzeigenblatts entgegentritt”, unterstrich er. Die Öffentlichkeit müsse nun darüber befinden, ob die unter dem Motto “Die Treppe muss weg” stehende Kulturpolitik der Stadt auch für Intendanten gelte.









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