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07.06.02 -
Sächsischer Kultursenat regt Werbung an +++ Neues Projekt - Rolle der Kunst im Zeichen des Sparzwangs
07.06.2002 - Von nmz-red/leipzig, KIZ

Sächsischer Kultursenat regt Werbung an
Dresden (ddp-lsc). Der sächsische Kultursenat plädiert für mehr Engagement privater Sponsoren bei der Förderung von Theater, Musik und Museen. Der Präsident des Gremiums, Bernhard von Loeffelholz, verwies im Gespräch mit den Dresdner Neuesten Nachrichten (Donnerstagausgabe) auf weltweite Sympathien für den Freistaat, die für die Kulturförderung genutzt werden sollten. Dabei nannte er vor allem “Mittelständler oder auch aktive Ruheständler”.
Löffelholz betonte: “Man sollte sich etwas einfallen lassen, wie man an diese Zielgruppen werblich herankommt. Auf solche Weise kann man vielleicht mittelfristig neue Finanzierungsquellen für die Kultur erschließen.” Die primäre Verantwortung für Erhalt und Weiterentwicklung der Kultur müsse jedoch weiter beim Staat und den Kommunen liegen. Zudem forderte Loeffelholz mit Blick auf die derzeit debattierte Fortführung des Kulturraumgesetzes die “Dynamisierung” der Landezuschüsse.
Der Senat wurde 1993 ins Leben gerufen. Dem Gremium gehören zwei Dutzend Persönlichkeiten an, die Kunst und Kultur in Sachsen verbunden sind. Es soll zu grundlegenden kulturpolitischen Fragen Stellung nehmen und dabei inhaltliche und regionale Schwerpunkte der Förderpolitik des Landes und der Kommunen empfehlen.

Neues Projekt - Rolle der Kunst im Zeichen des Sparzwangs
Essen (ddp-nrw). Mit dem mehrjährigen Projekt “Diskurs Kunst 2010” will das Kultursekretariat Nordrhein-Westfalen die künftige Rolle der Kunst genauer definieren und angesichts öffentlicher Sparzwänge “neue Fördertöpfe” für Kunst und Kultur im Land erschließen. “Wir möchten untersuchen, wie sich die Künste in Zukunft entwickeln und wie sie dabei von den Kommunen unterstützt werden müssen”, sagte der Vorsitzende der Dezernentenkonferenz im Kultursekretariat, Oliver Scheytt, am Donnerstag in Essen. Mit einem Experten-Hearing soll das Projekt im Herbst in Duisburg starten: Fragen wie Kultursponsoring oder Jugendförderung sollen dabei angeschnitten und modellhaft weiterentwickelt werden.
Die 24 im Kultursekretariat vertretenen Städte sollen das Projekt in jeweils themenspezifischen Schwerpunkten mittragen, sich über erfolgreiche Wege der Kunstvermittlung austauschen und neue Publikumsschichten ansprechen. Dazu gehören auch beispielhafte Aufführungen, Lesungen und Ausstellungen, die in den jeweiligen Kommunen gezeigt werden. “Wir möchten mit 'Diskurs Kunst 2010' den Geist in Bewegung setzen und fördern, was es politisch schwer hat”, erklärte der Direktor des Kultursekretariats, Dietmar N. Schmidt. Dabei gehe es darum, den Stellenwert von Kunst und Kultur angesichts klammer öffentlicher Kassen zu verteidigen. Diese Arbeit verstehe er deshalb auch als “Widerstand gegen die Quote”, betonte Schmidt.








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