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09.10.07 -
Ludwigsburg: Akademie für Darstellende Kunst gegründet +++ Berlin: Schau «Frankreich in der Alten Nationalgalerie» verlängert +++ Berlin: «Die schönsten Franzosen» reisen ab +++ Bonn: Bundespresseamt zeigt Kunstwerke von Journalisten +++ Erfurt: Klaus Ensikat erhält Thüringer Märchen- und Sagenpreis
09.10.2007 - Von nmz-red/leipzig, KIZ


Ludwigsburg: Akademie für Darstellende Kunst gegründet
Ludwigsburg (ddp). Mit der Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages ist am Montag in Ludwigsburg die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg gegründet worden. Der Studienbetrieb solle im Herbst 2008 beginnen, teilte das baden-württembergische Wissenschaftsministerium in Stuttgart mit. Gesellschafter sind das Land, die Filmakademie Baden-Württemberg, die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart sowie die Stadt Ludwigsburg.
Die neue Schauspiel-Akademie will ihr Angebot an der Schnittstelle von Bühne und Film platzieren. Hierfür sollen die Studiengänge der beteiligten Einrichtungen neu ausgerichtet und miteinander vernetzt werden. Zusätzlich sind Studiengänge für Regie und Dramaturgie vorgesehen. Zum Geschäftsführer wird zum 1. November der Leiter des ZDF-Theaterkanals, Wolfgang Bergmann, bestellt.
Die Musikhochschule Stuttgart, die ebenfalls Schauspieler ausbildet, ist entgegen den ursprünglichen Planungen der Landesregierung vorerst nicht einbezogen. Sie hat eine Beteiligung als Gesellschafter abgelehnt. Über eine Zusammenarbeit wird den Angaben zufolge aber weiterhin verhandelt. Das Land sei sehr an einer Einbeziehung der Musikhochschule interessiert, betonte Kunststaatssekretär Dietrich Birk (CDU).


Berlin: Schau «Frankreich in der Alten Nationalgalerie» verlängert
Berlin (ddp-bln). Die Schau «Frankreich in der Alten Nationalgalerie» wird bis zum 28. Oktober verlängert. Die Ausstellung präsentiert mit 60 Werken fast ihren kompletten Bestand an französischer Kunst des 19. Jahrhunderts, wie eine Sprecherin der Staatlichen Museen zu Berlin am Montag mitteilte. Darunter sind die legendären Erwerbungen des damaligen Direktors Hugo von Tschudi, der um 1900 unter anderem die ersten Werke von Cézanne, Manet und van Gogh offiziell in ein Museum brachte.
Neben den Gemälden können Besucher 30 Zeichnungen und Druckgrafiken französischer Meister aus dem Berliner Kupferstichkabinett bewundern - darunter Blätter von Manet, Pissarro, van Gogh und Cézanne. Ein weiterer Ausstellungsabschnitt ist dem Thema «Berliner Impressionismus» gewidmet, in dem Malerei der Berliner Secession um 1900 vorgestellt wird.
Die Schau, die bislang fast 170 000 Besucher sahen, war vor vier Monaten zeitgleich mit der Metropolitan-Schau in der Neuen Nationalgalerie als deren «Berliner Entsprechung» eröffnet worden und sollte ursprünglich wie diese am Sonntag enden.


Berlin: «Die schönsten Franzosen» reisen ab
Berlin (ddp-bln). «Die schönsten Franzosen» kehren nach New York zurück. Die am Sonntag zu Ende gegangene Ausstellung mit französischen Meisterwerken des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung des New Yorker Metropolitan Museum of Art in Berlin war ein voller Erfolg. Rund 680 000 Besucher sahen in den vergangenen vier Monaten die spektakuläre Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie am Potsdamer Platz, wie der Vorsitzende des Vereins der Freunde der Nationalgalerie, Peter Raue, am Montag sagte. Er fügte hinzu: «Wir geben die Schau mit Wehmut zurück.»
Berlin hatte die Ausstellung einem Umbau im New Yorker Metropolitan Museum of Art zu verdanken. Während der Bauzeit lagerte das Haus einige Schätze in die deutsche Hauptstadt aus. Präsentiert wurden seit dem 1. Juni 150 Meisterwerke, darunter Bilder von Gustave Courbet, Claude Monet, Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Auguste Renoir. Ab 4. Dezember sind die Kunstwerke wieder in New York zu bewundern.
Der Erfolg der Schau «Die schönsten Franzosen kommen aus New York» sei vergleichbar mit der Ausstellung des Museums of Modern Art New York (MoMA) vor drei Jahren in Berlin, sagte Raue. Im Durchschnitt seien pro Tag wie auch bei der MoMA etwa 6100 Gäste gekommen. Das sei «sensationell».
Mit der Metropolitan-Schau sei Berlin «wieder einmal mehr zur Metropole der Kunst» geworden, betonte der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB), Klaus-Peter Schuster. Der Verein der Freunde der Nationalgalerie sei ein regelrechter «Aufführungskünstler».
Die Erwartungen hinsichtlich der Besucherzahlen wurden weit übertroffen», resümierte Vereins-Sprecherin Katharina von Chlebowski. Gerechnet habe der Verein mit insgesamt 500 000 Besuchern. Bei durchgehenden Öffnungszeiten seien selbst in den Nachtstunden nie weniger als 400 Kunstinteressierte in der Neuen Nationalgalerie gewesen. Das beliebteste Kunstwerk der Schau war Umfragen zufolge Claude Monets «Garten von Saint-Adresse».
Zum finanziellen Aspekt sagte Raue, dass das Ausstellungsbudget von ursprünglich 7,5 auf 8 Millionen Euro angestiegen sei. Ursache seien verlängerte Öffnungszeiten und ein dadurch erhöhter Personalbedarf. Dennoch gehe er davon aus, dass eine «schwarze Null» herauskomme. Mit einem Überschuss wie bei der MoMA-Schau sei nicht zu rechnen, da diese drei Monate länger dauerte als die Metropolitan-Ausstellung.
Nach den «schönsten Franzosen» werden in der Neuen Nationalgalerie ab November die eigene Sammlung sowie in der oberen Halle eine Präsentation des griechisch-italienischen Künstlers Jannis Kounellis zu sehen sein.


Bonn: Bundespresseamt zeigt Kunstwerke von Journalisten
Bonn (ddp-nrw). Künstlerische Arbeiten von Journalisten sind ab heute (9. Oktober) im Bonner Dienstsitz des Bundespresseamts zu sehen. Die Ausstellung unter dem Titel «Journalisten-Welten» zeigt Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen. Einige der beteiligten Journalisten hätten ihre künstlerische Seite dem Leser oder Zuschauer bisher vorenthalten, andere hätten sich mit der Kunst bereits ein zweites Standbein geschaffen, hieß es.
In der Ausstellung präsentieren Michael H. Ebner, Jürgen Forster, Klaus Hartung, Wolfgang Hoffmann, Rudi Mews, Geert Müller-Gerbes, Gert Scharrenberg, Jens Schicke und Claus Wettermann ihre Werke.
Die Arbeiten sind bis 7. Dezember montags bis freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr im Bundespresseamt, Dienstsitz Bonn, zu sehen.


Erfurt: Klaus Ensikat erhält Thüringer Märchen- und Sagenpreis
Erfurt (ddp-bln). Der Berliner Grafiker und Illustrator, Klaus Ensikat, wird mit dem Thüringer Märchen- und Sagenpreis 2007 geehrt. Seine Bilder führten den Betrachter zu neuen Lesarten des scheinbar Altbekannten, sie lüden Kinder und Erwachsene dazu ein, neue Perspektiven der Märchen zu entdecken, sagte die Pädagogin der Universität Erfurt, Karin Richter, zur Begründung am Montag in Dresden. Klaus Ensikat, der Bruder des Kabarettisten Peter Ensikat, illustrierte unter anderem Märchen der Gebrüder Grimm, von Hans-Christian Andersen und Erwin Strittmatter.
Die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung wird am 24. November in Meiningen im Rahmen des Thüringer Märchen- und Sagenfestes verliehen. Der Preis wird seit dem 200. Geburtstag des Märchendichters Ludwig Bechstein im Jahre 2001 alle zwei Jahre vergeben. Bechstein lebte in Weimar und Meiningen.




































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