Ein Schweizer für Dresdner Semperoper - Theiler wird 2018 Intendant


02.07.15 -
Dresden - Der Intendant der Staatstheater Nürnberg, Peter Theiler, soll mit der Spielzeit 2018/2019 an die Dresdner Semperoper wechseln. Der gebürtige Schweizer werde neuer Intendant der Sächsischen Staatsoper, teilte das Kunstministerium am Donnerstag in Dresden mit. Über die Personalie soll das Kabinett in der nächsten Sitzung befinden. Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) lobte Theiler als renommiert und erfahren. «Er wird der Semperoper internationale Strahlkraft verleihen und wichtige künstlerische Impulse geben.»
02.07.2015 - Von dpa, KIZ

Theiler wurde 1956 in Basel geboren und arbeitete bereits während des Studiums der Geschichte und Literaturwissenschaft als Regieassistent. Später war er Regisseur am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen und an der Opéra de Nice, später Direktor des «Perspectives»-Festival in Saarbrücken. Nach Stationen am Mannheimer Nationaltheater, einem Theater in Solothurn (Schweiz) und als Intendant in Gelsenkirchen ist er seit 2008 Chef in Nürnberg.

Die Auswahl für die große und renommierte Dresdner Oper sei Ehre und Herausforderung, sagte er und versicherte, der Verantwortung im Bewusstsein der Tradition von Staatsoper und Staatskapelle Rechnung zu tragen. Theiler kündigte entsprechende Akzente im Spielplan und mit internationalen Kooperationen an. «Es ist wie eine Krönung.» Bis dahin wird der kaufmännische Geschäftsführer der Oper, Wolfgang Rothe, kommissarischer Intendant des Hauses bleiben.

Die Sächsische Staatsoper hat seit dem plötzlichen Tod von Ulrike Hessler 2012 keinen regulären Intendanten, nachdem der Belgier Serge Dorny im Februar 2014 - ein halbes Jahr vor seinem Amtsantritt - entlassen worden war. Das Kunstministerium sah Vertrauen verspielt, Dorny sich indes als Opfer eines Kompetenzgerangels mit Chefdirigent Christian Thielemann.

Dorny hatte sein Amt als Opernintendant in Lyon behalten und gegen die außerordentliche Kündigung in Sachsen geklagt. Die Entscheidung darüber, ob die vorgegebenen Gründe zur Kündigung des Intendantenvertrages und des Vorbereitungsvertrages ausreichten, steht aus. Der nächste Gerichtstermin ist Ende Juli.

 

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