Ergebnisse des 7. Deutschen Chorwettbewerbs in Kiel


27.05.06 -
Mit einem Preisträgerkonzert ging am Samstag der 7. Deutsche Chorwettbewerb in Kiel zu Ende. Insgesamt 101 Chöre aus den 16 Bundesländern stellten sich vom 20. bis zum 27. Mai den international besetzten Fachjurys.
27.05.2006 - Von nmz-red/leipzig, KIZ


Mit einem Preisträgerkonzert ging am Samstag der 7. Deutsche Chorwettbewerb in Kiel zu Ende. Insgesamt 101 Chöre aus den 16 Bundesländern stellten sich vom 20. bis zum 27. Mai den international besetzten Fachjurys.

Mit dem 1. Preis in ihren jeweiligen Kategorien wurden ausgezeichnet:
• Ensemble vocal (Hamburg) und Kammerchor CONSONO (Köln) in der Kategorie A.1 Kammerchöre – bis 36 Mitwirkende
• Carmina Mundi e.V., Aachen und Stuttgarter Kantorei in der Kategorie A.2 – Gemischte Chöre - ab 37 Mitwirkende
• „ex-semble“ (Münchweiler) in der Kategorie B.1 Frauen-Kammerchöre – bis 36 Mitwirkende
• Frauenchor an der Erlöserkirche Lüdenscheid in der Kategorie B.2 Frauen-Kammerchöre – ab 37 Mitwirkende
• Max-Reger-Vereinigung München in der Kategorie C.1 Männer-Kammerchöre – bis 36 Mitwirkende
• Rundfunk-Jugendchor Wernigerode in der Kategorie D.1 Gemischte Jugendchöre
• Mädchenchor Hannover in der Kategorie D.2 Mädchenchöre / gleichstimmige Jugendchöre
• GrooveChor (Hamburg) und VoicesInTime (München) in der Kategorie G.1 Jazz-vokal et cetera – A-cappella

Sonderpreise erhielten:
- in der Sonderwertung „Zeitgenössische Chormusik“:
• Neuer Kammerchor Potsdam
• Kammerchor Ars Antiqua Aschaffenburg

- für die hervorragende Interpretation eines deutschen Volksliedes:
• Neuer Kammerchor Potsdam / Männerchor Plaidt / Kinder- und Jugendchor Juventis Vocalis / Carmina Mundi e.V., Aachen / Münchner Frauenchor / Jugendchor des Musikgymnasiums Schwerin / MädchenChor Wernigerode / Wuppertaler Kurrende

• Das vocalis gesangsensemble e.V. wurde für « Bestes Entertainment » ausgezeichnet.


Der Deutsche Chorwettbewerb wird alle vier Jahre in einer anderen Stadt ausgetragen; zum ersten Mal fand er 1982 statt. Er hat zum Ziel, die Qualität von Chören und Chormusik in Deutschland öffentlich zu präsentieren und weiter zu steigern. In Deutschland gibt es insgesamt knapp 60 000 Chöre mit 1,4 Millionen aktiven Sängerinnen und Sängern. Die beim Bundeswettbewerb vertretenen Ensembles, die sich vorher bei Ausscheidungen auf Landesebene qualifizieren mussten, repräsentieren die Spitze der Amateur-Gesangsszene.

„Diese Spitze hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verbreitert“, sagt Jürgen Budday, Vorsitzender des Beirats, der den vom Deutschen Musikrat veranstalteten Wettbewerb inhaltlich konzipiert. „Aus dem Chorwettbewerb tritt eine Fülle von Talenten hervor. Da ist eine hervorragende Entwicklung zu verzeichnen“, so Budday. Obwohl am 7. Deutschen Chorwettbewerb insgesamt 35 Kinder- und Jugendchöre teilnahmen, sieht Beirats-Vorsitzender Budday die Tendenzen im Jugendbereich mit Sorge. „Wir haben da zwar sehr gute Chöre, aber wir wünschen uns mehr. An der Basis muss mehr passieren. Zuhause und im Kindergarten wird nicht mehr gesungen. Damit können wir nicht zufrieden sein.“

Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrats, unterstreicht die Bedeutung des Deutschen Chorwettbewerbs als dynamische Kultur-Förderungsmaßnahme: „Hierdurch wird deutlich, welche Kreativpotenziale in Deutschland vorhanden sind. In diese Potenziale müssen Staat und Zivilgesellschaft in viel stärkerem Maß als bisher investieren, anstatt sie durch Kürzungen und immer höhere bürokratische Hürden zu reglementieren.“ Höppner wertet den Chorwettbewerb als Signal, stärker für die musikalische Frühforderung und den Musikunterricht einzutreten.

„Kolossal beeindruckt“ vom Niveau der Gesangsbeiträge in Kiel zeigte sich der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der im ersten Wettbewerbsteil den Sonderpreis „Zeitgenössische Chormusik“ überreichte. Mit einem umfangreichen Rahmenprogramm und Sonderkonzerten verwandelten die Chöre die „Sailing City“ Kiel für acht Tage in eine „Singing City“.

Der nächste Deutsche Chorwettbewerb findet 2010 statt.


Quelle: http://www.musikrat.de/dcw




































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