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Lehrermangel in Musik, Kunst und Sport - schwere Aufnahmeprüfung. Foto: Hufner
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Lehrermangel in Musik, Kunst und Sport - schwere Aufnahmeprüfung

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Schwerin - Musik, Sport oder Kunst unterrichten, ohne dafür ausgebildet zu sein - das tun in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 2500 Lehrer. Die Linke fragt, warum die Zugangsvoraussetzungen für das Studium dieser Fächer so hoch sind, dass viele an der Aufnahmeprüfung scheitern.

An Mecklenburg-Vorpommerns Schulen haben im vergangenen Schuljahr 2541 Lehrer Musik, Sport oder Kunst unterrichtet, ohne für diese Fächer eine Lehrbefähigung zu haben. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor. Vor allem an Grund- und Regionalschulen unterrichten demnach Lehrkräfte in diesen Fächern ohne entsprechende Ausbildung.

«Andererseits fällt die Hälfte derjenigen, die Lehramt für Musik, Kunst und Sport studieren wollen, durch die Aufnahmeprüfung und darf damit das Fach nicht studieren», sagte die Fraktionsvorsitzende der Linken, Simone Oldenburg. Sie forderte, die Zugangsvoraussetzungen für das Lehramtsstudium in Musik, Kunst und Sport herunterzuschrauben.

«Wir suchen keine Starpianisten, Olympiakader oder Picassos - wir brauchen Musik-, Sport- und Kunstlehrer.» Sie verstehe nicht, warum jungen Menschen mit Interesse am Beruf «die Tür vor der Nase zugehauen» werde, wenn es zugleich den tausendfachen Beweis gebe, dass man auch ohne Aufnahmeprüfung und entsprechende Ausbildung sehr gut diese Fächer unterrichten könne.

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