Ver.di warnt vor Jobabbau an Theatern - Notfalls "Kampfmaßnahmen"


27.03.02 -
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di warnt vor einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen an Theatern und Einschnitten für die Beschäftigten. Ver.di werde die Interessen der Mitarbeiter notfalls mit "Kampfmaßnahmen" verteidigen.
27.03.2002 - Von nmz-red/leipzig, KIZ

Berlin (ddp). Man verurteile die Schließung des Theaters in Wittenberg und des Schauspiels in Erfurt und damit die “weitere Vernichtung von Arbeitsplätzen im Theater- und Bühnenbereich”, heißt es in einer Erklärung der zu ver.di gehörenden Fachgruppe. Die in den letzten Jahren abgebauten 6000 Theaterstellen würden den öffentlichen Theaterträgern offensichtlich nicht reichen, betonte der Bundesvorstand der Fachgruppe Theater und Bühnen/Darstellende Kunst am Mittwoch in Berlin.

Der Bundesvorstand sieht zudem einen Versuch der Städte Düsseldorf und Duisburg bei der Deutschen Oper am Rhein (DOR) und der Stadt Frankfurt am Main bei den Städtischen Bühnen in Frankfurt, durch Rechtsformänderung in eine GmbH aus dem Tarifgefüge des Öffentlichen Dienstes auszuscheren, “um so zu abgesenkten Löhnen und Gehältern zu kommen”. Dies sei ein “Generalangriff auf die Tarifverträge und Arbeitsbedingungen an allen deutschen Theatern und Bühnen”. Ähnliche Vorgänge am Nationaltheater Weimar ließen deutlich werden, “dass die selbst herbeigeführte schlechte Finanzsituation der öffentlichen Hände auf die Beschäftigten abgewälzt” werden solle.

“Solche Versuche werden die ver.di-Mitglieder an den deutschen Bühnen nicht unbeantwortet lassen und notfalls ihre Interessen durch entsprechende Kampfmaßnahmen zu wahren wissen”, heißt es in der Erklärung.





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