Zwei Kammeropern-Uraufführungen in der semper kleine szene


03.02.10 -
Auf der Experimentierbühne der Semperoper, der semper kleine szene, gibt es im März die Doppeluraufführung zweier Kammeropern. Der Komponist Martin Hecker stellt mit den beiden Werken »Dinner for one« und »Der Narr im Waisenhaus« zwei Werke gegenüber, die musikalisch wie strukturell grundverschieden sind – feinster englischer Humor trifft auf verschraubt »philosophische« deutsche Komik.
03.02.2010 - Von PM - kiz-lieberwirth, KIZ

Komponiert für die gleiche Zahl an Sängern geht Regisseurin Mascha Pörzgen den konzeptionellen Weg, beide Opern inhaltlichen zu überbauen: Einer Gruppe von jungen Menschen kommt auf einer WG-Party die Idee, vom Fernsehspiel »Dinner for one« ausgehend, sein eigenes Filmprojekt entstehen zu lassen und diese Idee im nächsten Schritt – d.h. auf der nächsten Party – auch auf »Der Narr im Waisenhaus« zu übertragen.
 
Mit einer Doppeluraufführung gehen die jährlich stattfindenden KOOP-Produktionen in semper kleine szene – Kooperation der Sächsischen Staatsoper Dresden mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, der Palucca Schule Dresden - Hochschule für Tanz und der Hochschule für Bildende Künste Dresden – in eine neue Runde.

Martin Hecker
Der in Zwickau geborene Komponist gewann schon früh 1. Preise bei Jugend-Wettbewerben. Sein Klavierstudium bei Prof. G. Nauck und Prof. W. Apel an der Hochschule für Musik Dresden und an der Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. G. Kern, sowie sein Kompositionsstudium bei Prof. J. Herchet (Dresden) schloss er jeweils im Jahre 2008 »mit Auszeichnung« ab. Im selben Jahr folgte die Promotion. Ihm wurde ein Meisterklassenstipendium sowie ein ERASMUS-Stipendium für den Jahresaustausch mit Salzburg verliehen.
Seit 2008 hat er u. a. einen Lehrauftrag an der Folkwang-Hochschule in Essen für: Analyse/Tonsatz/Musiktheorie, für Partiturspiel und seit 2009 auch für Kontrapunkt. Zudem leitet er außerdem das Orchester der Kath. Universität Eichstätt.
Zudem ist er Meisterschüler in Komposition und Klavier bei Adriana Hölszky und Georg Kern in Dresden und Salzburg.
 
Mascha Pörzgen
Die in Bonn geborene und in Moskau aufgewachsene Regisseurin absolvierte ihre Ausbildung für Film- und Theaterschauspiel bei Wlodzimierz Preyss in Berlin. Später studierte sie an der Universität Hamburg Schauspiel-Regie bei Manfred Brauneck und Jürgen Flimm und bestand ihr Diplom »mit Auszeichnung«. Als Dramaturgin und Regiemitarbeiterin arbeitete sie mit Werner Schroeter, Joachim Herz, Johannes Schaaf an der Oper Frankfurt, dem Moskauer Bolschoj Theater, dem St. Petersburger Marijnski-Theater, sowie als Spielleiterin/Regieassistentin am Burgtheater Wien mit Claus Peymann, George Tabori u.a.
Ihre Arbeit als Musiktheater-Regisseurin umfasst das zeitgenössische ebenso wie das klassische Repertoire. Derzeit hat Mascha Pörzgen einen Lehrauftrag als Dozentin für szenischen Unterricht an der Follkwang Hochschule in Essen inne, wo sie mit Studierenden des Fachbereiches Gesang zuletzt Mozarts »Così fan tutte« erarbeitete. Im Sommer 2010 inszeniert sie Donizettis »Lucia di Lammermoor« am Tiroler Landestheater Innsbruck.

Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner
Inszenierung: Mascha Pörzgen
Bühnenbild und Kostüme: Felicia Schick und Lilith-Marie Cremer
Uraufführung: semper kleine szene, 5. März 2010

 

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese von Menschen zu lösende Aufgabe ist zur Vermeidung von Spam-Inhalten leider notwendig.
Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.