Man kann sich durch solide Arbeit einen Namen machen oder durch grelles Nichtstun. In der Bundesregierung haben wir einen solchen Dauerunfall in der Funktion des derzeitigen Beauftragten für Kultur und Medien zu beklagen.
Martin Hufner.
Moin, Minga
„Sie sind Staatsminister für Kultur und Medien und nicht dagegen“, ermahnt ihn der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates im Zusammenhang mit dessen Vorschlag, das ZDF zu privatisieren. Dafür hat der Kulturstaatsminister in etwa die gleiche Kompetenz, wie dafür, Fischfangquoten im Jadebusen festzulegen. „Qualitätsjournalismus mit bewegten und bewegenden Bildern, spannendes Storytelling, Premium-Zielgruppen, Brandsafety und hohe Werbewirkung für Partner: Dafür steht“ das künftige ZDF, äh, nee: „WEIMER MEDIA TV.“ Überraschung: Stimmt ja, der Beauftragte ist im Kerngeschäft ja Medienmacher, so ein unbedeutender und unwesentlicher Zufall aber auch.
Noch einen Schritt in der Überschreitung seiner Kompetenzen geht er dann, wenn er sich eine Zusammenlegung von ARD-Anstalten wünscht. Aber statt dann wenigstens richtig auf den Putz zu hauen, will er nur, dass ein paar große Anstalten kleinere auffressen.
Wie lame! Umgekehrt würde es wirklich Wirkung zeigen: Wenn nämlich der Saarländische den Norddeutschen Rundfunk und Radio Bremen den Bayerischen Rundfunk übernähme. „Grüß Gott, Bremen – Moin, Minga.“ Und wer nicht nach Bremen umziehen mag, macht das Nachtkonzert aus dem privaten Podcast-Studio von Weimer-Media am Tegernsee. Aus dem Ulfenbeintunnel reibt sich Mathias Döpfner die Hände.
Die Frage ist: Womit blendet Wolfram Weimer als Nächstes? Tankrabatt statt Deutschlandfunk?
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